Kunststoff

Mehrwert durch Vernetzung der Anwenderbranchen

Clustermanagement

Dr. Bärbel Naderer

Tel.: +49 (0) 211 / 210 940-0
Fax: +49 (0) 211 / 2 10 940-20
naderer@kunststoffland-nrw.de
www.kunststoffland-nrw.de

kunststoffland NRW e.V.
Grafenberger Allee 277-287
40237 Düsseldorf

Highlights

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1. Die Branche in NRW

Ob im Haushalt im Auto, im Wohnungsbau, in der Unterhaltungselektronik oder in der Medizin, überall finden Kunststoffe Verwendung. Kaum ein Wirtschaftszweig steht nicht in Verbindung zu diesem Werkstoff des 21. Jahrhunderts. Die volkswirtschaftliche Bedeutung von Kunststoffen ist also enorm - sowohl für Deutschland als auch für Nordrhein-Westfalen.

Die Kunststoffbranche ist mit ihrem ausgeprägten Querschnittscharakter in Nordrhein-Westfalen Träger und Treiber von Innovationen auf den Gebieten Werkstoffe, Produktionsprozesse und Produkte für nahezu alle Lebensbereiche. Eine durchgängige Wertschöpfungskette von Kunststofferzeugern, - verarbeitern und - maschinenbauern, eine breite Wissenschafts-, Forschungs- und Dienstleistungslandschaft sowie ein breites Spektrum von Anwendern mit zum Teil nicht unerheblichen eigenen Kunststoff-Verarbeitungskapazitäten, die statistisch in anderen Branchen (z.B. Fahrzeug, Elektro, Möbel) erfasst werden, stehen für die Exzellenz der Branche. Rund 900 Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten aus der Kunststoffindustrie, Hunderte von kleinen Unternehmen,  Maschinenbauer, Anwenderfirmen mit eigenen Verarbeitungskapazitäten, Handel sowie Verbände und Einrichtungen aus Wissenschaft und Bildung formen das Kunststoffcluster in NRW, das für insgesamt rund 3.000 Unternehmen und Organisationen mit deutlich über 100.000 Beschäftigten steht.

 

Zahlen zur Kunststofferzeugung  und -verarbeitung in Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten

Anzahl der Betriebe*

960

NRW-Anteil an deutschen Betrieben

20,9 %

Beschäftigte*

116.467

NRW-Anteil an deutschen Beschäftigten:

19,6 %

Umsatz*

35,7 Mrd. EUR

Exportquote

50,1 %

NRW-Anteil am deutschen Umsatz:

24,4 %

Durchschnittlicher Bruttomonatsverdienst

3.637 EUR

Exporte**

22,5 Mrd. EUR

NRW-Anteil an deutschen Exporten

21,3 %

Importe**

15,4 Mrd. EUR

NRW-Anteil an deutschen Importen

20,3 %

Quelle: IT.NRW; Stand: 2012

*   Die Angaben beziehen sich auf die Kunststofferzeugung und -verarbeitung von Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten; sie basieren auf der neuen „Klassifikation der Wirtschaftszweige WZ 2008“.

**   Die Angaben beziehen sich auf die Außenhandelsstatistik Nordrhein-Westfalen.

2. SWOT-Analyse und strategische Handlungsfelder


Stärken

  • Starke Wettbewerbsposition bei den wichtigsten Indikatoren (Beschäftigung, Qualifikation, Umsatz, Patente).
  • Wertschöpfungskette vor allem in NRW präsent.
  • Langjährige Erfahrung mit Landesclustermanagement.
  • Enge Zusammenarbeit mit den regionalen Clustern.
  • direkte Mitgliedschaft der Unternehmen

Chancen

  • Die gute wirtschaftsstrukturelle und strategische Ausgangsposition weiter entwickeln.
  • Angesichts der momentanen Krise sich als kompetenter Dienstleister für die Wertschöpfungskette präsentieren.
  • Arbeitsteilung mit regionalen Clustern schärfen

Schwächen

  • Regionale Cluster sehr unterschiedlich entwickelt und professionalisiert.
  • Die mittelständische Branche ist mit ihren Kompetenzen nicht immer mit ihren Stärken sichtbar, vor allem im europäischen Rahmen nicht.

Herausforderungen

  • Handlungsanforderungen der aktuellen Krise können die Verfolgung langfristiger strategischer Zielsetzungen in den Hintergrund treten lassen
  • die Handlungsfelder Kommunikation, Innovation und Qualifikation strategisch aufzubauen, das vorhandene Netzwerkpotenzial in diesen Handlungsfeldern auszuschöpfen und entsprechende Angebote für Unternehmen anzubieten
  • die internationale Vernetzung sollte ausgebaut werden
  • das thematische Profil sollte geschärft werden.

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Das Landescluster Kunststoff besitzt sowohl von der Wettbewerbsposition wie auch von dem Geschäftsmodell her sehr gute Voraussetzungen. Dieses gilt es weiter zu entwickeln.

Momentan steht das Clustermanagement vor der Herausforderung, eine Balance zwischen dem kurzfristigen Handlungsbedarf (angesichts der wirtschaftlichen Krise) und den mittel- und langfristigen strategischen Zielen zu halten. Im Rahmen einer Fokussierung der strategischen Ziele könnte die Frage nach neuen Geschäftsfelder für die Kunststoffunternehmen gerade auch in Zusammenarbeit mit anderen Landesclustern eine wesentliche Rolle spielen.

