„CleanTechNRW“ – Initiative für den Schutz des Klimas

- Auf dem Bild zu sehen sind von links: Dr. Ingo Gaida (Clustermanager CleanTechNRW), Dr. Tony Van Osselaer (Bayer AG) als Vertreter der Chemie-Industrie, Frau Ministerin Svenja Schulze (Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW) als Vertreterin des Landes NRW, Prof. Dr. Andreas Pfennig (RWTH Aachen) als Repräsentant der Akademia in NRW, Dr. Bernward Garthoff (Clustermanager BIO.NRW und somit Vertreter der KMUs), Dr. Manfred Kircher (Cluster Industrielle Biotechnologie CLIB 2021)
BIO.NRW, CHEMIE.NRW - Wirtschaft und Wissenschaft in Nordrhein-Westfalen bündeln ihre Kräfte für den Klimaschutz. Dazu ist am Donnerstag in Köln die Initiative „CleanTechNRW“ offiziell zum Spitzencluster-Wettbewerb des Bundes an den Start gegangen. Die von der nordrhein-westfälischen Landesregierung unterstützte Initiative verbindet Großkonzerne aus Schlüsselindustrien des Landes mit kleinen und mittleren Unternehmen, insbesondere der Bio-Technologie wie Direvo, Evocatal, Protagen oder Phytowelt, sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Ziel sind unter anderem nachhaltige, CO2-arme Produkte und Verfahren und neue Energielösungen.
Zu den ersten Mitgliedern von „CleanTechNRW“ gehören die Unternehmen Evonik, Henkel, Lanxess, RWE und ThyssenKrupp sowie der Bayer-Konzern, der die Federführung übernommen hat. Die Initiative setzt vor allem auf Konvergenz und den Know-how-Austausch: Industrieübergreifendes Arbeiten am Klimaschutz erhöht signifikant die Kompetenz, zu nachhaltigen Problemlösungen zu kommen.
Im Einzelnen will „CleanTechNRW“ dazu beitragen, in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland die Versorgungssicherheit zu erhöhen sowie die Ressourcen- und Energieeffizienz zu verbessern. Dies dient dem Ziel, den hohen Lebensstandard zu sichern und attraktive Stellen zu schaffen. Dabei will die Initiative kurz- und langfristig von den stark wachsenden globalen Cleantech-Märkten profitieren und auch einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung auf globaler Ebene leisten.
Ende März wird „CleanTechNRW“ dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eine Projektskizze überreichen und damit in den Spitzencluster-Wettbewerb eintreten. Die fünf Gewinner erhalten Fördermittel in Höhe von jeweils 40 Millionen Euro über fünf Jahre. Im Gegenzug verpflichten sie sich, ihrerseits mindestens noch einmal dieselbe Summe zur Verfügung stellen.
Die nordrhein-westfälische Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung, Svenja Schulze, begrüßte die Kandidatur auf dem CleanTechNRW-Forum 2011 in Köln: „Die Landesregierung freut sich über diese Initiative unserer Industrie. Wir werden den Spitzencluster CleanTechNRW nach Kräften unterstützen.“ Ferner betonte Schulze: „Wenn sich unter dem Titel ´Industrielle Klimaschutz-Technologien` Spitzenunternehmen aus NRW in den Bereichen Chemie, Energie, Stahl und Biotechnologie mit führenden Universitäten, Hochschulen und innovativen Kleinunternehmungen und Mittelständlern des Landes für eine solche Kandidatur zusammenschließen, dann ist das beispielhaft und muss einfach gefördert werden.“
Die Bayer AG in Leverkusen war von Anfang an die treibende Kraft des Projekts. Dr. Tony Van Osselaer, Vorstandsmitglied von Bayer MaterialScience, erklärte dazu: „Außergewöhnliche Herausforderungen erfordern außergewöhnliches Engagement und besondere Anstrengungen. Wir möchten aktiv dazu beitragen, dass NRW und Deutschland auch in Zukunft eine führende Rolle im Bereich der industriellen Klimaschutz-Technologien innehaben.“
Informationen zum Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung
Ein Kernelement der Hightech-Strategie für Deutschland ist der Brückenschlag zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Laut Bundesforschungsministerin Annette Schavan gilt es, im globalen Wettbewerb immer ein Stück besser und schneller zu sein als andere: „Forschungsergebnisse mit Innovationspotenzial müssen erkannt und am Markt umgesetzt werden. Gleichzeitig gilt es, für die Zukunft relevante Forschungsfragen zu formulieren und hierzu Lösungen zu erarbeiten. All dies setzt eine starke Partnerschaft aus Wirtschaft, Akademia und anderen beteiligten Einrichtungen voraus. Um diese wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Herausforderungen gezielt anzugehen, wurde der Spitzencluster-Wettbewerb in Deutschland ins Leben gerufen.“



