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NRW-Clusterstrategie fokussiert auf Leitmärkte der Zukunft

Letzte Aktualisierung: 17.01.2013

1. Clusterpolitik in Nordrhein-Westfalen

ExzellenzNRW ist Teil der Leitmarktstrategie am Wirtschafts- und Innovationsstandort Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, ein günstiges Umfeld für Innovationen zu schaffen und das Land als Kompetenzzentrum zur Bewältigung der globalen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Herausforderungen zu etablieren. Die Landescluster sind durch ihre Katalysatorfunktion ein wichtiges Instrument zur Erschließung von Leitmärkten und damit bei der Umsetzung der Leitmarktstrategie.

Cluster

ExzellenzNRW bündelt die 16 Landescluster: AutoCluster.NRW, BIO.NRW, CHEMIE.NRW, CREATIVE.NRW, Cluster Energieforschung, EnergieRegion.NRW, Ernährung.NRW, Cluster Gesundheitswirtschaft, IKT.NRW, Kunststoff.NRW, Logistik.NRW, MEDIEN.NRW, MedizinTechnik.NRW, NanoMikro+Werkstoffe.NRW, ProduktionNRW und Umwelttechnologien.NRW. In ihren Themenfeldern arbeiten die Landescluster mit je 5-10 regionalen und/oder thematischen Clustern und Netzwerken zusammen

Inhaltliche Schwerpunkte/ Leitmärkte

Die Landescluster entwickeln ihre Schwerpunkte im Rahmen der Innovationsstrategie auf den Leitmärkten "Maschinen- und Anlagenbau", "Neue Werkstoffe", "Mobilität und Logistik", "Informations- und Kommunikationswirtschaft", "Energie- und Umweltwirtschaft", "Medien und Kreativwirtschaft", "Gesundheit" und "Life Sciences". In den einzelnen Leitmärkten arbeiten mehrere Cluster zusammen, denn erfolgreiche Innovationen am Industriestandort NRW sind vor allem an den Schnittstellen der Cluster zu erwarten

Vorteile für Unternehmen/ Teilnehmer

Die Cluster unterstützen die Kooperation von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Öffentlicher Hand. Durch die Identifikation und Profilierung von Zukunftsthemen und eine intensive Zusammenarbeit der Akteure zur Erschließung weltweiter Leitmärkte, wird in den Clustern eine besondere Innovations- und Wachstumsdynamik ausgelöst, die das Potenzial hat, einen substanziellen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen wie Klimawandel oder demografischer Entwicklung zu leisten.

Instrumente / Leistungen der Clusterarbeit

  • Maßnahmen zur Identifizierung relevanter Leitmärkte der Zukunft (Radarberichte, Strategieprozesse etc.)
  • Initiierung und Begleitung von Kooperationsprojekten zur Erschließung der Leitmärkte
  • Beteiligung an Aktivitäten der Außenwirtschaftsförderung
  • Verknüpfung von Nachfrage- u. Angebotsseite  z.B. durch Ideenmanagement oder Open Innovation)
  • Impulse für die Gestaltung von Rahmenbedingungen

Organisationsstruktur

Das Clustersekretariat ExzellenzNRW ist im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen tätig.

 

Für die Umsetzung der NRW-Clusterpolitik sind folgende Ministerien verantwortlich:

  • Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr (MWEBWV)
  • Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF)
  • Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV)
  • Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter (MGEPA)
  • Staatskanzlei (Stk)

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2. Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk

Mit der Clusterpolitik will die Landesregierung wirtschaftliches Wachstum und den Wandel der Wirtschaft zu einer kreativen Ökonomie befördern. Eine kreative Ökonomie ist die Dachmarke für alle Prozesse, die Marktvorsprünge durch Differenzierung sichern helfen. Ziel der kreativen Ökonomie ist es, aus den weltumspannenden Megatrends der Zukunft wie Mobilität, Technologisierung, demographische Entwicklung oder der Klimawandel Ideen für intelligente Produkte und neue, komplexe Lösungen abzuleiten. 

Die Cluster sollen solche kreativen Prozesse initiieren und dazu dichte Verbünde von einander ergänzenden Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und dazu passenden Akteuren wie zum Beispiel Kreditinstitute oder Bildungseinrichtungen knüpfen. Denn heute kann kaum ein Unternehmen allein das Wissen generieren, das notwendig ist, um zeitnah die Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung in marktfähige Produkte umzusetzen. Die Cluster sollen die Standortqualität erhöhen und die Unternehmen an den Standort binden, aber auch die hier erbrachten Spitzenleistungen nach außen kommunizieren.