Die Arbeit des Clustermanagements steht vor diesem Hintergrund vor einer Reihe von Herausforderungen. Zu nennen sind insbesondere:

  • Handlungsanforderungen der aktuellen Krise können die Verfolgung langfristiger strategischer Zielsetzungen in den Hintergrund treten lassen

  • die Handlungsfelder Kommunikation, Innovation und Qualifikation strategisch aufzubauen, das vorhandene Netzwerkpotenzial in diesen Handlungsfeldern auszuschöpfen und entsprechende Angebote für Unternehmen anzubieten

  • deshalb gilt es die internationale Vernetzung auszubauen und

  • das thematische Profil zu schärfen.

3. Ziele und Aufgaben des Clustermanagements

Ziel des Cluster Kunststoff.NRW ist es, die Akteure der Kunststoffbranche landesweit, national und international sichtbar zu machen und die Kompetenz und Exzellenz der Branche zu stärken. Dies soll u.a. durch eine stärkere Zusammenarbeit der Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette erreicht werden. Zudem soll die Vernetzung mit den wichtigen Anwenderbranchen der Kunststoffindustrie, wie etwa der Automobil-, Verpackungs-, Bau-, Möbel- und Elektroindustrie intensiviert werden.

Zu der Wertschöpfungskette der Kunststoffbranche in NRW zählen die mittelständischen Betriebe der Kunststoffverarbeitung, Großunternehmen der Kunststofferzeugung, der Kunststoffmaschinenbau, die auf Kunststoff bezogenen Einrichtungen von Forschung und Wissenschaft sowie Aus- und Weiterbildung, branchennahe Zulieferer, Finanzdienstleister sowie Verbände und Organisationen. Diesen bietet der Cluster Kunststoff.NRW eine Plattform für Information, Kommunikation und Kooperation.

Darüber hinaus zählt die Entwicklung von Visionen für die Kunststoffwelt von morgen, die Verbesserung der Wissenschafts- und Bildungslandschaft sowie das Angebot unternehmensbezogene Dienstleistungen zu den Aufgaben des Clusters.

 

4. Zentrale Arbeitsgebiete, Partner und Aktivitäten

Die besondere Stärke NRWs liegt in einem integrierten Standort, in dem alle Ebenen der Wertschöpfungskette präsent sind. Der Standort wird von starken regionalen Clustern, einer ausdifferenzierten Ausbildungs- und Forschungsinfrastruktur wie auch von kompetenten Anwenderbranchen (Automobil, Elektrotechnik, Maschinenbau) getragen. Durch Zusammenarbeit mit bestehenden regionalen Kompetenznetzen werden die Branche und ihre Akteure landesweit und regional gestärkt.

Kunststoff.NRW fördert gezielt die Kommunikation und Kooperation zwischen Forschung und Industrie vor dem Hintergrund aktueller Markt- und Werkstofftrends. Dabei wird der Wissenstransfer für die gesamte Wertschöpfungskette, insbesondere der Wissenstransfer von der Hochschule in den Mittelstand, forciert.

Durch die Brückenfunktion zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik fördert Kunststoff.NRW den Dialog und die Kooperation zwischen den Partnern. Dabei werden auch Themen wie Unternehmensfinanzierung aufgegriffen. Aktuell stehen

  • Internationalisierungsansätze,

  • technologische Themen sowie

  • Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel

auf der Agenda. Beispielsweise engagiert sich Kunststoff.NRW bei der Initiative KAI-KunststoffAusbilungsInitiative, die auf der K 2010 gestartet wurde.

 

Weitere Maßnahmen des Clusters zur Sicherung der Qualifikation in der Branche sind:

  • Im Arbeitskreis Qualifikation werden unter Leitung von Vorstandsmitglied Stefan Schmidt von KIMW Strategien und Angebote zur Sicherung des Fachkräftemangels in NRW erarbeitet.

5. Beispielhafte Wettbewerbsprojekte

6. Cross-Innovations-Aktivitäten

Der Cluster setzt aktiv Innovationsthemen und nutzt dabei soweit möglich Synergieeffekte auch durch Kooperation mit Nachbarclustern. Neben dem Themenfeld Leichtbau, zu dem schon eine Arbeitskreis aktiv ist, sind ebenfalls die Arbeitskreise Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz aktiv.

7. Regionale Cluster und Netzwerke in NRW

Regionalcluster in NRW

Kunststoff.NRW versteht sich auch als Forum für die regionalen Cluster, die zum Teil als Mitglieder im Verein konstitutionell integriert sind. Die Verbände sind Mitglieder im Kunststoffland NRW e.V. Konzerne, Mittelständler, Erzeuger, Produzenten und Maschinenbauer sind integriert. Hochschul- und Forschungseinrichtungen spiegeln die Bandbreite des Leistungsportfolios des Landes wider. Von dem mittelständisch orientierten Kunststoff-Institut für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH (K.I.M.W.) bis zur Spitzenforschung am Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) in Industrie und Handwerk an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen sind alle wichtigen Hochschulen und Institutionen vertreten.

 

Regional Cluster sind:

8. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und internationale Vernetzung

Unternehmen im Cluster soll die Orientierung in internationalen Märkten erleichtert werden. Das Clustermanagement unterstützt die Unternehmen in NRW, ihre Wettbewerbsfähigkeit im Ausland auszubauen und attraktive Kooperationsmöglichkeiten zu erkennen. In Europa werden die wichtigsten Messen bedient, die internationale Präsenz soll noch ausgebaut werden. Es bestehen Kontakte zu Clustern in Nachbarländern. Das Clustermanagement stellt bei Veranstaltungen (z. B. Reise „NRW goes to Russia“, überregionalen Clustertreffen und bei ausländischen Delegationen) Kontakte zur Kunststoffindustrie in NRW her.

 

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