Energiewirtschaft
Energiewirtschaft und anwendungsorientierte Energietechnik
Letzte Aktualisierung: 15.2.12
Inhalt:
1. Die Branche in Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen ist Europas modernste und bedeutendste Energieregion. Nirgendwo ist die wirtschaftliche Bedeutung von Energie verbrauchender und anbietender Wirtschaft, von Anbietern und Nutzern neuer Energietechniken sowie Energiedienstleistungen, von Energieforschung und Energietechnologieentwicklung so stark ausgeprägt wie in Nordrhein-Westfalen. In kaum einer Region der Erde ist in den zurückliegenden 150 Jahren mehr Wissen und Erfahrung im Energiesektor gesammelt worden als in Nordrhein-Westfalen.
Zugleich ist Nordrhein-Westfalen die Energieregion Nr. 1 in Deutschland. Das Bundesland liefert 30 % der Stromversorgung für Deutschland und ca. 40 % des deutschen Industriestroms werden hier verbraucht. In Nordrhein-Westfalen werden 83 % der deutschen Steinkohle und 55 % der deutschen Braunkohle
gefördert. 257.000 Menschen arbeiteten 2008 in der Energiewirtschaft in NRW.
Daten: IT.NRW, BMWi / AG Energiebilanzen, MWME NRW, RWI, IWR
1 = einschl. Grubengas (Bund) und Pumpspeicherwasser
International tätige Energieversorger, Ferngasgesellschaften und Kraftwerksbauer haben ebenso ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen wie bedeutende Unternehmen mit zum Teil sehr energieintensiven Produktionen.
Die Energiewirtschaft orientiert sich an den Zielen der Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umwelt- und Klimaverträglichkeit. Dies wird in Nordrhein-Westfalen sichergestellt. Denn es wird dafür gesorgt, dass die Energieversorgung jederzeit sicher ist, Umwelt, Klima und Ressourcen geschont werden sowie die Wirtschaftlichkeit für Erzeuger und Verbraucher stimmt. Dabei wird Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen schon jetzt großgeschrieben, im Bereich der Erneuerbaren Energien beispielsweise ist das Bundesland gut aufgestellt. Das belegt die aktuelle Studie des Internationalen Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) aus Münster zur Lage der Regenerativen Energiewirtschaft in Nordrhein-Westfalen. Ihr zur Folge sind in Nordrhein-Westfalen rund 3.200 Unternehmen mit insgesamt rund 22.000 Mitarbeitern in den Bereichen Planung, Errichtung, Herstellung, Produktion und Service regenerativer Anlagentechnik tätig. Diese erzielten einen Umsatz von rund 5,5 Milliarden Euro. Im Jahr 2009 konnte die Zahl der Erwerbstätigen in dieser Branche auf über 24.000 Menschen gesteigert werden.
Daten: BMU / AGEE-Stat, IT.NRW, GVSt, IWR
1 = nur Grubengasverstromung gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
2. Ziele und Aufgaben des Clustermanagements
Die Hauptaufgabe von EnergieRegion.NRW ist die Vernetzung der Akteure im Energiebereich über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Nordrhein-Westfalen soll auch in Zukunft die bedeutendste Energieregion in Europa bleiben. Es gilt, die nationale und internationale Positionierung der Region sowie die Kompetenz und Exzellenz der Energiebranche weiter zu stärken.
Der Cluster Energiewirtschaft bündelt die in diesen Bereichen tätigen nordrhein-westfälischen Unternehmen, Verbände, Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Es dient den beteiligten Partnern als Informations - und Kommunikationsplattform sowie als Kooperationsbörse. Dabei werden zunächst folgende acht Themen in Netzwerken behandelt:
Bitte klicken Sie auf die Netzwerke, um zu den einzelnen Netzwerk-Portraits auf den Seiten des Clusters EnergieRegion.NRW zu gelangen.
