Applikationszentrum für Oberflächentechnik

- Unternehmen können neue Techniken erproben, bekannte Techniken optimieren und Muster seriennah, schnell und flexibel herstellen
Kunststoff.NRW - Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid verfügt seit 2005 über ein Applikationszentrum für Oberflächentechnik. Es wurden Anlagen für verschiedenste Beschichtungstechnologien installiert, die es erstmalig ermöglichen, Funktions- und Dekorbeschichtungen seriennah herzustellen für:
- Prototypenherstellungen
- Erst-Bemusterungen und
- Kleinserien
Kernpunkt des Zentrums bilden eine Roboter-Lackieranlage, eine Kunststoff-Galvanik und eine Anlage zur Beschichtung mittels Cubic Print /Digital-Direktdruck. Zusätzlich wurden verschiedene Bedruckungstechniken, ein Laser und Strahlanlagen installiert. Auch die Prüf- und Analysetechnik wurde entsprechend aufgerüstet.
Im Rahmen des Technologietransfers werden Applikationsmöglichkeiten für innovative Oberflächenbehandlungsverfahren aufgezeigt. Mit praktischen Tests an entsprechenden technischen Einrichtungen können die Unternehmen Einsatzmöglichkeiten überprüfen. Sie können so bei Erstbemusterungen und bei der Herstellung von Kleinserien neue Oberflächentechnologien anwenden, ohne selbst im ersten Schritt große Investitionen tätigen zu müssen oder laufende Serienproduktionen zu tangieren. Weiter sind praktische Schadensanalysen und damit die Sicherung von laufenden Prozessen möglich. Darüber hinaus werden seitens des Instituts Entwicklungskapazität und technologisches Know-how angeboten.
Auf ihrer Homepage bietet das Kunststoff-Institut Lüdenscheid zu den Applikationsverfahren umfangreiche weitere Informationen wie Videos und Präsentationen an, die als kostenloser Download bereitgestellt werden und frei nutzbar sind.
http://www.applikationszentrum.de
Mit dem Aufbau des Zentrums wurde Anfang des Jahres 2004 begonnen und er wurde 2006 abgeschlossen. Am 27.September 2005 hat die offizielle Eröffnung des AOT stattgefunden. Das gesamte Projektvolumen betrugt ca. 1,6 Mio. Euro - davon allein ca. 1,0 Mio. Euro an Investitionen. Das Projekt wurde zum Teil vom Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Technologie- und Innovationsprogramm NRW (TIP) und der Trägergesellschaft des Kunststoff-Instituts für die mittelständische Wirtschaft NRW GmbH gefördert.