Das Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk ist federführend für die Cluster:

 

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3. Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung

Die Stärkung der Spitzenforschung ist ein zentraler Baustein der nordrhein-westfälischen Innovationspolitik. Denn bis 2015 will Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit den meisten Beschäftigten und den höchsten Investitionen in Forschung und Entwicklung werden. Dabei setzt Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Clusterpolitik auf eine gezielte Forschungs- und Technologieförderung, die sich auf vier Schwerpunkte konzentriert:

  • Biotechnologie 
  • Energie- und Umweltforschung 
  • Medizinische Forschung/ Medizintechnik 
  • Nano-/Mikrotechnik/ Innovative Werkstoffe   

Auf diesen Zukunftsfeldern hat das Land die Chance, vorhandene Forschungsstärke zu Spitzenpositionen auszubauen; Fördermittel erreichen hier die größtmögliche Hebelwirkung. Alleine in den vergangenen drei Jahren hat Nordrhein-Westfalen mit 19 neuen Spitzenforschungseinrichtungen, High-Tech Laboren und Denkfabriken enorm an Wissenschaftsexzellenz in diesen Bereichen gewonnen.

Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung ist federführend für folgende Cluster:

 

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4. Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz

Die Umweltwirtschaft in Nordrhein-Westfalen nimmt bereits heute eine im Bundesvergleich wie auch auf den internationalen Märkten starke Position ein. Sie ist eine der wichtigsten Branchen in Nordrhein-Westfalen. Rund 3.500 zumeist mittelständische Unternehmen mit über 250.000 Beschäftigten bieten Produkte und Dienstleistungen im Bereich der Umwelttechnik und Ressourceneffizienz an. Die Umweltwirtschaftsstrategie Nordrhein-Westfalens zielt darauf ab, die starke Position in der Umweltwirtschaft – auch mit Blick auf den Export – weiter auszubauen und damit die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens zum Vorreiter für ein ressourcen- und energieeffizientes sowie klimaschutzorientiertes Wirtschaften zu machen.

Das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz ist federführend für die Cluster:

 

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5. Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter

Als erstes Bundesland fördert Nordrhein-Westfalfen Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und sonstige Akteure des Gesundheitswesens umfassend als Verbund, der die gesamte Wertschöpfungskette umfasst. Der Cluster „Gesundheitswirtschaft und anwendungsorientierte Medizintechnologie“ soll gezielt als innovatives und selbst tragendes Netzwerk entwickelt werden, das heute als wichtige Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg gilt. Wie im Ruhrgebiet erarbeitet das Gesundheitsministerium auch gemeinsam mit den Regionen Münsterland, Ostwestfalen-Lippe, Köln/Bonn und Aachen regionale Entwicklungskonzepte, um die Förderung der Gesundheitswirtschaft konsequent vor Ort zu verankern.

Die elektronische Gesundheitskarte und die elektronischen Arzt- und Apothekerausweise werden derzeit in der bundesweit größten Testregion Bochum-Essen getestet. Ab dem Jahr 2015 soll jeder Bürger in Nordrhein-Westfalen elektronische Patientenakten auf der Grundlage einer europaweit einzigartigen Sicherheitstechnologie nutzen können.

Die Landesregierung plant eine landesweit Einrichtung, die das gesundheitswirtschaftliche Wissen und Können in einem „Netzwerk der Exzellenzen“ zusammenführt und von der in enger Kooperation mit bedeutenden internationalen Instituten möglichst kräftige Impulse für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in Nordrhein-Westfalen ausgehen sollen.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter ist federführend für das Cluster Gesundheitswirtschaft.

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6. Staatskanzlei

Nordrhein-Westfalen ist ein innovatives und kreatives Land. In kaum einem anderen Bundesland gibt es solch eine Dichte medienwirtschaftlicher Unternehmen. Die Förderung des Medienstandortes Nordrhein-Westfalen ist eine Aufgabe, die direkt beim Ministerpräsidenten angesiedelt ist. Sie umfasst die Weiterentwicklung des Medienrechts, die Vergabe von Rundfunkfrequenzen und die Begleitung der Digitalisierung des Rundfunks, beispielsweise beim DVB-T. Das Cluster Medien.NRW hat zum Ziel, diese Führungsposition zu sichern und weiter auszubauen, indem die vorhandenen Potentiale noch besser vernetzt und genutzt werden.

Die Staatskanzlei ist federführend für das Cluster Medien. Die Federführung innerhalb der Staatskanzlei liegt bei dem Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien.

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Aktuelle Ausgabe des Clustermagazins

NRW Wirtschaftsbericht 2012