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Preisverleihung European Energy Award

Energiespargold für 26 Kommunen und zwei Kreise

EnergieRegion.NRW - Bottrop/Wuppertal. "Die Füchse kommen zurück in die Städte - allerdings sind es die Energiesparfüchse." Dieses Fazit der Laudatorin und Kabarettistin Anka Zink charakterisierte augenzwinkernd die Leistung der 28 Kommunen und Kreise, die jetzt den European Energy Award (EEA) aus der Hand von NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel in Bottrop erhielten. Rund 400 Gäste wollten bei der von der EnergieAgentur.NRW organisierten Verleihung dabei sein.

"Der European Energy Award ist eine Erfolgsgeschichte. Über 100 Kommunen und Kreise unseres Landes unterziehen sich diesem kontinuierlich kontrollierten Energiemanagement - die Ergebnisse geben ihnen und der EnergieAgentur.NRW recht", formulierte NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel, der mit Anka Zink und Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, 28 mal einen Award verlieh, den die Preisträger bei Nachlassen in den Energiesparbemühungen theoretisch auch wieder verlieren können. "Jede Kommune, die hier mitmacht, weiß, dass wir sie in regelmäßigen Abständen wieder überprüfen werden, denn Klimaschutz ist eine Daueraufgabe," sagte Lothar Schneider. Umso schöner seien die Awards, die nach erfolgreicher Überprüfung bestätigt werden können.

Rund ein Viertel der NRW-Kommunen nimmt damit inzwischen an diesem europaweiten Zertifizierungsverfahren teil. Damit liegt Nordrhein-Westfalen nicht nur im nationalen Vergleich mit Vorsprung an der Spitze (gefolgt von Baden-Württemberg), sondern mischt auch im europäischen Vergleich ganz vorne mit. Lediglich die Schweiz - seit 20 Jahren beim EEA aktiv - hat mehr Teilnehmer aufzuweisen. "Der European Energy Award ist ein bewährtes Instrument des Landes, das Städten und Gemeinden bei der systematischen Erschließung ihrer Nachhaltigkeitspotenziale hilft", so der Minister.

"Going for Gold"
Den EEA in Gold mit mehr als 75% aller zu erreichenden Punkte erhielten Bottrop, Saerbeck, Bielefeld und Düsseldorf. Der EEA (mit mehr als 50%) ging an Borgholzhausen, Castrop-Rauxel, Dormagen, Duisburg, Dülmen, Essen, Everswinkel, Greven, Hagen, Heiden, Hemer, Herne, Hilchenbach, Ibbenbüren, Mülheim an der Ruhr, Nottuln, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg,
Schloß Holte-Stukenbrock, Siegen, Telgte und Wuppertal. Erstmals wurden mit den Kreisen Gütersloh und Warendorf auch zwei Kreise mit dem EEA ausgezeichnet. In Nordrhein-Westfalen wurden in den vergangenen Jahren bereits 64 Kreise, Städte und Gemeinden mit dem Preis ausgezeichnet.
Auch in diesem Jahr rechnet die EnergieAgentur.NRW mit steigenden Teilnehmerzahlen.

Projekte: So vielseitig wie die Kommunen selbst
Im Kreis Gütersloh steht die energetische Altbausanierung im Fokus. In Bottrop verweist man auf 40% weniger Energie durch ein strategisches Energiemanagement und auf 15,5 Gigawattstunden Strom - produziert durch das Faulgas einer Kläranlage, Borgholzhausen setzt auf einen Nahwärmeverbund, Dormagen und Castrop-Rauxel erzeugen Solarstrom im großen Stil, Duisburg überzeugt mit seinem Stadtentwicklungsprojekt Duisburg 2027, Rietberg punktet mit einem Klimapark, Saerbeck als NRW-Klimakommune hat ein innovatives Umweltbildungskonzept - den Energie-Erlebnispfad - dies sind nur wenige Stichworte auf einer langen Liste guter Taten.

Zum Beispiel Bielefeld
Seit 2002 nimmt Bielefeld teil und ist damit sozusagen "EEA-Urgestein". Bielefeld war neben Wuppertal und Solingen Pilotkommune. Inzwischen ist die ostwestfälische Metropole mit Gold zertifiziert und mehrfach bestätigt. Insbesondere die Verzahnung des eea® mit dem Bielefelder Handlungsprogramm Klimaschutz und dem europäischen Projekt "covenant of mayors" hat zu weitreichenden Synergieeffekten geführt. Zur Unterstützung der energetischen Gebäudesanierung wurden von der Stadt eine eigene Beratungsstelle und ein Förderprogramm zur Qualitätssicherung installiert und der KlimaTisch e.V. mit Handwerkern, Architekten und Beratern, die sich auf energetische Sanierung spezialisiert haben, gegründet. Die örtlichen Stadtwerke haben zudem den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent vorangetrieben: ein Holzkraftwerk, eine Biogasanlage, PV-Anlagen und ein Wärmeatlas für alle Gebäude im Stadtgebiet zur Optimierung des Fernwärmenetzes belegen dies.

Zu jeder Kommune hat die EnergieAgentur.NRW auf ihren Internetseiten ein energetisches Portrait zu den Gewinnerkommunen und -kreisen veröffentlicht.