Regierung will mit Demografiestrategie Fachkräftebasis sichern
Notwendig sei dazu „vorrangig die Qualifizierung und Ausschöpfung des inländischen Arbeitskräftepotenzials, aber auch mehr qualifizierte Zuwanderung sowie die Stärkung des Forschungs- und Innovationspotenzials“, heißt es in der Vorlage. Die Regierung rechnet damit, dass vom Jahr 2020 an der Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter „deutlich schneller verlaufen“ werde als der Rückgang der Gesamtbevölkerung.
In dem Bericht heißt es, in Deutschland lebten heute 49,8 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter von 20 bis 64 Jahren. Bereits vom Jahr 2015 an sei „von einer spürbaren Verringerung“ der Bevölkerung in dieser Altersgruppe auszugehen. „Dieser Prozess wird sich ab dem Jahr 2020 nochmals beschleunigen, wenn die geburtenstarken Jahrgänge der so genannten Babyboomer-Generation aus dem Erwerbsleben ausscheiden“, heißt es weiter. Sie hinterließen „eine Lücke, die durch die in den Arbeitsmarkt eintretenden geburtenschwachen Jahrgänge nicht ausgeglichen werden kann“.
Die demografische Entwicklung in Deutschland sei durch eine kontinuierlich steigende Lebenserwartung und dauerhaft niedrige Geburtenzahlen gekennzeichnet. In der Folge komme es zu einer weiteren Verschiebung der Alterszusammensetzung der
Bevölkerung zugunsten der Älteren. „Die Bevölkerungszahl Deutschlands nimmt seit dem Jahr 2003 stetig ab und ist bis Ende März 2011 auf einen Wert von 81,7 Millionen gesunken“, schreibt die Regierung.


