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IKT

Informations- und Kommunikationstechnik

Letzte Aktualisierung: 21.12.11

1. Die Branche in NRW

Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind eine tragende Säule und der wichtigste Produktivitäts- und Wachstumstreiber der nordrhein-westfälischen Wirtschaft. So ist die IKT-Wirtschaft in NRW ein wichtiger Beschäftigungsmotor und gehört zu den gesamtwirtschaftlichen Leistungsträgern. Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der IKT geht weit über die der Branche hinaus. IKT stoßen Innovationen an, erzeugen damit Wachstum und schaffen zukunftssichere neue Arbeitsplätze in fast allen Branchen. Daher haben diese Technologien für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen herausragendes ökonomisches Gewicht und hohe strategische Bedeutung.

 

Der IKT-Standort NRW im Überblick:

  • 185.128 Beschäftigte sind in der IKT-Branche in NRW tätig, davon 26.494 in der Telekommunikationsbranche und 109.941 im Bereich Informationstechnologische- und Informationsdienstleistungen
  • Im Jahr 2009 wurden 7.712 neue Unternehmen in der IKT-Branche gegründet
  • NRW ist Sitz der größten Telekommunikationsanbieter Deutschlands (Deutsche Telekom, Vodafone D2 und E-Plus)
  • Elf der 50 größten IT-Unternehmen in Deutschland sind in NRW beheimatet
  • NRW ist Standort der Deutschlandzentralen zahlreicher namhafter internationaler IT-Unternehmen
  • Im IKT-Bereich sind in NRW bereits mehrere regionale sowie thematische Netzwerke aktiv, bspw. das stark regional fokussierte IT-Security Netzwerk in der Region Bochum / Gelsenkirchen oder das thematische Geoinformations-Netzwerk mit mehreren regionalen Schwerpunkten in Bonn, Münster und der Ruhrregion.
  • NRW besitzt in Deutschland die dichteste Hochschul- und Forschungslandschaft im IKT-Bereich. Wichtige Hochschulstandorte für die Informatikausbildung sind Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg-Essen, Gelsenkirchen, Paderborn sowie die Fernuniversität Hagen
  • Unter den zehn am stärksten besetzten Ausbildungsberufen in NRW stehen gleich drei mit direktem IKT-Bezug: Elektroniker: 7.716, Fachinformatiker: 5.963, Elektroniker für Betriebstechnik: 5.560
  • Aufgrund des Querschnittscharakters der IKT-Technologien ist die IKT-Branche eng mit zahlreichen Anwenderbranchen vernetzt

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2. Ziele und Aufgaben des Clustermanagements

Der Cluster IKT.NRW ist der Informations- und Kommunikationsmittelpunkt für alle nordrhein-westfälischen Akteure in der Wachstumsbranche IKT. Ziel des Clusters ist es, die Stärken der Branche, die Synergiepotenziale und Trends sowie Entwicklungen in den Informations- und Kommunikationstechnologien frühzeitig zu identifizieren und weiter zu entwickeln.

IKT.NRW vernetzt die Partner, die in den verschiedenen IKT-Bereichen arbeiten oder die Querschnittstechnologien in ihren Anwendungsfeldern nutzen und setzt sich für eine aktive Förderung von Innovationsprozessen ein.

Der Cluster IKT.NRW nimmt eine strategische Orientierung an den Zukunftsmärkten und Wachstumsthemen vor, die für die Entwicklung der IKT-Wirtschaft und die Steigerung der Attraktivität des IKT-Standortes Nordrhein-Westfalen in den kommenden Jahren entscheidend sind.

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3. Zentrale Arbeitsgebiete, Partner und Aktivitäten

Durch das frühzeitige Aufgreifen zukunftsweisender Leitthemen und Technologien bei Berücksichtigung der regionalen Marktbedingungen sollen Stärken und Kernkompetenzen zu Markterfolgen entwickelt werden.

