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automotive meets communications

Marktchancen durch fahrzeugnahe Telematik-Anwendungen

© IMST GmbH

Das Auto als Netzwerkknoten im Kommunikationssystem:

Um Komfort und Sicherheit beim Fahren zu unterstützen, werden immer mehr Telematik-Funktionsbereiche in Auto und Infratstruktur integriert: 1. Human Machine Interface und Applikation, 2. Multistandard-Funkgateway, 3. Funkübertragungstechnik, 4. Fahrzeugsensorik und Fahrzeugbusse, 5. C2C Kommunikation, 6. C2I Kommunikation, 7. C2I Satellitenkommunikation und -navigation, 8. C2I Kurzstreckenfunk und 9. C2I Mobilfunk.

 

Letzte Aktualisierung: 1.4.11

1. Trends, Potenziale und Herausforderungen

Sicherheit, Zuverlässigkeit, Umweltfreundlichkeit, Komfort und Lifestyle – dies sind die Charakteristika, mit denen moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) die automobile Zukunft prägen. Dank innovativer Technologien und Entwicklungstrends bringt die IKT sowohl Fahrzeuge und Fahrer, Fahrzeuge untereinander, Fahrzeuge und Lebensräume als auch die Verkehrsinfrastruktur durch intelligente Systeme kommunikativ zusammen. Wichtige Trends und Entwicklungen wie Car2X, Satellitennavigation oder Fahrzeugsensorik waren ebenso Programmpunkte wie Verkehrsmanagement-, Fahrerassistenz- und Notrufsysteme.

Wesentliche Faktoren, die diese Entwicklung treiben, sind:

  • Durch ein geändertes ökologisches Bewusstsein und Verantwortung wird Mobilität in Zukunft anders genutzt und diese Nutzung mittelfristig verursacher- und kostenbezogen bepreist.
  • Durch die europaweite Einführung von eCall und elektronischer Maut wird zur Zeit eine Technologie standardisiert, die ähnlich wie die Entwicklung des paneuropäischen Mobilfunks globale Bedeutung erlangen kann.
  • Neue Mobilitäts- und Antriebskonzepte sind nur mit Hilfe von Telematik wirtschaftlich und effizient darstellbar.
  • Der nutzbare Verkehrsraum kann wirtschaftlich und ökologisch in Zukunft nur sinnvoll mit Hilfe von Telematik Lösungen bewirtschaftet werden.

Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind in der Automobilbranche ein wesentlicher Innovationstreiber. Der europäische Gesamtmarkt für fahrzeugnahe Telematik Services wird in 2020 ein Volumen von ca. 280. Mrd € p.a. erreichen. Dieses entspricht dem heutigen Mobilfunkmarkt. IKT-basierte Anwendungen und Lösungen stellen einen Großteil der Herausforderungen im Auto da, die nur im Schulterschluss der beiden Branchen erfolgreich gemeistert werden können.  Eine wesentliche Herausforderung besteht darin, eine gemeinsame Plattform für alle zukünftigen Telematikanwendungen zu bilden.

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2. Ziele und Strategien für NRW

Der Standort NRW bietet aufgrund seiner Infrastruktur, der Nähe zu den führenden Telekommunikationsanbietern, der Hochschullandschaft und den vielfältigen Ansätzen von KMUs eine einzigartige Ausgangsbedingung für eine gemeinsame  Plattform für Telematik-Anwendungen.

Das branchenübergreifende Initiativen-Netzwerk >>amc<< wurde vom Landescluster IKT.NRW, dem Network of Automotive Excellence, dem AutoCluster.NRW und den Firmen IMST GmbH, Kamp-Lintfort und Materna GmbH, Dortmund gegründet. Die Initiative steht weiteren Netzwerken, Firmen, Verbänden und Organisationen offen. Die Arbeit im branchenübergreifenden Initiativen-Netwerk soll den beteiligten Netzwerken und Firmen helfen, zukunftsweisende Strategien für beide Branchen aufzuzeigen, ihre Umsetzung zu initiieren und zu begleiten.

