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Quo vadis, Gameslandschaft NRW?

Rund 30 Experten, Kenner und Akteure der Spielewirtschaft diskutieren bei eco-Event über die Gameswirtschaft in Nordrhein-Westfalen

Mehr Kreativität, mehr Selbstbewusstsein und eine wirklich branchengerechte Finanzierung, das benötigen Games-Unternehmen in NRW. Das ist das Fazit eines Branchen-Workshops, der am 31. Januar 2012 in der Games Factory Ruhr in Mülheim/Ruhr stattfand. Auf Einladung der eco Kompetenzgruppe Games und in Kooperation mit der Game Development Initiative Ruhr (GDI) trafen rund 30 Akteure der Gamesregion NRW zusammen.

 

Nach der Begrüßung durch Ibrahim Mazari, Vorsitz der Kompetenzgruppe Games, stellte Carsten Widera-Trombach die Games Factory Ruhr vor. Der Geschäftsführer der CRENETIC GmbH Studios warf einen Blick in die Historie dieser einzigartigen Gamesschmiede, die auf 1.600 Quadratmetern eine ideale Infrastruktur für Entwickler, Dienstleister und junge Gründer anbietet. 

 

Software-/Gameswirtschaft – in Zahlen und Bedarfen
Christof Schreckenberg, Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft des Bundes für NRW, präsentierte handfeste Zahlen zur Software-/Gamesindustrie in Deutschland. Deutlich wurde, dass die Wertschöpfung im Markt sehr hoch ist: eine im Vergleich zu traditionellen Medien überschaubare Anzahl von Arbeitskräften in der Software-/Games-Industrie (rd. 250.000) erwirtschaftet einen bedeutsamen Umsatz (26,41 Milliarden Euro), Tendenz: weiter steigend. (Zahlen: BMWi, 2010)
Klare Worte fand Carsten Widera-Trombach anschließend zu dem, was “die Games-Branche wirklich braucht”. Vom gut ausgebildeten Nachwuchs über mehr Selbstbewusstsein, Kreativität oder einem neuen Netzwerk zwischen der Branche und Kapitalgebern – bei allen Punkten erntete der CRENETIC-Kopf deutliches Nicken aus dem Publikum.

Was brauchen Games-Unternehmen – jetzt und in Zukunft?
Nach einem Rundgang durch die Games Factory Ruhr und die Gründerlabore startete eine intensive Podiumsdiskussion. Wo erhalten Games-Startups und etablierte Spiele-Unternehmen eine angemessene Finanzierung? Wie lässt sich der Brain Drain in andere Regionen aufhalten? Wo kann man sich über die passende Förderung informieren?

Unter der Moderation von Stephan Reichart, Aruba Studios und Events, diskutierten Thomas Friedmann (GAME Bundesverband) und Funactics Software GmbH), Christoph Schreckenberg, Carsten Widera-Trombach und Nadia Zaboura (Mediencluster NRW) mit dem Publikum über Verbesserungsbedarf und Zukunftschancen im Gamesland NRW.

Antworten auf Herausforderungen:

  • Von der Landespolitik und der Förderbank in NRW werden neue Finanzierungsinstrumente verlangt, die der hohen Dynamik im Gamesmarkt gerecht werden – mit schnellen und flexiblen Produkten, die auch Summen im kleineren bis mittleren sechsstelligen Bereich abdecken.
  •  Die Verzahnung zwischen Kapitalgebern, Auftraggebern aus traditionellen Medienbranchen sowie Games-Experten muss intensiviert werden. Das Mediencluster NRW arbeitet nach der ADVANCE Conference 2011 an einem weiteren Networking-Format (in Kürze auf dieser Webseite).
  •  Die Finanzierungslücke, mit der sich Games-Unternehmen oft konfrontiert sehen, muss Schritt für Schritt geschlossen werden. Ein erstes Angebot ist das neue Förderprogramm “Innovative audiovisuelle Inhalte”. 5 der 14 Gewinner der ersten Runde sind Unternehmen aus dem Games-Segment. Die aktuelle Ausschreibung läuft noch bis zum 22. Februar (wir berichteten).
  • Der “Förderkompass MEDIEN NRW” bietet in nur 5 Klicks einen übersichtlichen Überblick über Fördermöglichkeiten, Finanzierungschancen, Zuschüsse und Beratungen.
  • Die Games Factory Ruhr, das Mediencluster NRW und die Film- und Medienstiftung freuen sich über Rückmeldungen, Tipps, Vorschläge aus der Gamesbranche – damit die Services, Veranstaltungen und Fördermaßnahmen die passende Wirkung entfalten können und die Landesregierung über konkrete Bedarfe der Branche informiert werden kann.
  • Um den Fachkräftebedarf auch in der Spieleindustrie deutlich zu machen, kann jedes Unternehmen noch bis zum 3. Februar an der aktuellen Umfrage teilnehmen. Damit findet die Gamesbranche ebenfalls Gehör und kann politische Maßnahmen aktiv beeinflussen.

Weitere Informationen zu den Aktivitäten der eco Kompetenzgruppe Games gibt es auf dieser Webseite.
Details zur Games Factory Ruhr finden sich auf dieser Webseite, zur Game Development Initiative Ruhr hinter diesem Link.

 

Quelle: Medien.NRW

Kategorie: Medien und Kreativwirtschaft, Landescluster, Nordrhein-Westfalen
Redaktion: 03. Feb. 2012
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