3. Zentrale Arbeitsgebiete, Partner und Aktivitäten
Die strategischen Arbeitsgebiete des Clusters sind in eigenständigen Netzwerken organisiert und werden im Folgenden kurz beschrieben:
Kraftwerkstechnik
Anfang 2005 von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gegründet, betreut das Netzwerk Kraftwerkstechnik Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus den beiden Clustern Energiewirtschaft und Energieforschung. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure im Bereich der Kraftwerkstechnik besser zu koordinieren. Über 1.000 Experten aus über 430 Einrichtungen und Unternehmen arbeiten derzeit in zwei Arbeitsfeldern und mehreren Arbeitskreisen daran, die Technologiefolge in der Kraftwerkstechnik zu optimieren und so den Bau und Betrieb hocheffizienter Kraftwerke voranzutreiben.
Netzwerk-Manager: Dipl.-Geogr. Margit Thomeczek
Brennstoffzelle und Wasserstoff
Das Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff wurde im April 2000 im Rahmen der damaligen Landesinitiative Zukunftsenergien NRW gegründet. Ziel des Netzwerks ist es, Brennstoffzellen und brennstoffzellentaugliche Systemkomponenten zu entwickeln - begleitet durch eine zielgerichtete Grundlagenforschung. Fast 400 Mitglieder aus den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft gehören dem Netzwerk an. Sie haben ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen, aber auch in anderen Bundesländern und dem Ausland. Das Netzwerk ist das größte seiner Art in Europa und bietet eine Reihe von Dienstleistungen in den Bereichen Projektinitiierung, Information und Kommunikation, Internationalisierung, Ansiedlung und Öffentlichkeitsarbeit an.
Netzwerk-Manager: Dr. Andreas Ziolek
www.brennstoffzelle-nrw.de
Kraftstoffe und Antriebe der Zukunft
Das Netzwerk „Kraftstoffe der Zukunft“ soll alle Kräfte in NRW mobilisieren, die die nachhaltige Nutzung von zukunftsfähigen Kraftstoffen und deren Verwendungsformen für Nordrhein-Westfalen vorantreiben und im Land etablieren.
Netzwerk-Manager: Dr.-Ing. Frank Köster
www.kraftstoffe-der-zukunft.de
Biomasse
Im Netzwerk Biomasse engagieren sich rund 1.300 Akteure der Branche, um gemeinsam an neuen Projekten zu arbeiten und sich über das Geschehen im Markt zu informieren. Relevante Informationen werden vom Netzwerk neutral aufbereitet, Kompetenzen gebündelt und Unternehmen und Kommunen auf Veranstaltungen, Messen und in persönlichen Gesprächen über die Entwicklungen der Branche informiert.
Netzwerk-Manager: Cornelia Reuther
Energieeffizientes und solares Bauen
Das Netzwerk Energieeffizientes und solares Bauen nimmt im Rahmen des Clusters Energiewirtschaft eine wichtige Querschnittsfunktion ein.
Im Bereich innovativer Bauprojekte kommt eine große Bandbreite erneuerbarer Energien und neuester Effizienztechnologien zur Anwendung. Somit wird auch die Arbeit der anderen sieben Netzwerke des Clusters Energiewirtschaft unterstützt.
Über die Arbeitsgruppen und die zahlreichen Projekte im Bereich der Solarsiedlungen und Klimaschutzsiedlungen sind bereits über 600 Akteure aus Nordrhein-Westfalen in die Netzwerkarbeit eingebunden. In erster Linie sind dies Architekten, Ingenieure sowie Vertreter der Wohnungswirtschaft, der Kommunen und Anlagenhersteller.
Netzwerk-Manager: Dipl.-Ing. Andreas Gries
Photovoltaik
Das Netzwerk Photovoltaik hat es sich zum Ziel gesetzt, Nordrhein-Westfalen als Solarland weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit der Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu intensivieren.