 

Der strategische Fokus des Clusters liegt auf den Innovationsfeldern

  •     Cloud Computing
  •     Breitband
  •     IT-Security
  •     Smart Cities
  •     Geo-net
  •     Mobile Communications
  •     RFID und Sensornetz

Neben den zentralen Innovationsfeldern spielen Cross-Innovationen eine zentrale Rolle, denn als Querschnittstechnologie sind Informations- und Kommunikationstechnologien in vielen Bereichen ein wichtiger Impulsgeber für den wirtschaftlichen Erfolg.

  

Für jedes der sieben identifizierten Themen hat das Clustermanagement ein sogenanntes „Thema-Netz“ eingerichtet. Diese werden zu Kontaktnetzen zwischen Unternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Kammern und Verbänden, Kapitalgebern, Förderinstitutionen, Beratern und anderen Akteuren ausgebaut. Vorhandene Kommunikations- und Kooperationsdefizite sollen dabei abgebaut werden. Als Plattform für die Kommunikation innerhalb der Netze dienen einerseits regelmäßige Treffen der Thema Netze, andererseits die Online-Community des IKT.NRW Clusters.

 

Die Arbeiten in den Themen-Netzen werden weitergeführt:

  • Cloud Computig - Mit Prof. Dr. Jakob Rehof, Institutsleiter des Fraunhofer ISST, hat das Clustermanagement von Beginn an einen hochkompetenten Experten und Impulsgeber mit an Bord. Außerdem unterstützt der Cluster die Initiative Cloud Services / EuroCloud des eco Verbands der Internetwirtschaft. EuroCloud ist Europas erster internationaler Zusammenschluss für Cloud Services, um eine flächendeckende Unterstützung global tätiger Unternehmen zu erreichen. Ebenfalls gemeinsam mit dem eco Verband fand auf der CeBIT die Veranstaltung „Leben & Arbeiten in der Wolke“ statt.
  • Im Thema-Netz Breitband stehen Aktivitäten und Maßnahmen im Mittelpunkt, die sich auf die Umsetzung der Breitbandstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen beziehen und damit schwerpunktmäßig die Möglichkeiten der Schaffung einer leistungsfähigen und zukunftssicheren Breitbandversorgung insbesondere in dünner besiedelten Regionen des Landes betreffen.
    Für das Clustermanagement IKT.NRW liegt hierbei ein Handlungsschwerpunkt in der laufenden Unterstützung und Beratung der Prozesse der Weiterentwicklung der landespolitischen Maßnahmen zur Breitbandförderung. Hierbei befindet sich das Clustermanagement in ständigem Kontakt und Austausch mit den für Nordrhein-Westfalen relevanten Breitbandanbietern, den spezifischen Branchenverbänden sowie allen weiteren im Thema engagierten Netzwerkpartnern.
  • IT-Security - baut Kooperationen in der IT-Sicherheitslandschaft in NRW weiter aus und besetzt gezielt die Innovationsthemen und Zukunftsmärkte der IT-Sicherheit.
    Im Mittelpunkt steht hier das regionale thematische Netzwerk um das international anerkannte Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit in der Ruhr-Universität Bochum. Der Ausbau des Netzwerkes geschieht zusammen mit institutionellen Aktivitäten an der FH Gelsenkirchen, Institut für Internet-Sicherheit, und verschiedenen Unternehmen im Bochumer Zentrum für IT-Sicherheit, das die Netzwerkaktivitäten in Kooperation mit dem IKT.NRW Clustermanagement aus eigener Kraft vorantreibt und international renommierte Kongresse nach NRW geholt hat.
