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3. NRW Nano-Konferenz informierte über Nanomaterialien, Nanoenergie und organische Elektronik

Harald Cremer, Clustermanager NanoMikro+Werkstoffe.NRW, NRW-Innovationsministerin Svenja Schulze und Udo Mager, Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Dortmund (v.l.).

NMW.NRW - Am 9. und 10. September bot die 3. NRW-Nano-Konferenz rund 600 Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ein Forum, um sich branchenübergreifend über die bestehenden Einsatzbereiche und Potenziale der Nanotechnologie auszutauschen. Ausrichter im Kongresszentrum der Dortmunder Westfalenhallen waren neben dem Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, der Wirtschaftsförderung Dortmund und der Cluster  NanoMikro+Werkstoffe.NRW. Dieser wertet die Veranstaltung in einer Pressemitteilung als Erfolg.

 

Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen eröffnete - nach einem ausgiebigen Rundgang durch die Begleitausstellung mit 60 Unternehmen und Instituten - die Konferenz und stellte die Strategien der neuen Landesregierung auf dem Gebiet der Nanotechnologie vor.

 

Interdisziplinärer Austausch

In sogenannten Tandem-Vorträgen haben Wissenschaftler und Repräsentanten aus der Wirtschaft aktuelle und zukünftige Projekte präsentiert. Dabei wurde u. a. aus der Unternehmensperspektive gezeigt, welche langen Wege wissenschaftliche Innovationen mitunter gehen müssen, um in ein Produkt zu münden. Konsens bestand darüber, dass erfolgreicher Technologietransfer eine wichtige Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit von Standorten ist. Am zweiten Konferenztag wurden vertiefende Workshops zu einzelnen Themen angeboten. Die Referenten haben mit zahlreichen Beispielen gezeigt, in welchen Bereichen es Möglichkeiten zur interdisziplinären Zusammenarbeit gibt und welche Potenziale in den einzelnen Technologiefeldern liegen. In Podiumsdiskussionen, die den Abschluss des zweiten Konferenztags gebildet hat, ist über die Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien gesprochen worden. Zudem wurde der Wunsch formuliert, in Zukunft weiterhin Kompetenzen zu bündeln und NRW zusätzlich zu seiner bundesweiten Spitzenposition auch weltweit als anerkannten Standort für die Nanotechnologie zu etablieren.

Begleitausstellung zeigt Anwendungsfelder

Zusätzlich zur Konferenz haben sich rund 60 Firmen aus NRW auf einer begleitenden Ausstellung präsentiert und gezeigt, wie breit und zukunftsfähig die Anwendungsbereiche und Produktentwicklungen der Nanotechnologie sind. Sie reichen von antimikrobakteriellen Autositz-Textilien und kratzfesten Beschichtungen bis zu so genannten OLEDs – organischen Leuchtdioden, die Licht abgeben sobald sie unter Strom gesetzt werden. OLEDs gelten mit Blick auf die zunehmende Verknappung natürlicher Ressourcen als Lichtquelle der Zukunft weil sie wenig Strom verbrauchen. Zur Ressourceneffizienz trägt auch die Thermoelektrik bei – hier wird verlorene Wärmeenergie in Strom zurückverwandelt. Neue, nanoskalige Materialien versprechen auch hier einen deutlich höheren Wirkungsgrad.

 

Firma aus Mühlheim gewinnt Wettbewerb

Erstmals fand in diesem Jahr ein Wettbewerb für Firmenpräsentationen statt. Elf Aussteller der Begleitausstellung präsentieren sich und ihre Technologien einer Fachjury. Gewinner des Wettbewerbs wurde der F&E-Dienstleister TO•VISION aus Mülheim an der Ruhr. Das im Jahr 2001 gegründete Unternehmen kann sich nun über eine kostenlose Teilnahme am European Venture Summit am 6. und 7. Dezember in Düsseldorf freuen, wo sich das Unternehmen dann potenziellen Investoren präsentieren kann.

Ein weiteres Highlight auf der Ausstellungsfläche war der Stand von Phillips Lumiblade, auf dem die kreativ in Szene gesetzte OLED Lichttechnologie zum Anziehungspunkt für Fachbesucher und Presse wurde. Im Tandemvortrag „Organische LEDs: die Zukunft der Lichterzeugung“ stellte Dr. Dietrich Bertram von der Philips Lighting GmbH aus Aachen gemeinsam mit Prof. Klaus Meerholz von der Universität Köln die innovative Technologie näher vor. 

 

Landescluster NanoMikro+Werkstoffe.NRW

Der Landescluster NanoMikro+Werkstoffe.NRW (NMW) repräsentiert und betreut die nordrhein-westfälische Unternehmens- und Forschungslandschaft in den Bereichen Nanotechnologie, Mikrosystemtechnik sowie Innovative Werkstoffe. Ziel des Clusters NMW ist es, das Land Nordrhein-Westfalen national und international zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum im Bereich der Nano-, Mikro- und Werkstofftechnologie zu machen. Dazu gehört die Schaffung eines innovationsfördernden und beschleunigenden Umfelds gleichermaßen wie eine strategische Profilschärfung. Die Fachbesucher konnten sich im Rahmen von Vorträgen, Firmenpräsentationen und einer umfassenden Begleitausstellung einen Überblick über Themen wie Nanomaterialien, Nanoenergie und organische/druckbare Elektronik verschaffen.

 

Kontakt

Nicola Roeb

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Cluster NanoMikro+Werkstoffe.NRW

Merowingerplatz 1

40225 Düsseldorf

Tel.: +49 (0) 211385459-12

Fax.: +49 (0) 211385459-19

nicola.roeb@nmw.nrw.de

www.nmw.nrw.de