Ressourceneffizienz
Umweltschutz und wirtschaftlicher Wettbewerbsvorsprung zugleich
Der Bedarf an ökologischen Innovationen und an ressourcen- und energieeffizienten Produkten und Produktionstechniken ist immens. Durch die optimale und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen können im Unternehmen hohe Einsparpotentiale erzielt und zukunftsfähige Entwicklung ermöglicht werden.
Letzte Aktualisierung: 03.01.2013
Inhalt:
1. Trends, Potenziale und Herausforderungen
Die Wahl des „passenden“ technologischen Konzeptes für eine bestimmte Anwendung (sei es ein Produkt oder Prozess) bietet Unternehmen umfangreiche Möglichkeiten ressourceneffizienter und damit kostengünstiger zu Wirtschaften. Zudem kann eine langfristig größere Versorgungssicherheit mit zentralen Ressourcen sowie höhere Umweltverträglichkeit erzielt werden. Eine höhere Ressourceneffizienz kann grundsätzlich sowohl mit bekannten und neuen Technologien als auch mit „low tech“ und „high tech“ bzw. mit geschickten Kombinationen erreicht werden. Große Potenziale liegen besonders in den
rohstoffnahen Industrien mit hohem Primärmaterialeinsatz (z.B. Verarbeitung von mineralischen Rohstoffen, Herstellung von chemischen Grundstoffen),
rohstoffintensiven Produktionsbereichen, bei denen Rohstoffe wie Eisen oder Aluminium mengenmäßig ins Gewicht fallen,
Bereichen, in denen seltene Rohstoffe für eingesetzte hochwertige Technologien unersetzbar sind (z.B. hochreine Tonerden für die Keramikherstellung),
Bereichen, in denen Querschnittstechnologien zum Einsatz kommen.
Quelle: FhG-IAO
2. Ziele und Strategien für NRW
Promotor des Themas Ressourceneffizienz in NRW ist der Cluster Umwelttechnologien. Das Clustermanagement hat branchenbezogene Ressourceneffizienztechnologien und -dienstleistungen zu einem der Schwerpunktthemen der Clusterinitiative gemacht. Denn Ressourceneffizienz bedeutet Umweltschutz und Wettbewerbsvorsprung zugleich. Es geht um die Reduzierung des Rohstoffbedarfs, um Wiederverwertung von Reststoffen und die Reduktion von Schadstoffen. Zahlreiche Hebel der Verfahrens-, Material-, System- und Steuerungsoptimierung gilt es zu adressieren. Neben Ansätzen aus dem Maschinenbau kommen interdisziplinäre Impulse aus der Bio-, Nano- und Umwelttechnik.
Die Effizienz-Agentur NRW (EFA) ist der erste Ansprechpartner für produzierende Unternehmen in Nordrhein-Westfalen zum Produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS) und zum ressourceneffizienten Wirtschaften. Seit ihrer Gründung 1998 auf Initiative des NRW-Umweltministeriums ist die EFA ein kompetenter, verlässlicher und neutraler Partner für den Mittelstand, der als leistungsfähige Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit agiert. Bis heute hat sie über 750 Projekte zur Effizienzsteigerung in und mit kleinen und mittleren Unternehmen initiiert und begleitet. 20 Mitarbeiter setzen sich in Duisburg und den sechs EFA-Regionalbüros Aachen, Bergisches Städtedreieck, Bielefeld, Münster, Siegen und Werl gemeinsam mit Fachpartnern dafür ein, dass Unternehmen von den Vorteilen des ressourceneffizienten Wirtschaftens profitieren können.
3. Arbeitsschwerpunkte und Projekte der Cluster
AutoCluster.NRW
Um in der Automobilindustrie eine ökologische und ökonomische Trendwende einzuleiten, sind ganzheitliche innovative Ansätze zu verfolgen. Zum einen muss das Produkt einem durchdachten gesamten Konzept unterliegen, welches den Rohstoffverbrauch während der Produktlebenszeit minimiert. Darüber hinaus lässt sich der Rohstoff- und Energieverbrauch während der Produktion durch geeignete schlanke und kostenoptimierte Produktionssysteme reduzieren.
4. Highlights
Nachhaltigkeit: Zentrale Herausforderung für die Kunststoffindustrie

Kunststoff.NRW - Der Weg zu einer besseren Energie- und Ressourceneffizienz in der Kunststoffverarbeitung sowie die Sicherheit der Rohstoffversorgung für die Kunststoffindustrie standen im Fokus einer gemeinsamen Veranstaltung des Vereins kunststoffland NRW, der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) und des Kunststoff-Instituts für die mittelständische Wirtschaft NRW.
Eidechsenhaut als Vorbild für Werkstoffoberflächen

Kunststoff.NRW, NMW.NRW - Aachen. Reibung und Verschleiß beeinflussen die Lebensdauer sich bewegender Teile und den Wirkungsgrad technischer Systeme entscheidend. Allein in Deutschland entstehen dadurch Kosten in Höhe von etwa 4,5 % des Bruttoinlandproduktes. Chemiker vom Institut DWI – Interactive Materials Research an der RWTH in Aachen erzeugen Kunststoffe mit noppenartiger Oberfläche, minimieren so den Abrieb und verbessern die Ressourceneffizienz.
5. Weitere Informationen
- Landescluster alt
- Energieforschung alt
- Energiewirtschaft alt
- Automotive alt
- Kunststoff alt
- Umwelttechnologien alt
- Landescluster
- Maschinenbau/Produktionstechnik
- Umwelttechnologien
- Cross-Innovationen
- Elektromobilität
- Elektromobilität in Nordrhein-Westfalen
- Leitmärkte
- Material- und Umweltwissenschaften