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  • Smart Cities - entwickelt und vermarktet hoch innovative ubiquitäre Services für alle Lebens- und Arbeitsbereiche in Städten und Gemeinden. Das Thema-Netz stellt einen Schwerpunkt der Clusterarbeit dar. Hier gilt es, technische Möglichkeiten für die intelligentere Gestaltung urbanen und wirtschaftlichen Lebens auszuloten und innovative Lösungen zu fördern. Als Koordinator für das Thema-Netz konnte Prof. Dr. Pedro José Marrón gewonnen werden, der an der Universität Duisburg-Essen im Bereich der „networked embedded systems“ arbeitet. 
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  • Geoinformationen / GMES / SatNav - bietet die Plattform für die koordinierte Weiterentwicklung aller Geo-Aktivitäten und Schwerpunkte.
    Rund um die Innovationsbereiche Geoinformation, GMES (Global Monitoring for Environment and Security) und GALILEO/Satellitennavigation wird ein landesweites thematisches Netzwerk mit einer breiten Basis in Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft, regionalen Schwerpunkten in Münster, der Ruhrregion und in Bonn weiterentwickelt. Das im Rahmen des IKT.NRW Förderwettbewerbs geförderte Projekt GeoNet NRW soll die bislang noch nebeneinander existierenden Bereiche Wirtschaft und Geouinformation vereinigen und dadurch neue Wertschöpfungsketten etablieren. Realisiert wird das Projekt vom in Dortmund ansässigen Center for Geoinformation (CFGI), der CENALO GmbH aus Herne und der EFTAS Fernerkundung Technologietransfer GmbH aus Münster.
  • Mobile Communications - sorgt für verstärkte Kooperation und Vernetzung entlang der Wertschöpfungsketten für innovative mobile Dienste und Lösungen.
    Rund um die in NRW ansässigen drei größten Mobilkommunikationsanbieter in Deutschland (T-Mobile, Vodafone, E-Plus) und zahlreiche mittelständische Entwickler und Provider auf diesem Gebiet haben sich Ansatzpunkte eines thematischen Netzwerkes herausgebildet, das zentrale regionale Schwerpunkte in Bonn, Köln und Düsseldorf sowie weitere regionale und lokale Schwerpunktbildungen am Niederrhein und in Dortmund aufweist.
  • RFID / Sensornetze - schöpft das große Potenzial der Entwicklung aus, die Objekte unseres physischen Alltags in einem "Internet der Dinge" zu verbinden.
    Herausbildung eines thematischen Netzwerkes im Umfeld der Aktivitäten der Metro Group sowie der Deutschen Post AG, die sich mit unterschiedlichen Projekten auf NRW konzentrieren. Eine große Zahl mittelständischer Unternehmen aus NRW engagiert sich in diesen Projekten. Praxisorientierte wissenschaftliche Expertise ist in NRW durch das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund, weitere Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft und die einschlägigen Institute der Universitäten in hohem Maße vertreten.

Mittlerweile zählt der Cluster 383 Mitglieder und wird von 55 namhaften Unternehmen und Einrichtungen aktiv unterstützt.

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5. Highlights und Erfolgsgeschichten

Logistik von Ameisen abgeschaut

 

Logistik.NRW - Forschungserfolge live miterleben: Zu seinem 30jährigen Bestehen eröffnete das in Dortmund ansässige Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik IML am 22. Juni 211 eine eigens errichtete Forschungshalle für "Zellulare Fördertechnik" (ZFT). Hier soll nicht nur exzellente Forschung betrieben werden, auch architektonisch hat die Forschungshalle einige Asse aus dem Ärmel gezogen. So können Interessierte über ein großes Schaufenster jederzeit einen Blick in das 60 Meter lange und 17 Meter breite Bauwerk werfen und die Forschungsarbeiten somit live beobachten.


