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BMWi-Verbundprojekt „Netzintegration von elektrifizierten Antriebssystemen in bestehende und zukünftige Energieversorgungsstrukturen (NET-ELAN)“

08. Dez. 2001 - 30. Nov. 2011

Dieses Projekt will die Frage beantworten, ob und wie im Sinne einer sektorübergreifenden Systemlösung ein Bestand an Fahrzeugen mit elektrifizierten Antriebskomponenten sowohl als verteilter Energiespeicher im elektrischen Netz als auch zur verbraucherseitigen Nachfragesteuerung sinnvoll eingesetzt werden kann. Es werden Aussagen zur technischen Machbarkeit sowie möglichen Hemmnissen getroffen. Das Projekt befasst sich im Detail mit folgenden Frag

  • Welche technischen Möglichkeiten und Grenzen bestehen hinsichtlich der Einbindung von E-Fahrzeugen in das Stromversorgungsnetz?
  • Welches Potential besteht für die effiziente Einbindung fluktuierender Stromerzeuger (wie z. B. Windenergieanlagen)?
  • In welchem Umfang können dadurch Kraftwerkskapazitäten eingespart werden?
  • Welche Auswirkungen hat der Einsatz von E-Fahrzeugen auf den Stromverbrauch?
  • Welche Emissionen (Umweltauswirkungen) entstehen dadurch?
  • Wie könnten Kosten- und Betreibermodelle aussehen?

Ein Zwischenstand

In einem ersten Schritt untersuchten Wissenschaftler an der TU Berlin bestehende und zukünftige Rahmenbedingungen der Energieversorgung. Dazu erstellten sie ein Modell für die Energieübertragung in Deutschland und berücksichtigten dabei auch den Einfluss der Windenergie. Für das Jahr 2020 entwarfen sie ein entsprechendes Szenario.

Ein weiterer wichtiger Punkt des Projektes ist es, eine geeignete Auslegung von Fahrzeug und Batterie zu finden. Dazu ist es erforderlich, die private und gewerbliche Fahrzeugnutzung zu untersuchen. Dies erfolgt unter anderem mit so genannten GPS-Datenloggern.

Um die Ladeleistungen abschätzen zu können, ist es notwendig, entsprechende Annahmen zu den Fahrzeugeigenschaften zu treffen, Kenntnisse über die räumliche und zeitliche Verteilung von Elektrofahrzeugen sowie über das typische Nutzerverhalten zu gewinnen. Dazu werden Nutzergruppen typisiert. Diese Daten werden mit Messdaten zur Fahrzykluserhebung und Geokodierung gekoppelt.

Informationen zum Forschungsprojekt

Das Projekt „Netzintegration von elektrifizierten Antriebssystemen in bestehende und zukünftige Energieversorgungsstrukturen“ wird vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) im Rahmen der Energieforschung gefördert. Unter www.net-elan.de finden Interessenten weitere Informationen.

Arbeitspaket 1 - Netze

Leitung: TU Berlin SENSE
Arbeitsinhalte: Status Quo und Entwicklungstrends der Erzeuger-, Transport- und Verteilerstrukturen in Deutschland; Anforderungen an den Energiespeicher aus Sicht der Netzbetreiber

Arbeitspaket 2 - Fahrzeuge mit elektrifizierten Antriebssystemen

Leitung: TU Berlin ILS-KFZ
Arbeitsinhalte: Status Quo und Entwicklungstrends von E-Fahrzeugen und Energiespeichern; Fahrzyklen / Nutzerprofile; Anforderungen aus Sicht des Fahrzeugs an den Energiespeicher und die Netzschnittstelle

Arbeitspaket 3 - Zeitliche/ Räumliche Verteilung der zusätzlichen Energienachfrage

Leitung: Forschungszentrum Jülich GmbH, IEF-STE
Arbeitsinhalte: Ladeprofile sowie räumliche und zeitliche Verteilung abgestellter, mit dem Netz verbundener E-Fahrzeuge, und daraus resultierende Anforderungen an Netztechnik und -regelung 

Arbeitspaket 4 - Szenarien

Leitung: Forschungszentrum Jülich GmbH, IEF-STE
Arbeitsinhalte: Technikbasierte Szenarien zur Energieversorgung und zum Bestandsaufbau von E-Fahrzeugen 

Arbeitspaket 5 - Zusammenführung/ Bewertung/ Betreibermodelle/ Handlungsempfehlungen

Leitung: Ford Forschungszentrum Aachen; Vattenfall Europe AG; Forschungszentrum Jülich GmbH, IEF-STE;
Arbeitsinhalte: Bewertung der Netzintegration von E-Fahrzeugen hinsichtlich Machbarkeit, Energie- u. Emissionsbilanz sowie betriebs- und energiewirtschaftlicher Kosten- und Betreiber-Modelle

Quelle: NET-ELAN, BINE Informationsdienst


Redaktion: 20. Apr. 2010
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Kontakt

Projektkoordination:

Forschungszentrum Jülich GmbH

Institut für Energieforschung–Systemforschung und Technologische Entwicklung(IEF-STE)

52425 Jülich


Ansprechpartner:
Herr Linssen

Tel. 02461/61-3581
j.linssen(at)fz-juelich.de