Europäische Kommission veröffentlicht „Innovation Union Scoreboard 2011“
Am 7. Februar 2012 hat die Europäische Kommission das „Innovation Union Scoreboard 2011“ (IUS) vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Zusammenstellung statistischer Indikatoren mit dem Ziel, die Innovationsfähigkeit und -tätigkeit der EU-Mitgliedstaaten sowie Kroatiens, Islands, der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Norwegens, Serbiens, der Schweiz und der Türkei zu vergleichen. Weiterhin werden Vergliche zwischen Europa und zehn anderen Weltregionen gezogen. Mit dem Scoreboard soll die Umsetzung der „Innovation Union“ als einer der Leitinitiativen der „Europa 2020“-Strategie überwacht werden.
Für die EU27 insgesamt konstatiert das IUS 2011 eine Verbesserung der Innovationsleistung innerhalb der letzten fünf Jahre. Deutschland gehört an dritter Stelle nach Schweden und Dänemark zu den sogenannten „Innovationführern“ innerhalb der Europäischen Union. Bulgarien, Lettland, Litauen und Rumänien nehmen die letzten Plätze in dem Ranking ein.
Im internationalen Vergleich verfügen Japan, die Schweiz, Südkorea und die USA über eine insgesamt bessere Innovationsleistung als die EU. Brasilien, China und Indien liegen laut der Studie zwar noch hinter der EU, jedoch nimmt ihr Abstand zu den europäischen Staaten sukzessive ab.
Neben der Gesamtleistung der EU-Mitglieder werden auch die für Innovationen relevanten Aspekte einzeln verglichen. Dabei zeigt sich, dass Deutschland nicht in allen Bereichen zu den Spitzenreitern gehört. Bei Humankapital, Forschungssystem, Finanzierung von Innovationen, Vernetzung und Unternehmertum befindet sich die Bundesrepublik im europäischen Vergleich nur im Mittelfeld.
Der Report räumt ein, dass aufgrund der eingeschränkten Datenverfügbarkeit aktuelle Einflüsse nur bedingt berücksichtigt werden konnten.
Innovation Union Scoreboard 2011 - The Innovation Union's performance scoreboard for Research and Innovation [en]