 

Geoinformationen als Basis für die interkommunale Zusammenarbeit

 

IKT.NRW - Schon früh, unter anderem im Rahmen des X -Border GDI-Programms, das seit 2004 die Entwicklung und Implementation einer Geodatenstruktur für grenzüberschreitende räumliche Informationsversorgung in Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden zum Ziel hat, setzte der Rhein Kreis Neuss (RKN) auf moderne Geoinformationskonzepte. Grundlage bildete die Idee, Effizienz und Wertschöpfung der bereits vorhandenen Datenbestände zu steigern und den Zugriff auf aktuelle Geodaten auch für Nicht-Experten innerhalb und außerhalb der Verwaltung zu erleichtern. Schon bald wird der Kreis eine mit verschiedenen Behörden vernetzte Geodateninfrastruktur (GDI), mit Unterstützung des in Ismaning ansässigen Technologieanbieters Intergraph, in Betrieb nehmen können.


 

Mit Gigabit-Geschwindigkeit zu medizinischen Höchstleistungen

 

IKT.NRW - Bürger und Unternehmen nutzen bereits breitbandige Zugänge zum Internet, um an den Aktivitäten der Netzgesellschaft teilzunehmen oder die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Künftig profitieren auch Mediziner und Patienten vom schnellen Datenfluss - wie beispielsweise im Kreis Borken, wo die vier Krankenhäuser des Klinikverbundes Westmünsterland per Glasfaser mit einer Bandbreite von einem Gigabit pro Sekunde zu einem Ringnetz zusammengeschlossen werden.


 

Universal Home Lab bietet Vernetzung für das Wohnen der Zukunft

 

IKT.NRW - Universal Home hat sich als Ziel gesetzt, zu den Themen Wohnen in der Zukunft, effiziente Nutzung von Energie, modernste Materialien, neueste Technologien und Produkte für anspruchsvolle Nutzer eine Plattform und ein Netzwerk für Unternehmen zu bilden, um Produktinnovationen zu starten.


 

Weiterentwicklung der IKT-Wirtschaft in NRW

 

IKT.NRW - Strategien zur Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationswirtschaft in NRW standen im Mittelpunkt einer Expertenrunde, die im Januar in der Bergischen Universität tagte. Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ist eine tragende Säule der Wirtschaft des Landes – über 15.500 Unternehmen der Branche beschäftigen in NRW 140.000 Menschen und erwirtschaften fast 60 Milliarden Euro.


 

Deutscher IT-Sicherheitspreis für Bochumer Wissenschaftler

 

IKT.NRW - Im Jahr 2006 erstmals verliehen, hat die Horst Görtz Stiftung auch in diesem Jahr den mit 200.000 Euro dotierten "Deutschen IT-Sicherheitspreis" ausgeschrieben. Am 25. November wurden die Preisträger in Bochum geehrt, die alle über mehrjährige Expertise im Bereich der IT-Sicherheit verfügen. Der erste Preis und 100.000 Euro gingen an Prof. Dr. Christoph Paar vom Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit (HGI) der Ruhr-Universität Bochum (RUB), Prof. Dr. Gregor Leander und Dr. Axel Poschmann beides RUB-Absolventen für ihre Chiffre-Entwicklung "PRESENT".


 

Smart starten – Stromrechnung drücken

 

IKT.NRW - Miele stellt zur IFA die ersten Smart-Grid-fähigen Hausgeräte vor. Diese Geräte starten automatisch dann, wenn der Strom am günstigsten ist. Die Smart-Grid-Technologie von Miele birgt beträchtliches Einspar-Potenzial, da die Stromversorger in Deutschland verpflichtet sind, ab Januar 2011 unterschiedliche Stromtarife anzubieten.


 

Mit intelligenten Netzen und Elektromobilität zu mehr Energienutzen und Effizienz

 

IKT.NRW, EnergieRegion.NRW - Smart Grids und das „Internet der Energie“ stehen für eine zukunftsweisende, effiziente und dezentrale Strominfrastruktur. Hier wird moderne Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Steuerung, Kostensenkung und Erhöhung der Versorgungssicherheit eingesetzt. Durch ein optimales Management von Stromerzeugung, Stromtransport, Energiespeicher und Energieverbrauch wird ein Gleichgewicht im Energiehaushalt erreicht.


