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Neue Standards für die dezentrale Energieversorgung

© CEF.NRW - Energieforschung in Nordrhein-Westfalen. Beispielhafte Innovationen

CEF.NRW - Die Vorteile einer dezentralen Energieversorgung liegen auf der Hand: Die Nähe zum Endverbraucher ermöglicht verlustarme kurze Übertragungswege. Auch regenerative Energien können in dezentralen Stromnetzen effektiv genutzt werden. Das Forschungsprojekt SMEDEA an der TU Dortmund soll jetzt Wege und Standards erarbeiten, wie die gemessenen Daten von neuen elektronischen Zählern, welche ab 2010 auch dem Endkunden angeboten werden müssen (die sogenannten Smart Meter), für die Steuerung und den wirtschaftlichen Betrieb vernetzter dezentraler Energieerzeuger genutzt werden können.

In der praktischen Umsetzung sehen sich die Wissenschaftler mit einer Fülle von Problemen konfrontiert, die in diesem Zusammenhang ein optimales Zusammenwirken von Zählerdatenverarbeitung, Netzplanung und Netzbetrieb verhindert. Die informationstechnische Vernetzung der Komponenten stellt eine große technologische Herausforderung dar, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Hersteller von elektronischen Zählern derzeit unterschiedliche Kommunikationsstandards verwenden. Hierfür gilt es, Standards und Konzepte zu entwickeln und diese in der Praxis zu erproben. Zusätzlich müssen z. B. auch datenschutzrechtliche Implikationen berücksichtigt werden.

Der Projektpartner Energieversorgung Oelde GmbH wird die Inbetriebnahme eines Smart-Metering-Netzes mit ca. 150 einzelnen Zählern durchführen. Dieses Pilotprojekt wird als Grundlage für die Feldversuche verwendet. Die zeitnahe automatische Verbrauchsdatenerfassung wird durch die EVB Energie AG realisiert. Die Testumgebung in den Labors des Lehrstuhls für Energiesysteme und Energiewirtschaft der TU Dortmund bietet die Plattform für die theoretischen Untersuchungen, bevor die Anlagen im Netz installiert werden. Die Ergebnisse des Pilotprojekts sollen zu 100 Prozent auf herkömmliche Netze übertragbar sein und deren Wirtschaftlichkeit als auch den effizienten Einsatz der dezentralen Energieerzeugung wesentlich verbessern.

Redaktion:16. Nov. 2009
 

Kontakt

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Christian Rehtanz
Technische Universität Dortmund
Tel.: 0231/755-2396
E-Mail christian.rehtanz(at)tu-dortmund.de

Weitere Informationen:

TU Dortmund
Lehrstuhl für Energiesysteme und Energiewirtschaft