Zu Hauptaufgaben des Netzwerks Photovoltaik gehören die Bündelung der nordrhein-westfälischen Akteure und Aktivitäten im Bereich der Photovoltaik sowie die Intensivierung von Kooperationen und Informationsaustausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Netzwerk-Manager: Dr. Benedikt Rösen
www.energieregion.nrw.de
Windkraft
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat das Netzwerk Windkraft NRW Anfang 2009 ins Leben gerufen. In dem Netzwerk werden die vielfältigen Aktivitäten der Windenergiebranche gebündelt. Es ist in die Struktur des Energiewirtschaftsclusters EnergieRegion.NRW eingebunden.
Ziel der Netzwerkarbeit ist, alle wichtigen Technologie- und Branchenfelder einzubeziehen, die für die Entwicklung und den Einsatz modernster Technologien und Anlagen nötig sind. Insbesondere die Bereiche Maschinenbau, Elektrotechnik und Materialien sind entscheidend für künftige Erfolge.
Moderne Windkrafttechnik erfordert Innovationen im Bereich der eingesetzten Technologien und Materialien. Die Weiterentwicklung des Know-hows ist unbedingt erforderlich, um die hohe Kompetenz in der Windkrafttechnik in NRW zu erhalten und auszubauen.
Netzwerk-Manager: Stephan Lintker
www.windkraft.nrw.de
Geothermie
Das Netzwerk Geothermie ist Ende 2009 von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen worden. In diesem werden die Aktivitäten zum Thema Geothermie in Nordrhein- Westfalen gebündelt. Das Netzwerk Geothermie ist eingebunden in die Struktur des Energiewirtschaftsclusters EnergieRegion.NRW.
Die bereits bestehende Arbeitsgruppe Geothermie mit ca. 650 Mitgliedern und das Büro für Geothermie der EnergieAgentur.NRW (eine Kooperation mit dem Geothermiezentrum Bochum (GZB), der Stadt Bochum, der Hochschule Bochum und der Wirtschaftsförderung metropoleruhr) bilden die Basis für die Aktivitäten des Netzwerks Geothermie. Zu den Mitgliedern zählen Unternehmen, Institutionen der Wissenschaft und Forschung sowie die öffentliche Verwaltung.
Netzwerk-Manager: Leonhard Thien
4. Projektbeispiele und beispielhafte Aktivitäten
In den verschiedenen Netzwerken werden unter anderem folgende Projekte und Aktivitäten verfolgt:
Kraftwerkstechnik
- Analyse zur Nachrüstung von Kohlekraftwerken mit einer CO2-Rückhaltung
- Entwicklung der WTA-Technik zur Trocknung von Braunkohle
NRWPP700 - CO2-Reduzierung durch hocheffiziente Kraftwerkstechnik
Brennstoffzelle und Wasserstoff
- Gelenkbus mit Brennstoffzellenantrieb
- Aus dem Labor hinaus in die Lüfte (ADELHEID)
- Anwenderzentrum Herten
Biomasse
Energieeffizientes und solares Bauen
- Nutzgebäude: Passivhaus-Bürogebäude "etrium"
- Wohnungsbau: Neubau "Solarsiedlung Düsseldorf, Medienhafen"
- Wohnungsbau: Sanierung "Solarsiedlung Gelsenkirchen-Lindenhof"
Photovoltaik
Geothermie
- Die Marketingkampagne Wärmepumpen-Marktplatz NRW
- Wertschöpfungskette Geothermie
- Potentialstudie Geothermie
Windkraft
Der Kompetenzatlas Energie NRW gibt einen fortlaufend aktualisierten Überblick über die wichtigsten Kompetenzfelder der EnergieRegion.NRW. Zu jedem dieser Felder werden eine Auswahl von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Leitprojekten präsentiert. Über diese Seiten kann direkt mit den jeweiligen Akteuren in Verbindung getreten werden.
5. Highlights und Erfolgsgeschichten
Energieautark und CO2-neutral: Bioenergiedorf Ebbinghof in NRW

EnergieRegion.NRW - Im Hochsauerlandkreis hat ein kleines Dorf die Energiewende schon vollzogen: Der aus nur 30 Einwohnern bestehende Ort Ebbinghof der Stadt Schmallenberg im Hawerland (Hochsauerlandkreis) gilt als das erste Bioenergiedorf des Landes Nordrhein-Westfalen.