 

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6. Cross-Innovations-Aktivitäten

Neben den zentralen Innovationsfeldern spielen Cross-Innovationen eine zentrale Rolle, denn als Querschnittstechnologie sind Informations- und Kommunikationstechnologien in vielen Bereichen ein wichtiger Impulsgeber für den wirtschaftlichen Erfolg.

 
automotive meets communications (amc)

Nach dem erfolgreichen Auftakt der Initiative im vergangenen Jahr wurde am 27. Oktober 2010 unter Beteiligung des Parlamentarischen Staatssekretärs im MWEBWV.NRW, Horst Becker, die 2. amc-Jahrestagung durchgeführt – diesmal in den Räumlichkeiten der Deut-schen Telekom AG in Bonn. Rund 160 hochkarätige Vertreter aus Industrie und Forschung informierten sich an diesem Tag über Entwicklungstrends und neue Lösungen auf der Schnittstelle zwischen Automotive und IKT. Im Fokus stand dabei das Spannungsfeld zwischen Automobilherstellern, Technologiefirmen und Serviceanbietern. Im Rahmen einer Ausstellung, in der Testfahrzeuge präsentiert wurden, konnten sich die Teilnehmer direkt vor Ort einen Eindruck über den Stand der Technik verschaffen.

Auf der 2. amc-Jahrestagung präsentierten mittelständische Unternehmen und weltweit agierende Konzerne aus der Automobil- und IKT-Branche ihre innovativen Anwendungen. Außerdem waren aus beiden Branchen Vertreter von „global playern" wie der Telekom, Alcatel-Lucent, Ericsson, BMW, Porsche und Volkswagen vor Ort. Das große Interesse und das positive Feedback im Anschluss an die Veranstaltung sowie die Resonanz in der Presse zeigten, dass die amc-Initiative eine Technologieschnittstelle mit großem Innovationspotenzial trifft. Die intensive und sehr gute Zusammenarbeit des Clusters IKT.NRW mit dem NoAE-Network of Automotive Excellence und weiteren Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft zahlt sich dabei aus und trägt zu dem großen Erfolg der Cross-Initiative maßgeblich bei, so dass eine neue Auflage der amc-Jahrestagung im Jahr 2011 auf beste Erfolgsvoraussetzungen trifft.

 
Cloud & Logistics

Cloud & Logistics – unter diesem Oberbegriff bündelt der Cluster IKT.NRW seit einigen Monaten Aktivitäten rund um den Einsatz von Cloudlösungen für Logistikprozesse. Denn besonders bei kleineren und mittelständischen Unternehmen besteht derzeit ein enormer Aufholbedarf hinsichtlich der Softwareunterstützung logistischer Prozesse. Für diese Firmen waren qualitativ hochwertige Lösungen bisher kaum zu bezahlen. Außerdem stellten die ressourcenverzehrenden Implementierungszeiträume und Schnittstellenprobleme zwischen den Systemen enorme Anforderungen an das Know-how der IT- und Logistik-Spezialisten. Diese Schnittstellenproblematik wird auch in Großunternehmen als evident wahrgenommen. Mittels hybrider Cloud-Architekturen – also Systemen, die Private und Public Clouds, sowie traditionelle IT-Umgebungen integrieren – kann das Management sehr flexibel auf stetig beschleunigte Geschäftsprozesse reagieren.

Genau an dieser Stelle setzt das Forschungsprojekt "Logistics-Mall" der Clusterpartner Fraunhofer IML und ISST an, die deutschlandweit bisher eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung von Lösungen im Crossinnovationsbereich „Cloud & Logistics“ einnehmen. Nach einem Jahr intensiver gemeinsamer Zusammenarbeit konnte das Innovationscluster bereits einen großen Erfolg vorweisen: Seit dem Oktober 2010 können interessierte Unternehmen auf der Homepage www.logistics-mall.com Softwarepakete für den Einsatz in Logistikprozessen on Demand erwerben. Dieses Angebot stellt jedoch erst den Anfang der Initiative dar: Die beiden Fraunhofer-Institute planen einen virtuellen Marktplatz, auf dem Anwender bedarfsorientiert Dienstleistungen und Softwaresysteme vernetzen können.

