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Chemie

Letzte Aktualisierung: 19.12.2012

1. Die Branche in NRW

Der Chemie-Standort Nordrhein-Westfalen bildet mit einem Umsatz- und Beschäftigtenanteil von etwa einem Viertel am Bund das Rückgrat der chemischen Industrie Deutschlands. Er zeichnet sich durch eine erstklassige Forschung, seinen besonderen Mix aus einem breiten Mittelstand und zahlreichen international erfolgreichen Großunternehmen im Herzen einer starken global operierenden Chemie- und Pharmaindustrie in Europa aus.

Etwa 1.000 Chemie Unternehmen in Nordrhein-Westfalen, haben als Querschnittsindustrie eine wesentliche Bedeutung für viele industrielle Wertschöpfungsketten. Die chemische Industrie ist mit anderen Industriebranchen eng verknüpft. Rund 70 Prozent aller von der chemischen Industrie hergestellten Stoffe gehen in die industrielle Weiterverarbeitung. Als zentraler Materiallieferant stößt die chemische Industrie einen hohen Anteil von Innovationen in diesen Wertschöpfungsketten an. Aus diesem Grund wird die chemische Industrie auch als Innovationsmotor für die gesamte Industrie bezeichnet.

 

Quelle: VCI

Unterstützt werden die Unternehmen dabei durch ein dichtes Netz von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen in denen die Chemie mit all ihren Facetten vertreten ist. Diese dichte Wissensschaftslandschaft bietet damit nicht nur einen wichtigen Partner für eine erfolgreiche Forschung und Entwicklungsarbeit, sondern auch ein großes Potenzial gut ausgebildeter Mitarbeiter.

Chemische Industrie in NRW im Überblick (2007):

Gesamtumsatz:
NRW Anteil am Umsatz der deutschen Chemieindustrie:

54,9 Mrd. Euro
31,6 %

Beschäftigte in der Chemieindustrie in NRW:
NRW Anteil an deutschen Beschäftigten

107.068
24,3 %

Bruttomonatsgehalt je Vollzeitbeschäftigten:

3.714 Euro

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2. Ziele und Aufgaben des Clustermanagements

Zentrales Ziel der Cluster Chemie ist es, die Innovationsfähigkeit der nordrhein-westfälischen Chemieunternehmen durch eine wertschöpfungskettenbezogene Vernetzung mit Kunden- und Abnehmerindustrien zu stärken und dabei auch Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen einzubeziehen.

Die Chemiebranche zeichnet sich durch eine Vielzahl der Produktsparten aus die in eine große Zahl von Wertschöpfungsketten der Kundenindustrien eingebunden ist. Deshalb fokussiert der Cluster Chemie seine Arbeit auf Branchenschwerpunkte, um in NRW wichtige Zukunftsfelder zu identifizieren, dort Wirtschaft untereinander und mit der Wissenschaft zu vernetzen und in den Feldern, wo eine kritische Masse an Akteuren vorhanden ist, eigenständige thematische Cluster anzustoßen.

Da die Branche zu mehr als 80% mittelständisch geprägt ist, steht dabei die Förderung der Innovationskraft mittelständischer Unternehmen in Nordrhein-Westfalen im Vordergrund.

Daneben geht es darum, die chemische Industrie und deren F&E-Themen in bereits bestehenden chemierelevanten Cluster zu integrieren (siehe dazu unter 5.).

Die Geschäftsstelle Chemie.NRW unterstützt den Clustermanager bei der Erreichung dieser Ziele und ist zentraler Ansprechpartner für Wissenschaft, Wirtschaft, Investoren, Politik und Medien.

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3. Arbeitsschwerpunkte und Projekte des Clusters

Aufgaben des Chemie.NRW – Cluster Nordrhein-Westfalen:

  • Analyse der chemierelevanten Hochschulaktivitäten und außeruniversitären wissenschaftlichen Insitute
  • Identifikation von thematischen Schwerpunkten in F&E
  • Veranstalten von Innovationsforen zu wichtigen Zukunftsfeldern
  • Anstoßen und Fördern thematischer Cluster
  • Nachwuchsförderung und -qualifikation zur Vermeidung von absehbaren Engpässen bei bestimmten Ausbildungen
  • Politikberatung

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4. Highlights aus dem Cluster

„CleanTechNRW“ – Initiative für den Schutz des Klimas

 

BIO.NRW, CHEMIE.NRW - Wirtschaft und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen bündeln ihre Kräfte für den Klimaschutz. Dazu ist die Initiative "CleanTechNRW" offiziell zum Spitzencluster-Wettbewerb des Bundes an den Start gegangen. Ziel sind unter anderem nachhaltige, CO2-arme Produkte und Verfahren und neue Energielösungen. Zu den ersten Mitgliedern von "CleanTechNRW" gehören die Unternehmen Evonik, Henkel, Lanxess, RWE und ThyssenKrupp sowie der Bayer-Konzern, der die Federführung übernommen hat. Die Initiative setzt vor allem auf Konvergenz und den Know-how-Austausch.


