Innovative Wasserstoffspeicher
CEF.NRW - Für eine zukünftige Wasserstoffwirtschaft werden neben geeigneten Energiewandlern Wasserstoffspeicher benötigt, an die je nach Anwendung unterschiedliche Anforderungen gestellt werden. Die zurzeit verfügbaren Lösungen sind in vielen Punkten unbefriedigend. Komplexe Hydride, insbesondere Natriumalanat, sind die am weitesten entwickelte auf chemischer Speicherung beruhende Alternative.
Um diese Entwicklung vom Labormaßstab in die technische Anwendung zu übertragen, wurde ein Verbundprojekt gestartet, in dem das Duisburger Institut für Energie- und Umwelttechnik IUTA und das Mülheimer Max-Planck- Institut für Kohlenforschung zusammenarbeiten. Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines serienfertigungstauglichen Wasserstoffspeichers auf Natriumalanat-Basis, der eine hohe gravimetrische Speicherdichte aufweist.
Das Temperaturniveau der bei der Wasserstoffbefüllung freigesetzten bzw. bei der Wasserstoffentnahme zuzuführenden thermischen Energie liegt bei ca. 150 °C. Der Speicher eignet sich somit insbesondere für Energiesysteme, bei denen Wärme auf diesem Temperaturniveau erzeugt und umgesetzt wird, wie z. B. in der Hausenergieversorgung.
Durch Integration eines Wasserstoffspeichers auf Natriumalanat- Basis in ein Brennstoffzellen-Hausenergiesystem kann dem Strom-Wärme-Ungleichgewicht und der Systemträgheit effektiv entgegengewirkt werden. Die Entwicklung des Speichers erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der TRIMET Aluminium AG aus Essen und dem F. W. Brökelmann Aluminiumwerk aus Ense-Höingen. Das Vorhaben soll einen Beitrag dazu leisten, die Einführung der Wasserstoffwirtschaft in Nordrhein-Westfalen durch Bereitstellung eines innovativen Wasserstoffspeichers voranzutreiben.