 
Smart NRW

Die Initiative Smart NRW wird vom Clustermanagement IKT.NRW gemeinsam mit der IBM Deutschland GmbH und weiteren Kooperationspartnern durchgeführt. Ziel ist es, die Möglichkeiten von smarten Technologien für verschiedene Anwendungsbereiche zu identifizieren und das Innovationspotenzial intelligenter Technologien in Nordrhein-Westfalen aufzuzeigen. Es wurde eine Veranstaltungsreihe konzipiert, die 2010 begonnen hat und in 2011 fortgesetzt wird. Im Rahmen der Veranstaltungen wird jeweils eine Anwenderbranche für Informations- und Kommunikationstechnologien intensiv beleuchtet.

Nach dem Auftakt im Juni 2010 zum Thema Produktion wurden zwei weitere Veranstaltungen durchgeführt: Im September 2010 trafen Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in der IBM Niederlassung in Dortmund zusammen, um über den Einsatz smarter Technologien im Gesundheitswesen zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Cluster Gesundheitswirtschaft Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Die Diskussion hat gezeigt, dass dieses Themenfeld großes Potenzial für Nordrhein-Westfalen bietet und hier weiterer Austauschbedarf besteht. Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit sollen unter dem Motto „SMART Gesundheit“ Lösungen aus den Bereichen Telemedizin und Telematik stehen.

Eine weitere Veranstaltung fand im Oktober in Essen unter dem Titel „Smart Energie - Intelligenter IKT-Einsatz für eine nachhaltige Energieversorgung“ statt. Auch hier hat sich das für die Branche entsprechende Cluster EnergieRegion.NRW als Partner beteiligt. Im Fokus der Veranstaltung standen zum Beispiel neue intelligente Energieversorgungskonzepte wie Smart Grids und Smart Meter.

 

Der Trend der Clustertätigkeiten geht weiterhin in Richtung einer intensiveren Zusammenarbeit mit innovativen Unternehmen der Wachstumsbranche IKT sowie einer Fokussierung wichtiger Anwenderbranchen, in denen Informations- und Kommunikationstechnologien als Querschnittstechnologien eine existenzielle Rolle als Innovationstreiber für die Stärkung der vielversprechenden Zukunftsmärkte Nordrhein-Westfalens einnehmen.

 

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Cloud Computing

Evolution in der Technik, Revolution im Business

 
 

Experten sind sich einig: Die Wolke (engl.: Cloud) revolutioniert die IT-Welt. In Nordrhein-Westfalen haben die beiden Cluster Logistik.NRW und IKT.NRW „Cloud-Computing in der Logistik“ als ein Cross-Innovations-Thema bereits erfolgreich erschlossen und fördern die Zusammenarbeit der Clustermitglieder. Cloud Computing zählt zu den Top-IT-Themen für die Ausgestaltung der NRW IKT Strategie.


 

Grüne Logistik

Potenziale und Wege für Nachhaltigkeit in der Logistikwirtschaft

 
 

„Grüne Logistik ist derzeit ein TOP-Thema der gesamten Logistikbranche. Dabei hat das Themenfeld für diese Querschnittsbranche eine Masse an verschiedensten Facetten. Maßnahmen, die die Logistik „grün“ machen können, reichen von den Themenfeldern „Elektromobilität“ bis zu „nachhaltigem Bau von Logistikimmobilien“ oder der besseren „Organisation von Warenströmen“ (Supply-Chain-Management).


