Letzte Aktualisierung: 1.4.11

Intelligente regionale Wirtschaft

1. Die Branche und Kompetenz in der Region

Die digitale Vernetzung und zunehmende Globalisierung macht es insbesondere klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) immer schwerer, mit Weiterentwicklungen von Standardtechnologien Schritt zu halten. KMU stehen diesen neuen Anforderungen oft alleine gegenüber, da konzernübergreifende Allianzen und Netzwerkaktivitäten – wie sie bei großen Unternehmen üblich sind – nur bedingt zur Verfügung stehen. Sie laufen daher ungleich schneller Gefahr, die Spitzenstellung auf den Exportmärkten, die sie derzeit in vielen Bereichen innehalten, zu verlieren. Dieser Herausforderung stellen sich 59 Unternehmen aus den Branchen Metall, Maschinenbau und Industrieelektronik. Mit über 15.000 Mitarbeitern in der Region und rund 5 Mrd. Umsatz haben sie sich zum Netzwerk Industrie RuhrOst e. V. – kurz NIRO – zusammengeschlossen. In den drei Jahren seines Bestehens avancierte das Netzwerk zu Nordrhein-Westfalens zweitgrößtem Netzwerk im Bereich Maschinenbau.

Indem Unternehmen durch Kooperationen gegenseitig von ihrem Wissen und ihren Erfahrungen profitieren, können sie ihre Ausgangsposition im Wettbewerb verbessern. Das Netzwerk bietet seinen 59 Mitgliedern hierfür jetzt die Basis: Mit dem Projekt „Intelligente regionale Wirtschaft“ (IRW) will es ihnen dabei helfen, Wissen zu bündeln und sich gegenseitig auszutauschen, um beispielsweise neue Produkte zu entwickeln und Prozesse zu verbessern.

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2. Ziele und Aufgaben des Clustermanagements

Ziel des Projektes IRW ist es, durch innovative Strategien den KMU neue Wege und Chancen aufzuzeigen, damit diese mit der Konkurrenz Schritt halten und dem globalen Wettbewerb positiv und selbstbewusst entgegentreten können. Hauptaufgabe des Lehrstuhls, welcher im Teilbereich Produktion tätig ist, ist die Unterstützung der KMU bei der Verbesserung ihrer Produktionsprozesse sowie eine langfristige Erhöhung von Marktanteilen durch den Einsatz neuer Organisationsformen in der Produktion zu erreichen. Weiterhin tragen innovative Fertigungsprozesse durch einen verringerten Energie- und Materialverbrauch zu einer verbesserten Umweltbilanz bei.

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3. Arbeitsschwerpunkte des Clusters

Im Projekt „Intelligente regionale Wirtschaft“ (IRW) werden klein- und mittelständische Unternehmen des Netzwerks Industrie Ruhr-Ost (NIRO) durch aktive Kooperationsvorhaben zu einem regional vernetzten Innovationsmanagement zusammengeführt und in einzelnen Geschäftsprozessen gezielt durch die Expertise des Lehrstuhls für Arbeits- und Produktionssysteme der TU Dortmund unterstützt. Rund 1,5 Millionen Euro stehen in den kommenden drei Jahren für das Projekt – mit den zentralen Forschungsbereichen Produktion, Produktentwicklung, Personal und Beschaffung – bereit. Das grundsätzliche Ziel des NIRO-Netzwerkes ist es, die Leistungskraft der Unternehmen des Maschinenbaus und der Industrieelektronik in technologischer und wirtschaftlicher Hinsicht im globalen Wettbewerb zu stärken. Hierbei kann das IRW-Projekt gezielt zur kontinuierlichen Verbesserung der Geschäftsprozesse beitragen.

Seit dem Start des Projektes im November 2008 konnte es bereits erste Erfolge verzeichnen. Mitte des Jahres ging ein webbasiertes Wissensmanagement an den Start. Die Informationsdatenbank NIRO-Wissen soll mehr Möglichkeiten zum Austausch zwischen den Projektteilnehmern bieten, den Informationsfluss verbessern und die Datenverfügbarkeit vereinfachen. Über die Datenbank und moderierte Arbeitskreise tauschen sich derzeit über 300 Mitarbeiter aus den 59 Mitgliedsunternehmen aus und erarbeiten innovative Lösungen für die Bereiche Personal, Innovation und Einkauf.

Aussagekräftig sind daher die bereits in der Umsetzung befindlichen Maßnahmen wie zum Beispiel das Audit „verschwendungsarme Produktion“ unter Führung des Lehrstuhls APS der TU Dortmund.  Dazu werden die Unternehmen nach ihrer Fertigungsart in 5 Gruppen eingeteilt. Nach den Einzelauswertungen der Unternehmen, die jeweils Stärken und Schwächen in der Produktion aufzeigen, wird im Rahmen von Workshops die gesamte auditierte Gruppe zusammengeführt, um Best Practice Beispiele zu identifizieren. Auf dieser Grundlage haben die beteiligten Unternehmen die Möglichkeit, Verbesserungen in ihren Produktionsprozessen zu erkennen und durch den Wissensaustausch mit den anderen Unternehmen in ihren eigenen Fertigungsstätten zu implementieren.

Darauf aufbauend ist 2010 das Innovations-Modellprojekt „InnoLern“ als arbeitsmarktpolitische Ergänzung gestartet, das auf die Umsetzung der Veränderungsprozesse auf Produktionsebene abzielt.

Durch den Unternehmensverband Westfalen-Mitte und die IG Metall Unna und Hamm konnte ein Tarifvertrag zum Mitarbeiteraustausch zwischen den Mitgliedsunternehmen abgeschlossen werden.

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4. Akteurslandschaft

Das Projekt „Intelligente regionale Wirtschaft“ wird gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen mit dem Ziel-2-Programm der Europäischen Union (EFRE), den NIRO-Mitgliedern, der Wirtschaftsförderung für den Kreis Unna, dem BCW und dem Lehrstuhl für Arbeits- und Produktionsysteme an der TU Dortmund.

Forschungs-und Entwicklungspartner

Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna mbH (WFG)
Ansprechpartner: Dr. Michael Dannebom (Geschäftsführer)

Netzwerk Industrie Ruhr-Ost (NIRO)
Ansprechpartner: Pascal Lampe (Geschäftsführer)

Lehrstuhl für Arbeits- und Produktionsysteme (APS) an der TU Dortmund
Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr.-Ing. Jochen Deuse

BildungsCentrum der Wirtschaft (BCW)
Ansprechpartner: Christoph Hohoff

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Ansprechpartner

Pascal Lampe

NIRO - Netzwerk Industrie RuhrOst e. V.
Projekt "Intelligente Regionale Wirtschaft"
Friedrich-Ebert-Str. 19
59425 Unna

Tel:    02303 27 3290
Fax    02303 27 1490
pl(at)ni-ro.de

www.ni-ro.de

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