Ideenwettbewerb des Rates für Nachhaltige Entwicklung
Nachhaltige Unternehmensführung: Kosten kennen - Nutzen erschließen
Nachhaltigkeitspolitik soll die Grundlage schaffen, die Umwelt zu erhalten und Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft und wirtschaftliche Entwicklung voran zu bringen. Ziel ist es dabei, eine ausgewogene und gerechte Balance zwischen den Bedürfnissen der heutigen Generation und den Lebensperspektiven künftiger Generationen zu finden.
Daher hat der von der Bundesregierung eingesetzte Rat für Nachhaltige Entwicklung im November 2011 einen bundesweiten Ideen-Wettbewerb ausgelobt, um Kosten und Nutzen nachhaltiger Produktionsprozesse zu erfassen.
Die Senkung externer Kosten ist ein zentrales Ziel nachhaltigen Wirtschaftens. Nachhaltigkeit soll Kernbestandteil der Unternehmensstrategie werden. Dies setzt eine genaue Kenntnis der sozialen und umweltrelevanten Kosten voraus, die bei Herstellung und Vertrieb, Nutzung und Entsorgung eines Produktes anfallen.
Das Unternehmen PUMA SE hat unter der Leitung von CEO Jochen Zeitz die Rolle eines Vorreiters eingenommen. 2011 wurde eine umfassende Berechnung der bei der Produktion anfallenden umweltseitigen Kosten und Nutzen (die so genannte Environmental Profit and Loss Berechnung, oder kurz EP&L) zunächst für die Bereiche CO2-Emissionen und Wasserverbrauch erstellt und schrittweise um weitere Aspekte wie Fläche, Schwefeldioxid und Abfall erweitert und schließlich als Gesamtrechnung für das Vorjahr öffentlich präsentiert. Analog arbeitet PUMA SE auch an der SP&L, in der soziale Kostenfaktoren in Form einer Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt werden.
Einige der zentralen Herausforderung im Wettbewerb
Welche Ideen und Ansätze gibt es, Umwelt- und Sozialfaktoren als externe Effekte in die Betriebsbilanz einzuführen?
Welche Praxisbeispiele und aktuellen Ergebnisse aus der betriebswirtschaftlichen Forschung zur nachhaltigen Unternehmensführung gibt es?
Welche Methoden können angewendet werden, welche sind zu entwickeln? Lässt sich methodische Vielfalt der externen Effekte, die sich aus den Stoffströmen selbst, den unterschiedlichen Geschäftsfeldern und Produktionsmustern, unterschiedlichen lokalen Bedingungen und der Unternehmenskultur ergeben, eine gewisse Standardisierung erreichen, die dem einzelnen Unternehmen die Bewertung seiner Effekte erleichtert?
Der Ideenwettbewerb sucht Ansätze, die sich diesen Fragen widmen und Ideenskizzen zur Überprüfung in der Praxis.
Einsendeschluss ist der 15.02.2012.
Weitere Informationen:
http://www.nachhaltigkeitsrat.de/projekte/eigene-projekte/ideenwettbewerb/?blstr=0


