Klima-Initiative Essen gewinnt BMBF-Wettbewerb Energieeffiziente Stadt
EnergieRegion.NRW - Die "Klima-Initiative Essen - Handeln in einer neuen Klimakultur" gehört zu den fünf Gewinnern des Wettbewerbs „Energieeffiziente Stadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, wie am 15. September auf der Abschlussveranstaltung der zweiten Phase des Wettbewerbs in Berlin bekannt gegeben wurde. Lob strich die Kampagne der Ruhr-Metropole vor allem für ihren ganzheitlichen und partizipatorischen Ansatz ein.
In dem Verbundprojekt haben sich das KWI, mit dem Forschungsschwerpunkt KlimaKultur, die Stadt Essen sowie kommunale Unternehmen und Forschungsinstitute der Universität Duisburg-Essen zusammengetan, um konkrete Maßnahmen für den regionalen Klimaschutz zu entwickeln. „Wir freuen uns sehr, dass die Klimakultur so gut angekommen ist“, so KWI-Direktor Claus Leggewie. Mit dem Gewinn ist die fünfjährige Förderung des Projekts verknüpft. Das Projekt zeigt Wege auf, wie private Haushalte und Verbraucher gemeinsam mit der Stadtverwaltung, Energieversorgern und Verkehrsbetrieben Energie einsparen können. Nach Ansicht des Bundesministeriums für Bildung und Forschung liegt die Stärke des Konzepts im ganzheitlichen und partizipatorischen Ansatz sowie in der Entwicklung von neuen Dienstleistungen und Finanzierungsmodellen in den Feldern der Gebäudesanierung, Stadtentwicklung, Mobilität und erneuerbaren Energien.
Ziele
- Realisierung des -40%-Reduktionsziels des Bundes in Essen bis 2020
- Klimabewusstes Verhalten im Gebäude- und Mobilitätsbereich über die Aktivierung des Einzelnen Nutzungsoptimierung kommunaler/ wirtschaftlicher Infrastruktur
- Kommunikation und Förderung der Consumer Responsibility; Klimakultur im täglichen Handeln von Individuen, Unternehmen und Organisationen
- Kommunales Energieeffizienz-Controlling, inkl. Szenariobuilding als Planungshilfe
Handlungsfelder
Klimabewusstsein schaffen, Klimakultur erzeugen
Wer die Bevölkerung einer Stadt dazu motivieren möchte, Maßnahmen der Einsparung und Umwandlung bei Mobilität und Wohnen vorzunehmen, muss diese „mitnehmen“. Generell ist Umwelt- und Klimapolitik ein Feld, bei dem es auf die engagierte Mitwirkung strategischer Gruppen und der Allgemeinheit ankommt, um erfolgreich sein zu können.
Handlungsfeld Mobilität: der ÖPNV-Fahrgast als Klimaheld
Eine wesentliche Variable, die nachhaltigen Erfolg verspricht, liegt hier im schnelleren Ersatz des Fahrzeugaltbestandes durch energiesparsamere Fahrzeuge.
Handlungsfeld: Sanierungsdienstleistungspaket Gebäude
Entwicklung eines Dienstleistungspaketes, das von der Analyse über die Planung, Finanzierung und Realisierung alle Schritte der energetischen Gebäudesanierung aus einer Hand anbietet
Handlungsfeld: regenerative Energien
Zur effektiven CO2-Einsparung, wird der Einsatz regenerativer Energien immer mehr in den Mittelpunkt der Energieversorgung gestellt. Hierbei werden vor allem die Energieträger Bio-/Holzpellets, Holzhackschnitzel, Solarenergie / Photovoltaik, Erd- und Abwasserwärme betrachtet.
Handlungsfeld: Netzwerk energieeffizientes Essen
Vorhandene Netzwerke sollen benannt und zu einer Essener „Klimakultur“ weiterentwickelt werden.
Handlungsfeld: Energieeffizienz-Controller (EEC)
Der EEC erfasst die Summe der Energieverbräuche und CO2-Emissionen aus den genannten Verbrauchergruppen in der Stadt. Im EEC werden die Wirkungen der Einzelmaßnahmen zusammengeführt.
Konsortium
Stadt Essen
Universität Duisburg-Essen (UDE), Profilschwerpunkt Urbane Systeme, koordiniert durch: Institut für Stadtplanung & Städtebau (ISS), Geschäftsstelle Urbane Systeme / Zentrum für Logistik & Verkehr (ZLV)
TRC – Transportation Research and Consulting GmbH
Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)
Allbau AG
Essener Verkehrs-AG (EVAG)
Stadtwerke Essen