Stadt Bottrop ist InnovationCity Ruhr

EnergieRegion.NRW - Warum gerade Bottrop? Weil die Stadt beim Klimaschutz bereits in der Champions League mitspielt. Sie hat jede Menge Know-how in Sachen „Wandel durch Innovation“ und genug Raum für neue Projekte.
Klima-Initiative Essen gewinnt BMBF-Wettbewerb Energieeffiziente Stadt

EnergieRegion.NRW - Die "Klima-Initiative Essen - Handeln in einer neuen Klimakultur" gehört zu den fünf Gewinnern des Wettbewerbs „Energieeffiziente Stadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, wie am 15. September auf der Abschlussveranstaltung der zweiten Phase des Wettbewerbs in Berlin bekannt gegeben wurde. Lob strich die Kampagne der Ruhr-Metropole vor allem für ihren ganzheitlichen und partizipatorischen Ansatz ein.
Smart starten – Stromrechnung drücken

IKT.NRW - Miele stellt zur IFA die ersten Smart-Grid-fähigen Hausgeräte vor. Diese Geräte starten automatisch dann, wenn der Strom am günstigsten ist. Die Smart-Grid-Technologie von Miele birgt beträchtliches Einspar-Potenzial, da die Stromversorger in Deutschland verpflichtet sind, ab Januar 2011 unterschiedliche Stromtarife anzubieten.
Glühbirne ade - Die Zukunft gehört der Leuchtdiode

NMW.NRW - Organische LEDs, sogenannte OLEDs, sind Kunststofffolien, die leuchten, wenn sie unter Strom gesetzt werden. Sie konnten bisher nur durch Gleichstrom angesteuert werden, was für die Nutzung eine komplexe Vorschalt- und Regelungstechnik erforderlich macht. Durch die Neuentwicklungen der Forscher aus Aachen und Braunschweig können OLEDs zukünftig einfach und unkompliziert an die 220V-Netzversorgung im Haushalt angeschlossen werden.
6. Cross-Innovations-Aktivitäten
Innovations- und insbesondere Cross-Innovations-Themen (wie z.B. Elektromobilität, Netztechnik, Energieeffizienz in der Produktion) zu identifizieren und voranzutreiben ist ein zentraler Bestandteil der Netzwerkarbeit der EnergieRegion.NRW. Dies erfolgt in den Netzwerken mit ihren Arbeitsgruppen und Gremien und in Zusammenarbeit mit dem Energieforschungscluster CEF.NRW.
Elektromobilität
Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zur ersten großräumigen Modellregion für Elektromobilität Europas

Der Masterplan Elektromobilität Nordrhein-Westfalen legt die Bedeutung und Chancen der Elektromobilität in Nordrhein-Westfalen dar, beschreibt konkreten Handlungsbedarf bzgl. der genannten Handlungsfelder, umreißt ein Umsetzungskonzept, mit denen die oben genannten Ziele erreicht werden können.
Smart Cities

Die allgegenwärtige Zukunft heißt "Smart City": Der Begriff steht für innovative Konzepte und Projekte von Kommunen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die sich auf die Entwicklung und Verbreitung von ubiquitären, intelligenten Technologien und Dienstleistungen in allen Lebens- und Arbeitsbereichen in Städten und Kommunen fokussieren.
Bioraffinerie
Nachwachsende Rohstoffe nachhaltig nutzen

Seit 15 Jahren ist die stoffliche und energetische Nutzung in Bioraffinerien Thema in Forschung und Entwicklung. Eine neue Branche entlang der Wertschöpfungskette nachwachsender Rohstoffe erschließt sich den Wachstumsmarkt für nachhaltige Dienstleistungen und Produkte. Welche Chancen bieten integrierte Bioraffenerie-Konzepte der Wirtschaft in NRW?
