Urban Mining mindert die Umweltbelastungen
Umwelttechnologien.NRW - Der Verbrauch metallischer und mineralischer Rohstoffe ist weltweit wegen des enormen Wachstums der Schwellenländer und der Entwicklung neuer Zukunftstechnologien stark gestiegen. Bereits heute kommt es bei der Versorgung mit Mineralien und Metallen zu Engpässen. Die globale Nachfrage nach Spezial-Metallen und seltenen Erden wird sich nach Expertenschätzungen bis 2030 verdreifachen.
Eine Antwort auf die Herausforderungen der Rohstoffknappheit ist das Urban Mining. Mittlerweile sind Rohstoffe in größerem Umfang in Städten verbaut oder von den Betrieben und Bürgern in Nutzung als sie weltweit in den Rohstoffvorkommen der Erde zu finden sind. Jede Stadt in einem Industrieland stellt daher eine riesige potenzielle Rohstoffmine dar. Urban Mining zielt auf die Planung und nachhaltige Nutzung dieser Rohstoffvorkommen ab.
Wissenschaftler haben im Auftrag des Naturschutzbunds Deutschland errechnet, dass das Recycling unterschiedlicher Abfälle seit 1990 über 46 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart hat. Das ist rund ein Viertel dessen, was ganz Deutschland insgesamt seither an Treibhausgasen eingespart hat. Urban Mining trägt aber auch dazu bei, unseren Lebensstandard zu halten und den Motor für eine echte Kreislaufwirtschaft auf Touren zu bringen.
Für die Bereiche Kreislaufwirtschaft sowie Rohstoff- und Materialeffizienz ist weltweit für das Jahr 2020 ein Marktvolumen von 338 Mrd. Euro prognostiziert, dies entspricht einer Steigerung von ca. 135% gegenüber dem Jahre 2010. Zur weiteren Umsetzung des Kreislaufwirtschaftsgedankens (Vermeidung vor Verwertung vor Beseitigung von Abfällen) müssen die Akteure aus Produktwirtschaft, kommunaler Planung und Kreislaufwirtschaft näher zusammenrücken. Es ergeben sich dadurch neue Herausforderungen. Die Bewertung der städtischen Lagerstätten, die Verbesserung der Zugänglichkeit und Erhöhung der Wiedernutzungsquote der städtischen Materialen.
In 2011 soll dieses Thema zu einem Schwerpunkt unserer Kooperationsaktivitäten gemacht werden.



