Innovationspreis 2010 des Landes Nordrhein-Westfalen für Prof. Dr. Klaus Meerholz
NMW.NRW - Der Cluster NanoMikro+Werkstoffe.NRW gratuliert Prof. Dr. Klaus Meerholz, Lehrstuhlinhaber am Institut für Physikalische Chemie der Universität zu Köln, zum Erhalt des diesjährigen Innovationspreises 2010. „Wir freuen uns besonders, dass Prof. Meerholz als international anerkannter Experte auf dem Gebiet der gedruckten Organischen Elektronik den Preis in der Kategorie „Innovation“ erhält, so Harald Cremer, Landesclustermanager NanoMikro+Werkstoffe.NRW.
Der vom Innovationsministerium ausgelobte und mit 100.000 Euro dotierte Preis wird in diesem Jahr zum dritten Mal für herausragende marktrelevante Forschungsergebnisse und innovative Produkte und Dienstleistungen verliehen.
„Prof. Meerholz besitzt die Fähigkeit, Synergien verschiedener Forschungsfelder kreativ und visionär zu nutzen. Seine Entwicklungen haben eine große wirtschaftliche Relevanz, durch sie können zukünftig organische Leuchtdioden für eine Serienproduktion hergestellt werden“, so Cremer. Das ist auch der Grund, warum sich der Cluster NanoMikro+Werkstoffe.NRW gemeinsam mit dem Cluster Chemie.NRW entschlossen hat, Prof. Meerholz als Kandidaten für den Innovationspreis vorzuschlagen.
In der Organischen Elektronik werden organische Substanzen als aktive Materialien in elektronischen Bauteilen verwendet. Für die organischen Leuchtdioden (OLED) wurde unter maßgeblicher Beteiligung von Prof. Meerholz eine neue Materialklasse und damit verbundene Prozessierungsmethoden entwickelt. Sie ermöglichen nicht nur völlig neue Anwendungsfelder, sondern auch eine deutlich kostengünstigere Serienproduktion von OLEDs. Prof. Meerholz wurde von einer Jury unter dem Vorsitz des Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Dr. Peter Gruss, ausgewählt. Das Preisgeld kann für die Finanzierung zukünftiger Forschungsarbeiten oder für die Verwertung der Forschungsergebnisse verwendet werden.
Die weiteren Preisträger sind Prof. Dr. Günter Schwarz, Biochemiker an der Universität Köln, der den Sonderpreis in der Kategorie Innovation erhalten wird.
Er hat einen Wirkstoff zur Therapie der Stoffwechselerkrankung Molybdän-Cofaktor-Defizienz (MoCD) entwickelt. Die sehr seltene Erbkrankheit verlief bislang tödlich.
Als beste Nachwuschswissenschaftlerin wird Dr. Regina Palkovits für die "Erforschung neuer Energiequellen für die Mobilität der Zukunft" ausgezeichnet. Mit ihren Arbeiten schafft sie die Grundlagen, um neuartige Biokraftstoffe entwickeln zu können. Ihr Ziel ist es, Pflanzen als Rohstoff zu nutzen und beispielsweise aus Holzfasern flüssigen Treibstoff zu machen.
Die Begründung der Jury: "Die Forschungsergebnisse von Frau Dr. Palkovits zeigen ein hohes Maß an Kreativität, werden strengen wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht und weisen den Weg in eine Zukunft nachhaltiger Energieversorgung."
Am 15. November findet die Preisverleihung in der K21 Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen Düsseldorf statt.



