Ressourceneffizienz
Umweltschutz und wirtschaftlicher Wettbewerbsvorsprung zugleich
Der Bedarf an ökologischen Innovationen und an ressourcen- und energieeffizienten Produkten und Produktionstechniken ist immens. Durch die optimale und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen können im Unternehmen hohe Einsparpotentiale erzielt und zukunftsfähige Entwicklung ermöglicht werden.
Letzte Aktualisierung: 1.4.11
Inhalt:
1. Trends, Potenziale und Herausforderungen
Die Wahl des „passenden“ technologischen Konzeptes für eine bestimmte Anwendung (sei es ein Produkt oder Prozess) bietet Unternehmen umfangreiche Möglichkeiten ressourceneffizienter und damit kostengünstiger zu Wirtschaften. Zudem kann eine langfristig größere Versorgungssicherheit mit zentralen Ressourcen sowie höhere Umweltverträglichkeit erzielt werden. Eine höhere Ressourceneffizienz kann grundsätzlich sowohl mit bekannten und neuen Technologien als auch mit „low tech“ und „high tech“ bzw. mit geschickten Kombinationen erreicht werden. Große Potenziale liegen besonders in den
rohstoffnahen Industrien mit hohem Primärmaterialeinsatz (z.B. Verarbeitung von mineralischen Rohstoffen, Herstellung von chemischen Grundstoffen),
rohstoffintensiven Produktionsbereichen, bei denen Rohstoffe wie Eisen oder Aluminium mengenmäßig ins Gewicht fallen,
Bereichen, in denen seltene Rohstoffe für eingesetzte hochwertige Technologien unersetzbar sind (z.B. hochreine Tonerden für die Keramikherstellung),
Bereichen, in denen Querschnittstechnologien zum Einsatz kommen.
Quelle: FhG-IAO
2. Ziele und Strategien für NRW
Promotor des Themas Ressourceneffizienz in NRW ist der Cluster Umwelttechnologien. Das Clustermanagement hat branchenbezogene Ressourceneffizienztechnologien und -dienstleistungen zu einem der Schwerpunktthemen der Clusterinitiative gemacht. Denn Ressourceneffizienz bedeutet Umweltschutz und Wettbewerbsvorsprung zugleich. Es geht um die Reduzierung des Rohstoffbedarfs, um Wiederverwertung von Reststoffen und die Reduktion von Schadstoffen. Zahlreiche Hebel der Verfahrens-, Material-, System- und Steuerungsoptimierung gilt es zu adressieren. Neben Ansätzen aus dem Maschinenbau kommen interdisziplinäre Impulse aus der Bio-, Nano- und Umwelttechnik.
Die Effizienz-Agentur NRW (EFA) ist der erste Ansprechpartner für produzierende Unternehmen in Nordrhein-Westfalen zum Produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS) und zum ressourceneffizienten Wirtschaften. Seit ihrer Gründung 1998 auf Initiative des NRW-Umweltministeriums ist die EFA ein kompetenter, verlässlicher und neutraler Partner für den Mittelstand, der als leistungsfähige Schnittstelle zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit agiert. Bis heute hat sie über 750 Projekte zur Effizienzsteigerung in und mit kleinen und mittleren Unternehmen initiiert und begleitet. 20 Mitarbeiter setzen sich in Duisburg und den sechs EFA-Regionalbüros Aachen, Bergisches Städtedreieck, Bielefeld, Münster, Siegen und Werl gemeinsam mit Fachpartnern dafür ein, dass Unternehmen von den Vorteilen des ressourceneffizienten Wirtschaftens profitieren können.
3. Arbeitsschwerpunkte und Projekte der Cluster
AutoCluster.NRW
Um in der Automobilindustrie eine ökologische und ökonomische Trendwende einzuleiten, sind ganzheitliche innovative Ansätze zu verfolgen. Zum einen muss das Produkt einem durchdachten gesamten Konzept unterliegen, welches den Rohstoffverbrauch während der Produktlebenszeit minimiert. Darüber hinaus lässt sich der Rohstoff- und Energieverbrauch während der Produktion durch geeignete schlanke und kostenoptimierte Produktionssysteme reduzieren.
4. Highlights
21 neue Technologien für die Mobilität der Zukunft

AutoCluster.NRW, EnergieRegion.NRW - Die Sieger des 5. Innovationswettbewerb des Network of Automotive Excellence (NoAE) stehen fest. Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, zeichnete die 21 Gewinner in Düsseldorf aus. Auf dem 5. NoAE Projekttag wurden sie einem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Veranstalter waren das Network of Automotive Excellence (NoAE), das Wirtschaftsministerium NRW und die EnergieAgentur.NRW.
„Route der Elektromobilität“ stellt sich vor

EnergieRegion.NRW - Die "Route der Elektromobilität" aus NRW, ein Verbund von 175 Partnern in 50 Projekten zum Thema Elektromobilität entlang des Linienverlaufs des RE1 von Aachen bis Dortmund, wurde nun offiziell als Bewerbung zum "Schaufenster Elektromobilität" eingereicht.
Belastungsangepasste Strukturbauteile für Automobile

