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Branchenforum Logistikimmobilien und -flächen NRW

Logistik.NRW - Am 28.06.2011 fand in den Räumen der IHK zu Köln das zwischenzeitlich dritte Branchenforum Logistikimmobilien und -flächen des LogistikClusters NRW statt. Fazit des Forums: Die Krise ist auch im Bereich der Logistikimmobilien vorbei, im Bereich der grünen Gebäudetechnik fehlen noch viele Erfahrungen und die Akzeptanz von Logistikansiedlungen muss erhöht werden.

 

Zunächst begrüßte Dr. Ulrich S. Soénius, Geschäftsführer Standortpolitik, Verkehr, Unternehmensförderung der IHK Köln, die anwesenden Experten aus Logistik und Immobilienwirtschaft. Er wies in seiner Begrüßung auf die nach wie vor vorhandenen Akzeptanzprobleme für Logistikprojekte hin. Als anschauliches Beispiel dafür nannte er den in Köln umstrittenen Ausbau des Godorfer Hafens, selbst für ein solches Projekt, das den Verkehr auf den Straßen entlasten könnte, ist es schwer einen gesellschaftlichen Konsens herzustellen. Er rief daher alle anwesenden Kölner auf sich an der Bürgerbefragung zu diesem Thema am 10.07.2011 zu beteiligen. Peter Abelmann, Geschäftsführer des clustertragenden LOG-IT Club e. V., nahm in seiner anschließenden Begrüßung diesen Punkt der „Akzeptanz“ von Logistikansiedlungen auf und wies nochmals auf das vom Cluster erarbeitete Ansiedlungshandbuch Logistik hin, das auch Argumentationshilfen für die politische Diskussion enthält.


Der erste Fachvortrag des Nachmittags zum Thema „Finanzierung von Logistikimmobilien“ wurde von Herrn Dirk-Bernd Bremkamp, Inhaber der Bremkamp Consulting, Hattingen gehalten. Herr Bremkamp veranschaulichte den Teilnehmern die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten für Logistikimmobilien von einer Eigenfinanzierung per Bankkredit bis hin zu Off-Balance-Finanzierungen. Deutlich wurde vor allem, dass es bei diesem Thema keinen Königsweg gibt, sondern die Finanzierung von Logistikimmobilien immer sehr individuell auf den Einzelfall abgestimmt werden muss.
Der zweite Fachvortrag zum Thema „Grüne Logistik in Logistikimmobilien“ kam anschließend von Herrn Manfred Rauschen vom Öko-Zentrum NRW in Hamm. Herr Rauschen stellte unter anderem die Kriterien einer Zertifizierung von Logistikimmobilien nach dem Standard der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen vor. Deutlich wurde in seinem Vortrag, dass sich vorhandene Nachhaltigkeitsstandards meist nicht für Logistikimmobilien eignen und sich die Branche daher noch mehr mit diesem Thema beschäftigen sollte.
Nach einer Kaffeepause, die die anwesenden Teilnehmer ausgiebig für Networking und Fachgespräche nutzten, begann eine ausführliche Diskussionsrunde mit dem Titel: „Logistikimmobilienmärkte 2011+ Wohin geht die Reise?“ moderiert von Clustermanager Peter Abelmann.
Im Impulsvortrag durch das LogistikCluster NRW wurde zunächst deutlich, dass die derzeitige Lage der Branche äußerst positiv eingeschätzt wird. Im Jahr 2010 wurden in NRW immerhin 900.000 m² Logistikfläche geschaffen, damit lag der Neubau zwar unter den Werten von 2009 – allerdings wurden insbesondere im 4.Quartal 2010 viele Projekte angestoßen, die nun 2011 realisiert werden. Ein für NRW herausragendes Projekt ist in diesem Zusammenhang die Neuansiedlung von Amazon in Rheinberg. Die Einschätzungen des Clustermanagements zur Lage wurden von den Diskussionsteilnehmern einhellig bestätigt.
In der Diskussionsrunde, die hochkarätig besetzt war, wurden neben der Einschätzung der Lage vor allem die Themen Nachhaltigkeit, Flächenverfügbarkeit thematisiert. Teilnehmer der Diskussion waren Ulrich Wippermann, Köster Bau, Bielefeld; Holger Sieweke, Goodman Germany GmbH; Mark Possekel, Logvocatus GmbH / Lagerflaeche.de; Kay A. Espey, L.W. Cretschmar GmbH & Co. KG; Stefan Brimmers, greenfield development GmbH; Florian Kolodziejczak, BNP Paribas Real Estate GmbH und Kerstin Gross, Duisburger Hafen AG.
Im Themenbereich Nachhaltigkeit wurde einmal mehr deutlich, dass der Bau von nachhaltigen Logistikgebäuden sicher eine wichtige Zukunftsaufgabe ist, deren Bau und Betrieb jedoch nicht teurer sein darf als bei konventionellen Gebäuden. Wichtig ist hier aber nicht nur die Gebäudetechnik, sondern auch die „richtige“ Lage des Logistikzentrums, um so möglichst viel Verkehr zu vermeiden.
In NRW liegen die wichtigsten (Top-)Logistikstandorte in oder an den Ballungs-zentren der Rhein- und Ruhrregion. Allerdings werden dort die verfügbaren Grundstücke knapper, weshalb zwischenzeitlich auch andere Standorte an Bedeutung gewinnen.
Einig waren sich am Ende der Diskussion alle Teilnehmer darüber, dass wenn von außen (z. B. Eurokrise) keine negativen Einflüsse auf die Konjunktur einwirken, schon heute für den Logistikimmobilienmarkt ein gutes Jahr 2012 prognostiziert werden kann.

 

Kontakt

Logistik.NRW

Peter Abelmann
Tel.: 0221- 931 78 11
Fax: 0221- 931 78 78
p.abelmann(at)sci.de


Dr. Christoph Kösters
Tel.: 0251 6061410
Fax: 0251 6061414
Verband(at)vvwl.de

 

Christian Beßler

Tel.: 0221- 931 78 20

Fax: 0221- 931 78 78
c.bessler(at)sci.de