Dies wird erreicht durch:

  • Partnerschaftlichen Erfahrungsaustausch zwischen den Beteiligten beider Branchen
  • Identifikation und Relevanzabschätzung von Trends, Prozessen/Methoden und Technologien für die beiden Branchen
  • Nutzung von Synergien in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
  • Bündelung von gemeinsamen Energien zur Reduzierung der Entwicklungszeiten bzw. der Entwicklungskosten
  • Optimierte und beschleunigte Umsetzung von Innovationen in beiden Branchen

Es hat sich ein Konsortium für eine Telematik Initiative NRW gebildet. Mit Hilfe einer in NRW aufzubauenden System- und Geschäftsplattform sowie dem notwendigen Interoperability Management sollen neue Telematik Services in NRW entwickelt und europaweit etabliert werden. 

Die Ziele des Konsortiums im Überblick:

  • Im Zeitraum von 2010 bis 2012 wird eine europaweite, interoperable Telematik Plattform sowie das dazugehörigen Management aufgebaut und in Betrieb genommen.
  • Der Marktanteil an diesem sehr schell wachsenden Geschäft wird mit 15 % angestrebt.
  • Der Break-Even und dauerhafte Profitabilität wird im Jahre 2015 erreicht.
  • Bis zum Jahr 2020 werden über 200 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze in dem neuen Unternehmen in NRW geschaffen.
  • Die Anzahl der neu entstehenden Arbeitsplätze bei KMU / Software / Services im Umfeld wird auf ca. 450 – 600 geschätzt.

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3. Akteurslandschaft NRW

IMST GmbH

 

Die IMST GmbH ist eine privat geführte Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft auf dem Gebiet der Funktechniken, der Mobilfunktechnik und der Satellitenfunktechnik. Sie hat Arbeitsschwerpunkte im Bereich der Hochfrequenzschaltungs- und –systementwicklung, der Antennentechnik und der Anwendung von Funktechniken in der Automobiltechnik. Ein akkreditiertes EMV-Prüfzentrum ergänzt das Spektrum der angebotenen Dienstleistungen.

www.imst.de

MATERNA ist ein führendes Software-Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie mit europaweiten Standorten und weltweiten Projekten. Die Business Unit Communications betreibt Service Plattformen, Premium Content Services sowie Sprach-, Videoanwendungen, Telematik und Festnetz-Dienste. Zum Portfolio gehören außerdem CUSS-Lösungen für Fluglinien und Flughäfen. MATERNA verfügt über eine hohe Fachkompetenz in den Bereichen IT-Management, Lösungen für Internet und Intranet sowie Fachanwendungen für die öffentliche Verwaltung.

www.materna.de
www.materna-communications.de

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4. Arbeitsschwerpunkte und Projekte der Cluster

Erfolgreicher Abschluss der 2. „automotive
meets communications“ Jahrestagung

Am 27. Oktober trafen sich im Telekom Forum Bonn 160 hochkarätige Industrievertreter und diskutierten über die neuesten Entwicklungen beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien sowie Telematikdiensten in Fahrzeugen und das resultierende Spannungsfeld zwischen Automobilherstellern, Technologiefirmen und Serviceanbietern. Vorträge, Projektpräsentationen sowie eine Ausstellung mit Testfahrzeugen beleuchteten die unterschiedlichen und teilweise konkurrierenden Perspektiven. Ein Trendforscher moderierte die Paneldiskussion und vertrat vor allem die Sichtweise der Kunden und späteren Nutzer.