Ressourceneffizienz
Umweltschutz und wirtschaftlicher Wettbewerbsvorsprung zugleich

Der Bedarf an ökologischen Innovationen und an ressourcen- und energieeffizienten Produkten und Produktionstechniken ist immens. Durch die optimale und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen können im Unternehmen hohe Einsparpotentiale erzielt und zukunftsfähige Entwicklung ermöglicht werden.
7. Regionale Cluster und Netzwerke
Die wichtigsten regionalen Netzwerke sind Mitglieder in den Netzwerken der EnergieRegion.NRW:
- Energy Hills,
- KompetenzNetz Energie Kreis Wesel e.V.,
- HyCologne - Cluster für Wasserstoff, Brennstoffzellen & Elektromobilität
- H2Herten - Wasserstoff-Kompetenz-Zentrum Herten
- Energieregion Emscher-Lippe
- ef.ruhr - Energieforschung im Ruhrgebiet
- JARA - Jülich Aachen Research Alliance
- Wirtschaftsvereinigung Geothermie e.V.
- Interessenverband Grubengas
Den größten regionalen Schwerpunkt bildet die Rhein-Ruhr-Region. Dieser Raum ist vor allem durch die Konzentration von Industrie und Forschung in den Clusterbereichen Windenergie, Biogas- bzw. Grubengas, Photovoltaik, Solarthermie, Geothermie und Brennstoffzelle geprägt.
Im Norden von NRW bildet die Münsterland-Region einen weiteren Schwerpunkt. Dieser Raum ist insbesondere durch die Aktivitäten im Bioenergie / Biogassektor gekennzeichnet.
In der Schwerpunktregion Ostwestfalen finden sich wie im Münsterland hauptsächlich Aktivitäten auf dem Bioenergie / Biogassektor.
Im Köln-Bonn-Aachener Raum liegt ein deutlicher Schwerpunkt auf der Solarenergie. Die Clusterbereiche Photovoltaik, Solarthermie und solarthermische Kraftwerke bilden die Schwerpunkte.
Eine weitere Schwerpunktregion ist im Raum Siegen erkennbar. In dieser Region befindet sich ein Mix von Produktionsstandorten aus den Bereichen Brennstoffzelle, Biogas und Solarthermie.
8. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und internationale Vernetzung
Um die Internationalisierung der EnergieRegion.NRW voranzutreiben, standen 2010 die Intensivierung bestehender und der Aufbau neuer Kontakte in den Zielländern auf der Agenda.
- Teilnahme an Tagungen und Kongressen international bzw. unter internationaler Beteiligung
- Export von industriellen Gütern und Dienstleistungen zur effizienten Energienutzung in das Ausland
- Erleichterung des Marktzugangs
- Förderung des Technologie-Transfers
- Hilfestellung bei der Genehmigung von Projekten
Die Netzwerke sind an der Organisation eines über die Landesgrenzen NRWs hinausgehenden Know-how-Transfers und Erfahrungsaustauschs beteiligt. Folgende Aktivitäten haben in 2010 stattgefunden:
Kraftwerkstechnik
Durchführung von Kontaktbörsen für Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Rahmen von Seminaren, Workshops und Informationsveranstaltungen (Kanada, Polen, Australien).
Fachliche Begleitung von Delegationen aus dem In- und Ausland in Sachen Energieversorgung und Kraftwerkstechnik in NRW
- Informationsaustausch mit Niederländischen, Norwegischen, Britischen, französischen, Belgischen und Australischen Partnern in Gesprächsrunden
- Intensivierung bestehender und Aufbau neuer Kontakte in den Zielländern (China, Indien, Japan, Korea, Australien, Europa, USA, Kanada)
Brennstoffzelle & Wasserstoff
- Die bilaterale Zusammenarbeit mit Kanada, USA, Japan und den Niederlanden konnte gefestigt werden.
