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Windkraft aus dem Bergischen - RLE entwickelt im eze Kleinwindanlagen

EnergieRegion.NRW - Das Unternehmen RLE wähnt sich auf einem erfolgreichen Weg: Im Entwicklungszentrum für erneuerbare Energien haben sogar Abgeordnete aus Parlamenten in Chile und Mexiko ihre Visitenkarte abgegeben.

 

Overath - Das „neue Aushängeschild der rheinisch-bergischen Wirtschaft“ in Brodhausen hat sich bis nach Chile und Mexiko herumgesprochen: Im neuen Entwicklungszentrum für erneuerbare Energien (EZE), in dem 50 Mitarbeiter ihr Brot verdienen, gaben gestern Abgeordnete aus Parlamenten in den beiden Staaten ihre Visitenkarte ab - allesamt als Umweltpolitiker avisiert.

EZE entwickelt moderne Windräder. Das Mutterunternehmen RLE, das weltweit tausend Mitarbeiter an kundennahen Standorten in Europa, Asien und Amerika beschäftigt, wähnt sich auf einem erfolgreichen Weg, weil durch das vorhandene Wissen bei Themen wie Struktur, Material, Antrieb und Strömung Einfluss auf die weitere Entwicklung genommen werden kann. Stefan Rohr, RLE-Project-Leader, kam persönlich zum Besuch der Gäste.

Auch die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (RBW) freute sich über die „hochkarätigen Gäste“. Volker Suermann, stellvertretender RBW-Geschäftsführer: „Es ist großartig, dass Technologien made in Rhein-Berg jetzt sogar jenseits des Atlantiks für Aufmerksamkeit sorgen.“

Im Mittelpunkt der Informationen standen Kleinwindanlagen, die beispielsweise auf Dächern von Industriebetrieben montiert werden, um umweltfreundlichen Strom zu produzieren. Außerdem eignen sie sich auch zum Einsatz in Schwachwindregionen. Die Delegation befindet sich zurzeit auf einwöchiger Deutschland-Reise. Die Organisation liegt in den Händen der Konrad-Adenauer-Stiftung; der Landtagsabgeordnete Rainer Deppe (Overath) engagierte sich für den Besuch der Südamerikaner in der Region.

Die bedankten sich ausdrücklich für die Gastfreundschaft, besonders bei der Adenauer-Stiftung. „Das Wissen, das wir hier erworben haben, wird großen Nutzen für beide Nationen haben“, sagte ein Sprecher. Das Thema gehe alle an. Die erworbenen Informationen dienten der Debatte um das Weltklima. Auch für die deutschen Institute und Unternehmen ergäben sich positive Aspekte. Der Redner sprach von „Möglichkeiten der Kooperation und Geschäftsmöglichkeiten“.

Chile muss nach neuen gesetzlichen Bestimmungen bis 2014 fünf Prozent der Bedarfs aus erneuerbare Energien beziehen, bis 2020 sollen es sogar zehn Prozent sein. Strengere Vorgaben seien noch zu erwarten.

Mexiko hatte bisher ein Energiemonopol. Mittlerweile ist es aber möglich, dass man selbst Energie erzeugen darf, die Überschüsse sind aber dann zum Verkauf zu stellen.

Tests mit Windenergie waren in Chile fehlgeschlagen. Weil die RLE-Räder nach eigenem Bekunden „sturmsicher“ seien, waren die Produkte made in Overath besonders interessant.

Im Schatten der großen Windenergieanlagen nimmt mittlerweile der Markt kleiner Windenergieanlagen insgesamt Fahrt auf. Die steigende Nachfrage sei kein deutsches, sondern ein grenzübergreifendes Phänomen, teilte der Bundesverband Windenergie (BWE) dazu jüngst mit.

 

Kontakt

RLE INTERNATIONAL GmbH
Robert-Bosch-Straße 10
50769 Köln

Antje Schumacher

Tel.: (0)221 / 8886-514

Fax: (0)221 / 8886-502

Weitere Informationen

www.rle.de

www.rundschau-online.de