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Präzise und schonende Form der Strahlentherapie

Westdeutsches Protonentherapiezentrum Essen (WPE)

Gesundheitswirtschaft.NRW - Das Universitätsklinikum Essen ist Schrittmacher für Spitzenmedizin in der Metropole Ruhr und bietet medizinische Versorgung, modernste Diagnostik und Therapie auf höchstem internationalen Niveau.

Es gibt drei Forschungs- und Behandlungsschwerpunkte: Herz-Kreislauf, Krebs und Transplantation. So ist das Viszeralzentrum seit 2008 führend im Eurotransplantgebiet. 
Der Schwerpunkt Onkologie wird mit dem Bau des Westdeutschen Protonentherapiezentrums Essen (WPE) gestärkt. Der Neubau des WEP wird Teil der gewachsenen Gebäudestrukturen des Universitätsklinikums Essen.

Die Protonentherapie gilt als vielsprechender Ansatz in der Krebsbehandlung – gerade für empfindliche Körperregionen. Es handelt sich dabei um eine moderne, präzise und äußerst schonende Form der Strahlentherapie mit den geladenen Kernen des Wasserstoffatoms.

Gegenüber einer Strahlentherapie mit Photonen können mit Protonen selektivere Dosisverteilungen erreicht werden. Protonen haben eine durch die Ausgangsenergie steuerbare Reichweite im Gewebe. Ihre Hauptenergie wird im Tumor deponiert und verursacht hier eine maximale Zellschädigung, so dass der Tumor inaktiviert wird.

In Deutschland erkranken gegenwärtig über 400.000 Menschen im Jahr an Krebs. Strahlentherapie ist eine wesentliche Komponente in der Krebsbehandlung für etwa 50 Prozent dieser Patienten. Heute ist eine dreidimensional geplante, konformale oder intensitätsmodulierte Strahlentherapie mit Photonen die Standardtherapie, mit der viele Tumore erfolgreich behandelt werden können. Von einer Protonentherapie versprechen sich Mediziner und Forscher in bestimmten Regionen und bei problematischen Tumoren weitere Fortschritte.

Gelingen konnte dieses Projekt, weil ein privates Unternehmenskonsortium die Gesamtkosten von mehr als 140 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat und das Universitätsklinikum über eine eigene Gesellschaft jährlich Anteile zurückkauft. Somit ist das Westdeutsche Protonentherapiezentrum Essen auch ein Musterbeispiel, wie kostspielige Spitzenmedizin zukünftig für alle Patientinnen und Patienten gesichert werden kann.

Das Protonentherapiezentrum wurde im Jahr 2009 durch die Organisation „365 Orte – Deutschland – Land der Ideen“, die durch das Bundespräsidialamt, die Deutschen Bank, die Tageszeitung „Die Welt“ und weitere Institutionen getragen wird, als innovative und national bedeutende Einrichtung ausgezeichnet.

2011 sollen die ersten Krebspatienten eine innovative Strahlentherapie erhalten.

 

Kontakt

Martina Höke

Clustermanagement
Gesundheitswirtschaft.NRW
c/o ZIG Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL
Jahnplatz 5
D-33602 Bielefeld 

Telefon: 0521 - 54 32 73
Telefax: 0521 - 54 32 89 
hoeke(at)gesundheitswirtschaft-nrw.de