 

Smart Cities

 
 

Die allgegenwärtige Zukunft heißt "Smart City": Der Begriff steht für innovative Konzepte und Projekte von Kommunen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die sich auf die Entwicklung und Verbreitung von ubiquitären, intelligenten Technologien und Dienstleistungen in allen Lebens- und Arbeitsbereichen in Städten und Kommunen fokussieren.


 

automotive meets communications

Marktchancen durch fahrzeugnahe Telematik-Anwendungen

 
 

Das Automobil ist Fortbewegungsmittel und Lifestyle-Produkt zugleich. Elektronische Produkte aus dem Consumer Bereich müssen in das Automobil und seine Funktionen integriert werden, um den Fahrer mit Informationen und Hilfen beim Fahren zu unterstützen. Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind in der Automobilbranche ein wesentlicher Innovationstreiber, IKT-basierte Anwendungen und Lösungen stellen einen Großteil der Herausforderungen im Auto da, die nur im Schulterschluss der beiden Branchen erfolgreich gemeistert werden können.


 

7. Regionale Cluster und Netzwerke

Abstimmungsgespräche mit den regionalen Clustern/Netzwerken zwecks Vereinbarung einer thematischen Arbeitsteilung und Verantwortung haben stattgefunden und bisher zu folgendem Ergebnis geführt:

 

Cloud Computing

 

  • Cluster Supporter: IBM Deutschland GmbH, Microsoft Deutschland GmbH, jcatalog Software AG, Fraunhofer ISST

Koordinator des Thema-Netzes: Prof. Dr. Jakob Rehof, Fraunhofer ISST

 

Flächendeckende Breitbandversorgung

  • Regionale Schwerpunkte: HSK, Kreis Borken, Grenzregion NRW / NL
  • Cluster Supporter u.a.: Deutsche Telekom AG, Städte- und Gemeindebund, ECO e.V.

Koordinator des Thema-Netzes: Prof. Dr. Stephan Breide, Breitbandkompetenzzentrum NRW

 

IT Security

  • Regionaler Schwerpunkt: Raum Bochum / Gelsenkirchen
  • Cluster Supporter: Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit an der Ruhr-Uni Bochum, ruhr networker e.V.

Koordinator des Thema-Netzes: Dr. Christopher Wolf, HGI Bochum

 

Smart Cities

  • Regionale Schwerpunkte: Arnsberg, Kamp-Lintfort, Köln

Koordinator des Thema-Netzes: Franz-Reinhard Habbel, DSTGB

 

Geodaten

  • Regionale Schwerpunkte: Geoinformationsinitiative der Region Bonn,
  • Geoinformationscluster Münsterland, Ruhrschiene
  • Cluster Supporter: CFGI GbR, Wirtschaftsförderung Stadt Bonn

Koordinator des Thema-Netzes: Heinz Brüggemann, GeoBasis NRW

 

Mobile Communications

  • Regionale Schwerpunkte: Mobile Communication Cluster Niederrhein, IKT Rhein-schiene, Mobile Stadt Dortmund
  • Cluster Supporter: Deutsche Telekom AG, Vodafone D2 GmbH, E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG, Materna GmbH, ECO e.V., ruhr networker e.V.

Koordinator des Thema-Netzes: Prof. Dr. Ingo Wolff, IMST GmbH

 

RFID und Sensornetzwerke

  • Regionaler Schwerpunkt: Rhein-Ruhr-Region
  • Cluster Supporter: MGI Metro Group Information Technology GmbH, GUS, Group AG & Co. KG, IMST GmbH, Fraunhofer IML, InnoZent OWL e.V.

