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Mit Gigabit-Geschwindigkeit zu medizinischen Höchstleistungen

(v. l.): Dr. Annette Schwenzow (Kreis Borken), Alfred Kramer (SVS-Versorgungsbetriebe), Christoph Bröcker (Geschäftsführer St. Marien-Hospital), Paul Schmeing (Kreis Borken), Landrat Dr. Kai Zwicker, Stephan Klaus (Geschäftsführer BORnet GmbH) und Hermann Nientiedt (Hauptgeschäftsführer Klinikverbund Westmünsterland)

IKT.NRW - Bürger und Unternehmen nutzen bereits breitbandige Zugänge zum Internet, um an den Aktivitäten der Netzgesellschaft teilzunehmen oder die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Künftig profitieren auch Mediziner und Patienten vom schnellen Datenfluss - wie beispielsweise im Kreis Borken, wo die vier Krankenhäuser des Klinikverbundes Westmünsterland per Glasfaser mit einer Bandbreite von einem Gigabit pro Sekunde zu einem Ringnetz zusammengeschlossen werden.

 

Die tägliche Zusammenarbeit der Ärzte der einzelnen Krankenhäuser kann nun mit dem Ausbau der IT-Infrastruktur verbessert und neue Anwendungen wie Telemedizin in die Praxis überführt werden: So kann beispielsweise ein Arzt aus dem Borkener Krankenhaus zeitgleich mit einem Arzt aus dem Vredener Hospital bei unklaren Befunden per Videokonferenz gemeinsam ein Röntgenbild oder ein Computertomographiebild (CT) begutachten und die Diagnose besprechen. Fahrten finden damit nur noch auf der Datenautobahn statt, anstatt auf der Landstraße.
So profitieren auch die Patienten von den modernen Technologien, indem sie auf ein breites Spezialisten-Knowhow direkt in der Klinik ihrer Wahl zurückgreifen können. „Die Nutzung dieses zukunftsorientierten Netzes durch den Klinikverbund bringt den Menschen in der Region den Vorteil, aus medizinischer Sicht auf Leistungen zurückgreifen zu können, die in anderen ländlichen Regionen, oft auch im städtischen Umfeld, noch nicht angeboten werden können", so Hermann Nientiedt, Geschäftsführer des Klinikverbundes.
Darüber, dass die Glasfaser-Datenautobahn eine zukunftsichernde Investition für den Kreis Borken ist, sind sich alle Beteiligten des Projekts einig. In großen Teilen des Kreises existieren bereits Glasfasernetze, die von den jeweiligen Stadtwerken ausgebaut wurden und jetzt von der BORnet GmbH genutzt werden können. „In der Vergangenheit war das Problem, dass die Strecken zwischen den Orten teilweise nicht überbrückt werden konnten", erklärt Stephan Klaus, Geschäftsführer der BORnet. Abhilfe schafft das Leerrohrkonzept, das der Kreis Borken zurzeit mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II umsetzt. Nach Angaben des Landrates Dr. Kai Zwicker bilde dieses Konzept die Grundlage für eine breitbandige Versorgung des ganzen Kreises.
Stephan Klaus sieht den Klinikverbund Westmünsterland mit dem aktuellen Projekt in einer Vorreiterrolle: „Ein solches Kundennetz ist bislang einmalig in unserem ländlichen Raum. Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s sind derzeit noch untypisch, werden im Laufe der nächsten Jahre allerdings, vor allem für Geschäftskunden, Grundlage eines zeitgemäßen IT-Infrastrukturausbaus sein." Die Vernetzung innerhalb des Klinikverbundes Westmünsterlandes hat auch einen angenehmen Nebeneffekt für die Gemeinde Südlohn und die Stadt Stadtlohn. Sie können durch die Umsetzung des Projekts an das bestehende Glasfasernetz angeschlossen werden, erklärte Alfred Kramer, Geschäftsführer der SVS Versorgungsbetrieb GmbH.

Über die BORnet GmbH
Die BORnet GmbH, getragen von den Stadtwerken im Kreis Borken sowie privaten Gesellschaften, bietet Telekommunikationsdienstleistungen, teilweise per Glasfaser, für private und geschäftliche Endkunden. Bei der Umsetzung kooperiert das Unternehmen mit der Versatel Deutschland GmbH.

Über den Klinikverbund Westmünsterland
Die Klinikverbund Westmünsterland gGmbH ist eine von fünf freigemeinnützigen Gesellschaftern getragene Dachgesellschaft im Kreis Borken. Hauptziel ist der Betrieb von Krankenhäusern, Einrichtungen der Altenhilfe und sonstiger Einrichtungen im Bereich der Gesundheitshilfe.

 

Kontakt

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