Fachkräftemangel im Kreativsektor
Die Prognosen einer Arbeitsmarktkonferenz vom 25. Januar 2012 der Agentur für Arbeit Köln zeichnen ein erstaunliches Bild. Bereits im Jahr 2020 wird in der Kreativwirtschaft jede fünfte Stelle unbesetzt sein, im Medienbereich sogar jede vierte Position.
Ausschlaggebend für das Urteil sind Einschätzungen zum demografischen Wandel und den Arbeitsbedingungen der Branche. Auch in der Kreativbranche zeichne sich derzeit eine Überalterung der Erwerbstätigen ab. Außerdem sei die Branche stark konjunkturabhängig und Festanstellungen in vielen Bereichen eher eine Seltenheit.
Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist für Köln ein wichtiger Wirtschaftszweig. Etwa jeder 10. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeitet in diesem Bereich, genau 50.440 wurden hier Ende 2010 gezählt. Daher mahnt Roswitha Stock, Vorsitzende der Geschäftsführung bei der Kölner Arbeitsagentur, die Betriebe mehr auszubilden und ruft Selbstständige dazu auf, sich ständig weiterzubilden. Um Kölns Position als Medien- und Kreativstandort langfristig zu stärken, setze die Stadt besonders auf die Beratung bei Existenzgründungen sowie auf Arbeitsräume zu günstigen Mietpreisen, so Konrad Peschen, Leiter der Stabsstelle Medien.