- In Zusammenarbeit mit den Niederlanden läuft ein gemeinsames Projekt zur Entwicklung und zum Einsatz von Brennstoffzellen betriebenen Bussen (18-Meter-Gelenkbusse), die zunächst in Köln und Amsterdam eingesetzt werden. Die Ausweitung des Projektes durch Erhöhung der Busanzahl und deren Einsatz an weiteren Standorten wird derzeit vorbereitet.
- Im Rahmen der deutsch-chinesischen Kooperation „German Chinese Sustainable Fuel Partnership“ (GCSFP) wird die Studie zum Thema „Electric Vehicle Regulations“ derzeit abgeschlossen.
- Die Betreuung und Leitung der EU-Regionalpartnerschaften "European Regions and Municipalities Partnership for Hydrogen and Fuel Cells" (HyRaMP) stand auch 2010 auf der Agenda des Netzwerkes Brennstoffzelle und Wasserstoff (NBW). Als Partner in der neu gestarteten Joint Technology Initiative on Hydrogen and Fuel Cells der EU (FCH JU) beteiligt sich das NBW über HyRaMP an dem Projektansatz zur Organisation einer europäischen „Roadshow“ von Brennstoffzellen-PKW, die unter anderem im Mai 2010 im Rahmen der WHEC 2010 Station in Essen gemacht hat
- Des Weiteren ist NRW über HyRaMP an einem Projektvorschlag zum Einsatz von Brennstoffzellenbussen (CHIC) beteiligt, dessen Vertragsangelegenheiten aktuell kurz vor dem Abschluss stehen
Biomasse
- Direkte Kontakte nach Frankreich, Japan, Brasilien, Österreich; Zuarbeit an die Stabsstelle Außenwirtschaft, die diese Aktivitäten federführend koordiniert.
- Enge Kooperation mit CEF. NRW, die Auslandsaktivitäten planen, an denen das Netzwerk Biomasse mitwirkt.
Kraftstoffe & Antriebe der Zukunft
- Deutsch-Chinesische Partnerschaft für nachhaltige Kraftstoffe und deren Verstetigung
- Zusammenarbeit mit weiteren internationalen Partnern mit den jeweiligen Partnerländern u.a. Initialisierung und Austausch von D / NL Projekte im Bereich der Mobilität
- Lenkungskreis des German-Chinese Sustainable Fuel Partnership (GCSFP) Peking/Wuhan, MoU der Modellregionen NRW – Wuhan
- Überlegung der Ausweitung der Modellregion auf die Niederlande mit Unterstützung BMVBS
- Joint Implementation Modellprojekt NRW (JIM.NRW) Phase II: Weiterführung des JI Modellprojekt JIM.NRW .
Energieeffizientes und solares Bauen
- Informationsaustausch und Delegationsbesuche z.B. aus Russland, Chile, Niederlande
- EcoCity+, Entwicklung energieeffizienter Stadtteile in China
Photovoltaik
- Vorstellung des Netzwerks Photovoltaik im Rahmen der Marktsondierungsreise nach Paris 16.- 18.06.2010 (Messe: Salon des Energies Renouvelables)
Geothermie
- Unterstützung bei der Ansiedlung des Sekretariats der "International Geothermal Association" (IGA) in Bochum
- Ansiedlung des Büros für "Internationale Koordination" des Bundesverband Geothermie e.V. (GtV-BV) in Bochum.
- Mitwirkung beim "Humboldt-Kolleg Istanbul 2010".
- Unterstützung und Teilnahme an der RENEX 2010 in Istanbul.
Vorstellung des Netzwerkes und des Clusters für eine Delegation aus Usbekistan.
World Geothermal Congress 2010 auf Bali, Beteiligung des Netzwerk Geothermie NRW am Stand des GeothermieZentrums Bochum
Windkraft
- Beteiligung an der HUSUM Wind
Windpower in Dallas - Präsentation von NRW auf dem GADORE Firmengemeinschaftsstand
- Fact Findig Reise in die Bretagne: Vorstellung von NRW und Firmenpräsentationen mit Schwerpunkt Wind
- Renewtech India: Präsentation der Windbranche NRW





