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Siemens- Forschungsbereich an der RWTH Aachen startet

Kooperation im Themenbereich „Nachhaltige Gewinnung seltener Rohstoffe“ wird mit sechs Millionen Euro gefördert

Bild: Siemens AG

ExzellenzNRW - Siemens und die RWTH Aachen wollen gemeinsam den weltweit ersten externen Siemens-Forschungsbereich realisieren. Für dieses anspruchsvolle, auf vier Jahre angelegte Forschungsvorhaben stellt Siemens insgesamt sechs Millionen Euro zur Verfügung. Start ist der 1. Januar 2012, mindestens neun Promotionen sollen im Rahmen des Siemens-Forschungsbereichs entstehen.

 

Die RWTH Aachen ist eine von weltweit acht strategischen Partneruniversitäten im Programm „Siemens Center of KnowledgeInterchange“ mit dem Kürzel CKI. Ziel des CKI-Programmes ist der Aufbau und die Förderung eines F&E-Netzwerks zwischen den beteiligten Einrichtungen, sowie die Identifikation und Bearbeitung von gemeinsamen Forschungsthemen.

 

„Eine Kooperation diesen Umfangs und mit einem so anspruchsvollen Forschungsprogramm ist auch für die bei Industriekooperationen sehr gut aufgestellte RWTH Aachen eine Premiere. Ich freue mich, dass Siemens und die RWTH diesen wichtigen Schritt in der Zusammenarbeit jetzt umsetzen konnten“, so Prof. Dr. Ernst Schmachtenberg, Rektor der RWTH, bei der Unterzeichnung des Vertragswerkes Ende Oktober.

 

Die unter dem Begriff „Seltene Erden“ zusammengefassten Materialien sind wichtige Rohstoffe in Schlüsseltechnologien und High-Tech-Produkten. Auch die Siemens AG verwendet Seltene Erden für eine Vielzahl ihrer Produkte, so beispielsweise für industrielle Antriebe, Generatoren in Windkraftanlagen oder moderne Medizintechnik-Geräte. In den derzeit angewandten Verfahren zum Abbau und zur Gewinnung von Seltenen Erden liegen nennenswerte Optimierungspotentiale hinsichtlich Nachhaltigkeit und langfristiger ökologischer Verträglichkeit. Zur dauerhaften Sicherstellung einer ausreichenden Versorgung mit diesen für die High-Tech-Industrien essentiellen Metallen müssen daher neben den Lagerstätten selbst auch die Verfahren und Prozesse der Gewinnung der Seltenen Erden in den Fokus genommen werden.

 

Diese hochaktuellen Fragestellungen greifen Siemens und die RWTH jetzt in dem neu eingerichteten gemeinsamen Forschungsbereich auf. Zielsetzung ist, Methoden und Verfahren zur umweltfreundlichen und effizienten Bereitstellung von Seltenen Erden für Permanentmagnete zu entwickeln. In insgesamt vier Themenclustern geht es dabei unter anderem um die sichere Bewertung von alternativen Lagerstätten, um die Entwicklung nachhaltiger Verfahrensweisen zur Gewinnung und Extraktion der Metalle, um Lebenszyklus-Analysen bei der Gewinnung von Seltenen Erden sowie um die Erarbeitung effizienter Methoden zum Recycling Seltener Erden.

 

Beteiligt sind vier Lehrstühle der RWTH, das Forschungszentrum Jülich sowie Experten des Siemens-Sektors Industry. Die inhaltliche Koordination des Forschungsvorhabens liegt auf der RWTH bei Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. Bernd Friedrich, Leiter des Instituts „IME Metallurgische Prozesstechnik und Metallrecycling“; bei Siemens übernimmt Prof. Dr. Dieter Wegener, Leiter der Vorfeldentwicklung im Industry Sector, die Abstimmung der beteiligten Geschäftsbereiche.

 

Kontakt

RWTH Aachen

Templergraben 55

52056 Aachen

Tel.: 0241 80-94326 und -94322

Fax: 0241 80-92324

Pressestelle(at)zhv.rwth-aachen.de

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