Koordinator des Thema-Netzes: Prof. Dr. Michael ten Hompel, Fraunhofer IML

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8. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und internationale Vernetzung

Verschiedene Projekte und Aktivitäten von IKT-Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen in Europa werden durch das Clustermanagement unterstützt. In den letzten Jahren gab es Kooperationen mit Partnern aus Irland, Spanien, Frankreich, Schweden, Lettland, Belgien und den Niederlanden.
Aktuelle internationale Projekte:


"RAAS RFID Jetzt"

Das Clustermanagement IKT.NRW unterstützt aktiv das niederländisch-deutsche Interreg IVA Projekt " RAAS RFID Jetzt" (RFID Applications and Support). Das Projekt will kleinen und mittelständischen Unternehmen in der euregio rhein-maas-nord und der Euregio Rhein-Waal den Einstieg in die RFID-Technologie ermöglichen und die Euregio zu einer der führenden RFID-Regionen entwickeln.
Ziel ist es, mit individuellen Machbarkeitsstudien, Kosten-Nutzen-Analysen oder Business Cases für ausgewählte Geschäftsprozesse aufzuzeigen, welche Vorteile und Risiken mit der Implementierung von RFID-Anwendungen für das einzelne Unternehmen verbunden sind. Dazu werden auf einer Web-Kommunikationsplattform Branchen- und themenspezifische Leitfäden, Best-Practice-Beispiele und leicht nachahmbare Copy-Cat-Projekte vorgestellt. Zudem präsentieren sich Unternehmen als Umsetzungspartner auf der RFID-Kompetenzplattform den KMU aus den Zielbranchen Textil, Agrologistik, Logistik, Lebensmittel und Gesundheit.
Die Projektpartner wollen bis Ende 2012 den Unternehmen den Weg für einen erfolgreichen RFID-Einstieg ebnen und auch über das Projektende hinaus Strukturen für eine grenzüberschreitende Technologieregion schaffen.


Intercluster-Kooperation IKT.NRW / Loire Numérique

Das Clustermanagement IKT.NRW hat gemeinsam mit dem französischen IKT-Cluster Loire Numérique und weiteren französischen Partnern im April 2010 ein Treffen von nordrhein-westfälischen und französischen IKT-Unternehmern organisiert.
Im Departement de la Loire (Saint Etienne) verfügen derzeit 90 Prozent der Unternehmen über einen High Speed Internetanschluss auf Glasfaserbasis (FTTx). Aufgrund dieser technologischen Voraussetzungen steigen auch die Anforderungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aber auch von Privatanwender an wettbewerbsfähige Dienstleistungs- und Softwareangebote. Aus diesem Grund haben sich mehrere französische Unternehmen der Region zusammengeschlossen, um IKT-Services anzubieten, die das Breitbandnetz mit dem Einsatz von SaaS ausreizen.
In Dortmund wurden exemplarisch drei Projekte, die im Rahmen des Europäischen Programms INNO-Nets für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation initiiert wurden, vorgestellt. Außerdem wurde ein weiterführender Austausch zwischen den beiden Clustern eingeleitet, der im Rahmen eines gemeinsam angestrebten Europäischen Projekts in eine engere Kooperation überführt werden soll.

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Clustermanagement

Prof. Dr.-Ing. Ingo Wolff
Clustermanager
IMST GmbH
Carl-Friedrich-Gauß-Str. 2-4
47475 Kamp-Lintfort
Deutschland
Tel.: +49 2842 981-0
ingo.wolff(at)ikt.nrw.de 

Monika Gatzke
Bergische Universität Wuppertal
FB E - Druck- und Medientechnologie
Campus Freudenberg, Gebäude FO
Rainer-Gruenter-Str. 21
42119 Wuppertal
Tel.: +49 202 439-1035
monika.gatzke(at)ikt.nrw.de 

Michael Fromm
Bergische Universität Wuppertal
FB E - Druck- und Medientechnologie
Campus Freudenberg, Gebäude FO
Rainer-Gruenter-Str. 21
42119 Wuppertal
Tel.: +49 202 439-1036
michael.fromm(at)ikt.nrw.de 

www.ikt.nrw.de

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