Bioraffinerie
Nachwachsende Rohstoffe nachhaltig nutzen
Seit 15 Jahren ist die stoffliche und energetische Nutzung in Bioraffinerien
Thema in Forschung und Entwicklung. Eine neue Branche entlang der Wertschöpfungskette nachwachsender Rohstoffe erschließt sich den
Wachstumsmarkt für nachhaltige Dienstleistungen und Produkte.
Letzte Aktualisierung: 1.4.11
Inhalt:
1. Trends, Potenziale und Herausforderungen
Seit Beginn der 1990er Jahre hat die Nutzung nachwachsender Rohstoffe für die non-food-Produktion die Forschung und Entwicklung beflügelt. In diesem Zusammenhang wurde in den 90er Jahren der Begriff der "Bioraffinerie" etabliert. Die abgesicherte Produktion von Lebensmitteln und die gekoppelte stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe werden als Bausteine einer zukünftigen Rohstoffversorgung angesehen.
Was kann die integrierte stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe zur Lösung unserer Energieprobleme wie auch zum Ersatz erdölbasierter Chemikalien, Werkstoffe, Brenn- und Kraftstoffe leisten?
Der zweitägige Kongress BIO-raffiniert VI (15. /16. Februar 2011 in Oberhausen) nimmt die aktuellen Fragen rund um die nachhaltige Nutzung nachwachsender Rohstoffe unter die Lupe. Branchenkenner skizzieren die Rohstoffmärkte und präsentieren Produkte und Trends, Forscher geben Einblicke in ihre jüngsten Entwicklungen und Ergebnisse und ziehen ökologische Bilanzen, Marktkenner präsentieren Entwicklungen bei Bioraffinerietechnologien und Demonstrationsanlagen. Schirmherr Johannes Remmel, Klimaschutzminister NRW, führt in seinem Grußwort aus: "Bio - nachhaltig - raffiniert: Das sind die drei Topoi, die das Entscheidende dieser Kongressreihe anzeigen. Bio signalisiert die Transformation unserer Rohstoffbasis von der erdölbasierten hin zu einer zunehmend auf nachwachsenden Rohstoffen basierenden Wertproduktpalette. Nachhaltig ist diese Transformation, weil sie im Unterschied zur konventionellen Rohstoffbasis sicher, ökologisch ambitioniert und ökonomisch sinnvoll ist. Raffiniert schließlich ist nicht nur ein fachlicher Terminus zur Bezeichnung der Veredlung von Rohstoffen. "Raffiniert" ist zugleich, was der diesjährige Kongress von Fraunhofer UMSICHT in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW an Erkenntnissen und Anwendungsmöglichkeiten zu bieten haben wird."
2. Ziele und Strategien für NRW
Die Notwendigkeit zum Rohstoffwandel und Klimaschutz ist für Industrie- und mittelständische Unternehmen gleichermaßen Herausforderung und Chance. Insbesondere der Mittelstand hat allerdings nicht immer die Möglichkeiten, an derartigen Entwicklungen teilzuhaben. Daher soll ein offenes verfahrenstechnisch orientiertes Entwicklungszentrum als Plattform dienen, auf der Detailfragen, Musterchargenherstellung oder komplexe Produktionskonzepte bearbeitet werden können.
3. Arbeitsschwerpunkte und Projekte der Cluster
Fraunhofer UMSICHT hat mit Partnern aus der Industrie und der nordrhein-westfälischen Landesregierung mit dem Aufbau eines „Zentrums Bioraffinerie“ in Oberhausen begonnen. Hier sollen zentrale Schritte des Innovationsprozesses, wie Technologie- und Produktentwicklung sowie Aus- und Weiterbildung, kooperativ durchgeführt werden. Das Center Biorefinery NRW (CEBYN) wird sich in der Aufbauphase auf aussichtsreiche Innovationsfelder, die ein großes Marktpotenzial, aber auch noch hohen Forschungs- und Entwicklungsbedarf aufweisen, konzentrieren.
Im Fokus stehen dabei die Bereiche „Materialien und Chemikalien“, „Biokraftstoffe“ sowie „Verwertung von lignozellulosehaltiger Biomasse“. Diese Themen leiten sich unmittelbar aus der Diskussion um geeignete Bioraffineriekonzepte zur gekoppelten Produktion von Lebensmitteln und Rohstoffen ab. Die Fortentwicklung und Demonstration von Prozessen und Prozessketten im Labor- und Technikumsmaßstab mit experimentellen Arbeiten soll ein wesentliches Ziel sein.
Für den Erfolg einer Entwicklung sind oft „Anfassproben“ erforderlich. Daher sollen Produktmuster bzw. Musterchargen zur Markterschließung hergestellt werden können. Hierzu wurden beispielsweise eine Anlage zur Bandbeschichtung mit Biopolymeren und die Erweiterung einer Anlage zur Herstellung feinster Partikel als Fördermaßnahme des Landes NRW umgesetzt.
4. Highlights
"Web & Coding Week Cologne 2012″ bringt knapp 700 Teilnehmer nach Köln

MEDIEN.NRW - Knapp 700 Teilnehmer besuchten die “Web & Coding Week Cologne” vom 24. bis 29.04.2012. Die Themenauswahl der Veranstaltungswoche umfasste medienrelevante Entwicklungen – wie App Development, Crowdfunding und Open Data – als auch konkrete Praxisbeispiele zum Einsatz neuer Technologien.
Koreanische Spielewirtschaft – MEDIEN.NRW erweitert internationales Netzwerk