Die Megatrends Mobility und Connectivity machen auch vor der Automobilindustrie nicht halt. Dabei geht es nicht mehr nur darum, das Fahren sicherer, komfortabler und umweltfreundlicher zu machen oder Mobilfunkgeräte mit dem Auto zu verbinden. Vielmehr kommen zunehmend Kommunikations-, Informations- und Entertainment-Komponenten ins Fahrzeug, die in Verbindung mit dem mobilen Breitbandinternet eine neue Dimension potenzieller Dienste bieten. Die mobile Verbindung ins Internet in Kombination mit der ortsbezogenen Informationen dient längst nicht mehr allein der optimierten Fahrtroute, sondern ermöglicht überhaupt erst alternative Geschäftsmodelle und neue Konzepte wie innovative Car Sharing Modelle, intermodaler Verkehr oder Elektromobilität. Die Industrie steht vor einem Paradigmenwechsel, die Herausforderungen für die Marktteilnehmer sind hoch. Dafür werden sich dem Kunden in einigen Jahren ungeahnte neue Möglichkeiten bieten.
Der Parlamentarische Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministerium, Horst Becker, wies in seiner Rede darauf hin, dass die IKT- wie auch die Automobilwirtschaft starke Schlüsselbranchen und Leitmärkte des Landes seien, deren verstärkte Zusammenarbeit ungeahnte Innovationspotentiale freisetzen könne. Diese Entwicklung wolle das Land künftig weiter unterstützen.

Automotive meets communications zeigt heute schon eine Richtung, in die die Reise gehen kann. Auf der diesjährigen Tagung konnte man sich vor Ort zum Beispiel über LTE, Sensortechnik, Fahrerassistenzsysteme, App Stores für das Auto oder externe Infrastruktur auf den neuesten Stand bringen und aktiv in der Diskussion über künftige IKT-Dienste für das Auto mitwirken.
Das Branchentreffen wurde vom Clustermanagement IKT.NRW / Bergische Universität Wuppertal, der IMST GmbH, dem Network of Automotive Excellence (NoAE) und der VALCON equity GmbH organisiert. Gastgeber und Mitveranstalter war in diesem Jahr die Deutsche Telekom AG. Zu den weiteren Veranstaltungspartnern zählten die Informationstechnische Gesellschaft ITG im VDE, das Kanadische Konsulat in München, die niederländische High Tech Automotive Systems (HTAS) der IKT Branchenverband BITKOM sowie das AutoCluster.NRW.



Die Auftaktveranstaltung von >> amc<< fand am 11.11.2009 in Dortmund statt. Hochkarätige Experten aus beiden Branchen zeigten die wichtigsten Trends und Herausforderungen für gemeinsame Innovationsvorhaben auf und luden zur Mitarbeit ein. Als Partner wurde das bundesweite "Network of Automotive Excellence" gewonnen, das bisher den Schwerpunkt seiner Aktivitäten in München hatte.

>> amc<< hat in einer ersten Analyse Synergiepotenziale identifiziert, die  auch erste gemeinsame Arbeitsschwerpunkte (ASP`s) darstellen:

  • Analyse der unterschiedlichen Innovationszyklen für Elektronik- und Software
  • Analyse der Sicherheitsanforderungen von intelligenten Fahrzeugsystemen
  • Zuverlässigkeit der Automobilelektronik
  • Einbindung des Automobils in ein sich ständig weiter entwickelndes Internet
  • Car-to-Car und Car-to Infrastruktur Systeme
  • Neue Fahrerassistenzsysteme
  • Informationsverteilung im Auto
  • Das Automobil als Knoten im Internet der Dinge
  • Informations- und Kommunikationstechnologie für das Automobil

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5. Weitere Informationen

Landescluster alt
Automotive alt
IKT alt
 

Koordination

Dr.-Ing. Raimund Glitz
NRW Clustersekretariat
Tel.: 0211 6214 -546
glitz@exzellenz.nrw.de

 

Michael Fromm
Cluster IKT.NRW
Tel.: 0202 439 10 36
cluster(at)ikt-nrw.de

Kontakt

Prof. Dr. Ingo Wolff
IMST GmbH
Carl-Friedrich-Gauß-Str. 2
47475 Kamp-Lintfort
Deutschland
Tel.: +49 2842 981 0
Fax: +49 2842 981 199
automotive(at)imst.de

http://www.automotive-meets-communications.eu

 

Erik Pellemeier

VALCON equity GmbH

Kapitelstraße 5

48145 Münster

Tel.: +49 251 535 584 20

erik.pellemeier(at)VALCON-equity.com

http://www.VALCON-group.com   

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