 

Zentrum für Bioökonomieforschung gegründet

 

BIO.NRW - Seit dem 21. Oktober 2010 gibt es in Nordrhein-Westfalen das Bioeconomy Science Centre (BioSC). Es ist das erste Zentrum Europas, das mit einem integrativen Gesamtkonzept Forschung für eine nachhaltige Bioökonomie betreibt. Partner sind das Forschungszentrum Jülich, die Universitäten Bonn und Düsseldorf sowie die RWTH Aachen. Sie bündeln im BioSC die Kompetenzen von mehr als 50 ihrer Institute. Gemeinsam werden sie die zentralen Themen einer umweltschonenden Ökonomie auf der Basis nachwachsender Rohstoffe bearbeiten.


 

5. Regionale Cluster und Netzwerke in NRW

Cluster Oberfläche

In der chemischen Industrie in Nordrhein-Westfalen haben Unternehmen der Sparte Coatings (Rohstoffe-, Pigmenthersteller und Hersteller von Lacken, Farben und sonstigen Oberflächen) einen großen Anteil. Im Rahmen des ersten CheK-Wettbewerbs hat sich aus drei regionalen Initiativen für das Rheinland, das Ruhrgebiet und Westfalen/OWL ein neues landesweites Cluster Oberfläche entwickelt, das diese Wertschöpfungskette abdeckt. Der Cluster Chemie vernetzt diese drei Regionalcluster auf Landesebene.

Kunststoffland NRW

Die kunststofferzeugende und -verarbeitende Industrie in Nordrhein-Westfalen bildet einen weiteren Schwerpunkt mit bundesweiter Bedeutung. Zur Vernetzung dieser für die kunststofferzeugenden Chemieunternehmen wichtigen Wertschöpfungskette hat sich bereits im Jahre 2003 die Initiative Kunststoffland gegründet (www.kunststoffland-nrw.de). Mit einem Jahresumsatz von ca. 10 Mrd. € ist die kunststofferzeugende Chemie ein wichtiger Pfeiler der chemischen Industrie in Nordrhein-Westfalen.

Cluster NanoMikro neue Werkstoffe

Die Nanotechnologie ist eine der zentralen Zukunftstechnologien für die chemische Industrie. Der Vernetzung der Unternehmen der Chemiebranche mit dem neuen Landescluster NanoMikro neue Werkstoffe und eine Ausrichtung dieses Clusters auf wichtige Nutzungsfelder in der Chemie kommt daher eine besondere Bedeutung zu.

Cluster Industrielle Biotechnologie 2021

Die industrielle Biotechnologie ist ebenfalls eine zentrale Zukunftstechnologie für die chemische Industrie. Durch die industrielle Biotechnologie können klassisch chemische Herstellungsverfahren durch Verfahren auf biotechnologischer Basis substituiert oder ergänzt werden. Das im Jahr 2007 als Sieger aus einem Clusterwettbewerb des BMBF hervorgegangene Cluster industrielle Biotechnologie2021 (CLIB2021) hat die Entwicklung derartiger Verfahren zum Gegenstand. CLIB2021 hat sein Standbein in NRW, ist aber international ausgerichtet (www.clib2021.com).

Regionalinitiativen ChemSite und ChemCologne

In den Zentren der Chemieregionen des Rheinlands und des Ruhrgebiets haben sich die beiden regionalen Initiativen ChemSite (www.chemsite.de ) und ChemCologne (www.chemcologne.de ) etabliert. Ihre zentrale Zielsetzung ist es, die beiden Chemieregionen nach außen zu vermarkten und zusätzliche Ansiedelungen in die jeweilige Region zu holen.

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6. Weitere Informationen

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Clustermanagement

Prof. Dr. Michael Droescher
Clustermanager CHEMIE.NRW

CHEMIE.NRW
c/o Verband der Chemischen Industrie e.V.
Landesverband NRW
Völklinger Str. 4
40219 Düsseldorf
Tel: ++49 (0) 211 67931-43
Fax: ++49 (0) 211 67931-49

m.droescher(at)t-online.de

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