Mit intelligenten Netzen und Elektromobilität zu mehr Energienutzen und Effizienz
IKT.NRW, EnergieRegion.NRW - Die BMWi-geförderten Projekte Smart Watts und Smart Wheels entwickeln beispielhafte Lösungsmodelle für das Internet der Energie und intelligente Elektromobilität. Ein großer Feldversuch demonstriert ab Ende 2010 die Ergebnisse in der Modellregion Aachen.
Mit intelligenten Netzen und Elektromobilität zu mehr Energienutzen und Effizienz. Smart Grids und das „Internet der Energie“ stehen für eine zukunftsweisende, effiziente und dezentrale Strominfrastruktur. Hier wird moderne Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) entlang der gesamten Wertschöpfungskette zur Steuerung, Kostensenkung und Erhöhung der Versorgungssicherheit eingesetzt. Durch ein optimales Management von Stromerzeugung, Stromtransport, Energiespeicher und Energieverbrauch wird ein Gleichgewicht im Energiehaushalt erreicht.
Dabei bildet das BMWi-Leuchtturmprogramm E-Energy zur Förderung
des Internets der Energie zugleich eine Startrampe für die Entwicklung intelligenter Elektromobilität. Denn erst mit der Integration der Fahrzeug-Batterien in ein intelligentes Netz kann die Elektromobilität ihr volles Potential entfalten.
Beide Projekte Smart Watts und Smart Wheels werden in enger Abstimmung vorangetrieben. Sie bieten mit ihren technischen Konzepten, konvergenten IKT-Diensten und Geschäftsmodellen durchgängige Lösungen für ihre jeweiligen Themengebiete und sind auf die Integration in die Infrastrukturen der örtlichen Versorger und Stadtwerke abgestimmt.
Smart Watts
Neue Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft, der Fortschritt in der Informationstechnik und ein verändertes Kundenbewusstsein bieten Chancen für neue Ideen und Produkte in der Energieversorgung. Das Förderprogramm E-Energy der Bundesregierung entwickelt und erprobt in 6 Modellregionen neue Ansätze zur Optimierung der Energieversorgung durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). „Smart Watts“ ist eines der geförderten Projekte. Unter dem Dach „Smart Watts“ entwickelt ein Konsortium aus 6 Unternehmen zusammen mit anderen namhaften Partnern ein zeitgemäßes, wettbewerbs- und unbundlingkonformes Informations- und Steuerungsmodell für das Energiesystem der Zukunft.
Die Konsortialpartner bringen unterschiedliche, sich ergänzende Kompetenzen in den verschiedenen Bereichen der Energiewirtschaft mit. Durch die Definition einzelner Teilprojekte werden diese Kompetenzen gebündelt. Es entstehen gezielte Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft. Verbunden werden die einzelnen Teilsysteme durch eine gemeinsame Architektur. Auf dieser aufbauend entwickeln die Partner die Systeme zur Optimierung von Geschäftstentscheidungen, Abwicklung von Handelstransaktionen, Messwert- und Nachrichtenaustausch und zur Gerätesteuerung. Unterstützt von neuen Tarifmodellen wird die Modellregion diese Elemente in einem praktischen Versuch Ende 2010 zusammenführen.
Komponenten und Akteure des Smart Watts Projekts:
- Smart Architecture (Forschungsinstitut für Rationalisierung e.V. (FiR) an der RWTH Aachen)
- Smart Portfolio (PSI Buchwald & Büsing GmbH)
- Smart Market (Soptim AG)
- Smart Metering (utilicount GmbH & Co. KG)
- Smart Demand (Kellendonk Elektronik GmbH)
- Feldversuch in der Modellregion Aachen (STAWAG Stadtwerke Aachen)
Smart Wheels
Das Projekt „Smart Wheels“, unter der Leitung der Aachener FEV Motorentechnik GmbH, setzt auf die Entwicklung und Erforschung von Geschäftsmodellen und konvergenten IKT-Dienste zur Verbreitung von Elektromobilität durch die Integration in das „Internet der Energie“ und die Infrastruktur von Stadtwerken. Demonstriert wird die „Mobilität im Internet der Energie“ in der E-Energy-Modellregion Aachen. Es erfolgt eine starke Abstimmung und Kooperation mit „E-Tour Allgäu“.
Die im Projekt „Smart Watts“ entwickelten Ansätze für ein intelligentes Energiesystem der Zukunft werden so erweitert, dass die Verbreitung von Elektromobilität durch eine konvergente Netzintegration der Elektrofahrzeuge ebenso wie durch innovative Geschäftsmodelle für einen flächendeckenden und intermodalen Ausbau gefördert wird.
Letztlich sollen die Lösungen dazu führen, dass Elektromobilität für die Nutzer komfortabler und wirtschaftlich attraktiver wird. Insbesondere das „Internet der Energie" wie auch die darauf aufbauenden informationslogistischen Konzepte für mobile Verbraucher werden für eine IKT-gestützte Elektromobilität erweitert.



