Nanotechnologie im öffentlichen Diskurs
NMW.NRW, Chemie.NRW - Düsseldorf, 24. September 2010 – Rund 60 Gäste aus Wissenschaft und Wirtschaft haben gestern in Düsseldorf am Workshop „Nano – wie erkläre ich es meinem Kunden“ teilgenommen. Die Veranstaltung, die von den Landesclustern NanoMikro+Werkstoffe.NRW und Chemie.NRW ins Leben gerufen wurde, hat vor allem kleineren und mittleren Unternehmen eine Plattform geboten, um sich über den derzeitigen Stand der Forschung und der Kommunikation über Nano zu informieren.
„Wir wollen Erzeugern und Verarbeitern aktiv die Möglichkeit zum Austausch geben und hoffen, dass die Erkenntnisse des Workshops von unseren Gästen in die eigene Kommunikation integriert werden können“, so Harald Cremer, Clustermanager NanoMikro+Werkstoffe.NRW.
Zahlreiche Experten haben aus der Praxis berichtet und Anregungen für eine offene Kommunikation auch innerhalb der Wertschöpfungskette gegeben. Dabei wurde durchgehend für einen transparenten Umgang mit dem Thema plädiert. Zudem haben nahezu alle Referenten den Wunsch nach einer allgemein gültigen Definition der Nanotechnologie formuliert. Einen Überblick über den aktuellen Stand der Sicherheitsforschung hat Dr. Klaus-Michael Weltring, Geschäftsführer der Gesellschaft für Bioanalytik e. V. in Münster, vermittelt. Es wurde klar, dass gerade die Industrie durch eine Beteiligung an der Sicherheitsforschung aktiv Vertrauen in der Öffentlichkeit gewinnen kann. Auch Experten zum Thema Innovationskommunikation haben Einblicke in ihre Arbeitspraxis gegeben. Boris Mackrodt, Berater für Innovationskommunikation und Partner der PR-Agentur Fink&Fuchs hat gemeinsam mit Alexander Gerber, Managing Partner bei innokomm, gezeigt, wie Kommunikation als oft unterschätzter Innovationstreiber entlang der Wertschöpfungskette wirken kann. Nach einer lebhaften Podiumsdiskussion war klar: Nano ist so komplex, dass die Frage, wie kommuniziere ich das Thema nach außen, noch viel Gesprächsbedarf enthält. In Zukunft werden weitere Veranstaltungen zu diesem Thema folgen.