AutoCluster.NRW, NMW.NRW - Trotz großer Anstrengungen ist es den Automobilherstellern in den vergangenen Jahren nicht gelungen, die Fahrzeugmassen signifikant zu reduzieren. Stattdessen ist durch viele neue Komfort- und Sicherheitsanforderungen eher ein Gewichtsanstieg zu verzeichnen.
Jahrestagung ExzellenzNRW 2011

ExzellenzNRW - Im Rahmen der Jahrestagung diskutierten mehr als 700 Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft sowie Wirtschaftsförderer, Mitarbeiter von Transfereinrichtungen, Verbänden und Kammern die Perspektiven der Clusterpolitik. In sieben Fachforen wurden ausgewählte Themenfelder der Zusammenarbeit, in denen das Land bereits heute eine Vorreiterrolle übernimmt, diskutiert: Cloud Computing und Logistik, Organische Elektronik, Social Media, die Zukunft der elektrischen Netze, Elektromobilität und Leichtbau, Ressourceneffizienz, Alzheimer Demenz - Neurodegenerative Erkrankungen.
InnovationCity Ruhr

EnergieRegion.NRW - Die InnovationCity Ruhr wird eine Stadt oder ein Stadtteil des Ruhrgebiets mit Vorbildcharakter: Durch den Einsatz innovativer Produkte in den Segmenten Industrie, Wohnen, Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Verkehr wird die Energieeffizienz gesteigert und der CO2-Ausstoß vermindert. Das Gesamtprojekt wird über eine Laufzeit von zehn Jahren ca. 2,5 Mrd. Euro an Investitionen benötigen.
Mit intelligenten Netzen und Elektromobilität zu mehr Energienutzen und Effizienz

IKT.NRW, EnergieRegion.NRW - Smart Grids und das „Internet der Energie“ stehen für eine zukunftsweisende, effiziente und dezentrale Strominfrastruktur. Hier wird moderne Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Steuerung, Kostensenkung und Erhöhung der Versorgungssicherheit eingesetzt. Durch ein optimales Management von Stromerzeugung, Stromtransport, Energiespeicher und Energieverbrauch wird ein Gleichgewicht im Energiehaushalt erreicht.
RWTH StreetScooter

AutoCluster.NRW - Die RWTH Aachen University stellt im Rahmen einer Gesamtfahrzeugentwicklung ihr Elektrofahrzeugkonzept mit dem Arbeitstitel „StreetScooter“ vor. Es handelt sich hierbei um eine kostengünstige Elektrofahrzeugfamilie für den urbanen Verkehr, die als modulares Baukastensystem aufgebaut ist. Kernziel ist die Schaffung eines serientauglichen Fahrzeuges bei minimalen Herstellungskosten, um die Vorteile des Elektrofahrzeuges einer breiten Masse zugänglich zu machen. Durch eine Forschungs- und Entwicklungsallianz mit der Industrie werden erste Prototypen im Jahr 2011 für die Fahrzeuggesamttests zur Verfügung stehen, die Produktion einer Kleinserie erfolgt 2012.
SuperLIGHT-CAR: Energieeffizienz durch Multi-Material-Leichtbau

AutoCluster.NRW - Nach rund vierjähriger Laufzeit ist kürzlich das europäische Verbundprojekt SuperLIGHT-CAR (SLC) zu Ende gegangen. Ziel der insgesamt 37 Partner aus neun Ländern der Europäischen Union war die Entwicklung einer Leichtbaukarosserie für ein Großserienfahrzeug. Dabei sollte durch den intensiven Einsatz unterschiedlicher Materialien eine Gewichtseinsparung von mindestens 30 % bei vertretbaren Zusatzkosten erzielt werden. Als Projektpartner aus NRW hat das Institut für Kraftfahrzeuge (ika) der RWTH Aachen University als Mitglied des Projekt-Führungskreises seine langjährigen Erfahrungen auf dem Gebiet des Multi-Material-Leichtbaus einbringen und ausbauen können.
RWE präsentiert im Ruhrgebiet die „Tankstelle der Zukunft“

AutoCluster.NRW - RWE weihte in Essen die erste Elektro-Tankstelle eines langfristigen Stromversorgungsprojekts ein. Die Errichtung von Ladestellen für Elektrofahrzeuge in Deutschlands Ballungszentren stellt den Startschuss für ein europaweites Netz an Ladepunkten dar. Unter der Beteiligung des ADAC, Siemens, des Mobilitätsdienstleisters Sixt sowie Deutschlands führendem Parkraumanbieter APCOA wird nun zunächst Deutschlands Ladeinfrastruktur ausgebaut.
Roll out vom BOcruiser

AutoClusterNRW - Seit 1999 werden von Studierenden der Hochschule Bochum Solarfahrzeuge entwickelt, die ausschließlich mit der Energie der Sonne angetrieben werden.
5. Weitere Informationen
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