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NRW-Unternehmen setzen Maßstäbe in Nachwuchswerbung

ProduktionNRW - Die Initiative ‚Erlebnis Maschinenbau’ hat sich zu einem festen Bestandteil der Nachwuchswerbung von nordrhein-westfälischen Maschinenbauern entwickelt.  
Das besondere an Erlebnis Maschinenbau ist, dass es sich um eine von der Wirtschaft selbst getragene und organisierte Initiative handelt, um dem Nachwuchsmangel mit unternehmerischem Engagement proaktiv zu begegnen. Jedes Jahr stellen die teilnehmenden Unternehmen ein attraktives Programm bestehend aus praktischen Experimenten, von Azubis durchgeführten Betriebsführungen, praktischen Übungsarbeiten und Fragerunden für die teilnehmenden Schüler, Studenten und Lehrer zusammen.

Mit Erfolg, denn seitdem die Initiative im Juli 2002 ins Leben gerufen wurde, hat sie sich kontinuierlich zu einer festen Institution in der nordrhein-westfälischen Nachwuchswerbung entwickelt: beteiligten sich 2002 17 nordrhein-westfälische Unternehmen an der Aktion, sind es heute mittlerweile ca. 130 Unternehmen, die Schülern einen Einblick in die innovative Hightech-Branche des Maschinenbaus bieten. 2007 wurde Erlebnis Maschinenbau sogar im bundesweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet.

Ziel ist es, den Maschinenbau als Zukunftsbranche und als attraktiven Arbeitgeber, der Zukunftsperspektiven bietet, vorzustellen. Potenzielle Nachwuchskräfte sollen ein Gefühl dafür bekommen, welche Tätigkeiten Ingenieure und Fachkräfte in den Unternehmen ausführen, und wie spannend Technik ist. Im Gegenzug dazu können Unternehmen Ausbildungsmarketing betreiben und Erlebnis Maschinenbau zur konkreten Nachwuchswerbung nutzen. Einmal geknüpfte Kontakte können über das Jahr intensiviert und ausgebaut werden.


Unsichtbares sichtbar gemacht: Ingenieurleistungen
Hans-Joachim Günther, technischer Leiter der PlaTeG GmbH in Siegen, versucht seit Jahren, durch gezielte, praxisnahe Veranstaltungen dem „heftigen Personaldefizit“ zu begegnen. „Die Leute sehen immer nur die Endprodukte. Dass dahinter aber geniale Ingenieurleistungen stecken, übersehen die meisten. Wir haben in den letzten zehn Jahren einigen hundert Schülern zeigen können, dass der Maschinenbau eine hoch innovative und sehr spannende Branche ist. Wenn ich den jungen Leuten erläutere, dass es das Handy in ihrer Tasche ohne Ingenieure und Techniker nicht gäbe, werden sie meistens nachdenklich. Einige von ihnen haben sich später um einen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz beworben, andere haben wir dann als Studenten wiedergesehen.“

Praxis vermittelt Realitätscheck

Unternehmen, die sich seit vielen Jahren bei Erlebnis Maschinenbau engagieren, wissen um den positiven Effekt der Initiative und haben mitgeholfen, sie in die Regionen zu tragen. Frank Opitz, Ausbildungsleiter bei DEUTZ AG erklärt: „Es geht nicht um ein spezielles Berufsbild. Die Jugendlichen sollen die Möglichkeit bekommen, anhand kleiner technischer Übungen, einen Einblick in das gesamte Spektrum unserer Ausbildungsberufe zu erhalten. Ausbildung ist eine Investition in die Zukunft. Im Rahmen von Erlebnis Maschinenbau können die Jugendlichen hier einen ersten Schritt tun."

„Nur wenige Schüler haben heute eine konkrete Vorstellung von den Berufen des Ingenieurs oder Mechatronikers“, ergänzt Matthias Eichler, Head of Marketing bei BOGE: „Wir möchten Erlebnis Maschinenbau dazu nutzen, handfeste Informationen über die Anforderungen und Perspektiven dieser Berufe geben.“

Insbesondere die Praxisnähe der Angebote wird von vielen Teilnehmern geschätzt, weil sie ein realistisches Bild des Maschinenbaus zeichnet. „Unsere Lehrwerkstatt ist für Schüler besonders interessant, weil sie unseren eigenen Azubis hier direkt über die Schulter schauen und Fragen stellen können“, sagt Carl Martin Welcker, geschäftsführender Gesellschafter der Alfred H. Schütte GmbH & Co KG, Werkzeugmaschinenfabrik, Köln.

Die Firma CENTA Antriebe Kirschey GmbH in Haan sieht die Teilnahme an Erlebnis Maschinenbau als Investition in die Zukunft. „Dank des ‚Realitätschecks’, den Erlebnis Maschinenbau bietet, wird die Zahl der Ausbildungsabbrecher reduziert und die Azubis schließen ihre Ausbildung mit dem gleichen Engagement wie zum Ausbildungsstart ab und bleiben uns auch danach noch als motivierte Arbeitskräfte für unsere Teams erhalten,“ sagt Bernd Kirschey, geschäftsführender Gesellschafter von CENTA Antriebe.

 

Kontakt

ProduktionNRW

Cluster Maschinenbau/Produktionstechnik

c/o VDMA NRW

Mörsenbroicher Weg 200

40470 Düsseldorf

 

Annette Petereit

Tel. 0211/7687748-21

annette.petereit(at)produktion.nrw.de

 

Weitere Informationen

www.erlebnis-maschinenbau.de