MEDIEN.NRW - Soyeon Kim, NRW.INVEST Korea, besucht das Mediencluster NRW zum fachlichen Austausch über die hiesige und koreanische Spielewirtschaft.
AUTOMATICA 2012 zeigt Automatisierungskompetenz aus Nordrhein-Westfalen

ProduktionNRW - präsentiert in Halle B1, Stand 319 vom 22. bis 25. Mai 2012 Unternehmen, Institute, Cluster sowie die regionalen Netzwerke auf dem NRW-Gemeinschaftsstand „Automatisierungskompetenz aus Nordrhein-Westfalen“. Zu den Herausforderungen und Chancen der Batteriefertigung und Automatisierung bietet ProduktionNRW eigene Vortragsreihen.
IKT.NRW und MedizinTechnik.NRW schließen Kooperationsvereinbarung

IKT.NRW, MedizinTechnik.NRW - Die beiden Cluster wollen gemeinsam die Entwicklung und Vermarktung von intelligenter Medizintechnik vorantreiben und damit den Standort Nordrhein-Westfalen für die zukünftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen rüsten.
Hannover Messe gibt Schlüsseltechnologien aus NRW großen Schub nach vorne

NMW.NRW - Der Landescluster NanoMikro+Werkstoffe.NRW blickt zufrieden zurück: die diesjährige, weltweit größte Industriemesse vom 23. bis 27. April in Hannover hat die Erwartungen der Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulinstitute aus NRW weitaus übertroffen.
Nachhaltigkeit: Zentrale Herausforderung für die Kunststoffindustrie

Kunststoff.NRW - Der Weg zu einer besseren Energie- und Ressourceneffizienz in der Kunststoffverarbeitung sowie die Sicherheit der Rohstoffversorgung für die Kunststoffindustrie standen im Fokus einer gemeinsamen Veranstaltung des Vereins kunststoffland NRW, der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) und des Kunststoff-Instituts für die mittelständische Wirtschaft NRW.
21 neue Technologien für die Mobilität der Zukunft

AutoCluster.NRW, EnergieRegion.NRW - Die Sieger des 5. Innovationswettbewerb des Network of Automotive Excellence (NoAE) stehen fest. Dr. Günther Horzetzky, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, zeichnete die 21 Gewinner in Düsseldorf aus. Auf dem 5. NoAE Projekttag wurden sie einem internationalen Fachpublikum vorgestellt. Veranstalter waren das Network of Automotive Excellence (NoAE), das Wirtschaftsministerium NRW und die EnergieAgentur.NRW.
MEDIEN.NRW Studie beleuchtet die Zukunft der Medien- und Internetwirtschaft

MEDIEN.NRW - Man nehme 940 aufstrebende Internet-Unternehmen, 13,6 Milliarden US-Dollar Investmentsumme und eine tief greifende Analyse, um daraus die 30 Geschäftstrends der Zukunft herauszuarbeiten. Das Ziel: die hiesige Medienwirtschaft mit Wissensvorsprung und Strategie zu versorgen.
Vorfahrt für Business Angels in der Biotechnologie

BIO.NRW - Sie sind die Hoffungsträger für Gründer in der Biotechnologie-Branche geworden: Privatinvestoren mit unternehmerischem Hintergrund, auch Business Angels genannt. Denn seit der Markt für institutionelle Risikokapital-Finanzierungen in Deutschland quasi zusammengebrochen ist, erhalten die verbliebenen privaten Investoren zunehmend an Gewicht. Doch gerade im Gebiet der Life Sciences treffen Business Angels auf einen Dschungel an Rahmenbedingungen und steuerlichen Regelungen einerseits und Fördermöglichkeiten andererseits. Der erste Business Angels Kongress von BIO.NRW am 27. Februar sollte hier Orientierung bieten. Mehr als 80 Teilnehmer hatte das Treffen im NRW-Forum in Düsseldorf angelockt. Da traf es sich bestens, dass zeitgleich auch aus Berlin positive Signale gesendet wurden: die Bundesregierung plant noch in diesem Jahr eine Investitionszulage für Business Angels.
Girls' Day und Boys' Day bieten Informationen zu unterschiedlichen Berufen

Produktion.NRW - Am 26. April 2012 finden der Girls' Day und der Boys' Day statt. Jugendliche erkunden dabei geschlechteruntypische Berufe. Über eine Hotline können sich Jugendliche Aktionsplätze suchen. Während des Girls' Day und Boys' Day erkunden Jugendliche geschlechteruntypische Berufe. So absolvieren Mädchen Tagespraktika in Berufen des technischen, naturwissenschaftlichen, handwerklichen oder IT-Bereichs und lernen Chefetagen sowie erfolgreiche Frauen in Führungspositionen kennen. Jungen arbeiten einen Tag in Berufen des sozialen, pflegerischen oder erzieherischen Bereichs, trainieren ihre Sozialkompetenz oder arbeiten in Workshops zu verschiedenen Themen rund um Vorstellungen von Männlichkeit.
5. Weitere Informationen
- Landescluster
- Umwelttechnologien
- Chemie
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- Fachbeiträge
- Bioraffinerie-Schwerpunkt Fraunhofer UMSICHT
- Leitmärkte
- Energiewirtschaft und Green Technologies





