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Spitzencluster-Wettbewerb im Rahmen der Hightech-Strategie für Deutschland

Mit der Hightech-Strategie für Deutschland hat die Bundesregierung ihre Innovationspolitik auf eine neue Grundlage gestellt. "Ideen zünden!", das Motto der Hightech-Strategie, steht für Aufbruch: In Deutschland werden viele gute Ideen entwickelt. Deutschland braucht aber ein Klima, in dem Ideen auch verwirklicht und in dem wissenschaftliche Forschungsergebnisse in neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen umgesetzt werden.

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Hightech-Strategie liegt deshalb auf neuen Impulsen für eine verstärkte Bündelung der Kräfte von Wissenschaft und Wirtschaft. Wissenschaftliche Einrichtungen und Unternehmen sollen künftig noch enger zusammenrücken und die Potenziale ihrer Zusammenarbeit besser nutzen. Denn der enge Kontakt zu verschiedenen Partnern bringt allen Beteiligten Vorteile. Dezentral vorhandenes, insbesondere auch interdisziplinäres Wissen wird besser verfügbar gemacht, Kosten und Risiken werden geteilt. Die Partner können sich auf ihre jeweiligen Stärken konzentrieren.

Ergebnisse der Innovationsforschung zeigen: Insbesondere Cluster, die sich durch eine Kombination aus inhaltlicher und regionaler Nähe der Akteure auszeichnen, sind oft besonders erfolgreich. Persönliche Kontakte und räumliche Nähe sind auch in Zeiten moderner Informations- und Kommunikationstechnologien und vielfältiger Transport- und Verkehrsmöglichkeiten wichtige Pluspunkte für eine reibungslose und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Regionale Orientierung kann deshalb einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil ausmachen.

Entstehung und Wachstum erfolgreicher Cluster werden in vielen Ländern gezielt gefördert. Auch in Deutschland ist in den zurückliegenden Jahren eine gute Basis entstanden. Aufbauend auf dem bislang im Bereich der Clusterbildung bzw. -entwicklung Erreichten geht es jetzt darum, einen neuen Entwicklungsschub auszulösen.

Hier setzt der Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) an: Nach dem Motto "Stärken stärken!" soll der themenoffen angelegte Wettbewerb die leistungsfähigsten Cluster aus Wissenschaft und Wirtschaft dabei unterstützen, ihre internationale Anziehungskraft zu vergrößern und sich im internationalen Wettbewerb in der Spitzengruppe zu etablieren. Durch die Unterstützung der strategischen Weiterentwicklung exzellenter Cluster soll die Umsetzung regionaler Innovationspotenziale in dauerhafte Wertschöpfung befördert werden.

Im Einzelnen sollen die Cluster folgende Ziele erreichen:

  • Entwicklung und Sicherung eines gemessen an nationalen und internationalen Maßstäben unverwechselbaren, herausragenden Kompetenzprofils mit hoher Innovationsfähigkeit sowie Intensivierung des Innovations- und Gründungsgeschehens.
  • Strategische Positionierung des Clusters. Der Bekanntheitsgrad und die internationale Anziehungskraft sollen gesteigert werden, unterstützt insbesondere durch internationale Netzwerkbildung und Kooperation.
  • Entwicklung und Erprobung innovativer Kooperationsformen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Insbesondere in wissensbasierten Wirtschaftszweigen gewinnen langfristig angelegte, institutionalisierte Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft an Bedeutung. Beispielhaft können hier die sogenannten Industry on Campus-Modelle sein. Sie stellen nach außen deutlich sichtbare "Andockstellen" für Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft dar.
  • Ansiedlung ausländischer Unternehmen. Im Zuge der Globalisierung suchen Unternehmen weltweit nach geeigneten Standorten für Forschung und Entwicklung (FuE) und Produktion. Deutschland hat gerade mit seiner gut ausgebauten Forschungslandschaft und seinen hoch qualifizierten Fachkräften interessante Standortvorteile für FuE-intensive ausländische Unternehmen zu bieten.
  • Bereitstellung von Personal durch gezielte Nachwuchsförderung, praxisnahe Qualifizierung sowie Gewinnung von Fach- und Führungskräften, z.B. auch aus dem Ausland.
  • Professionalisierung des Clustermanagements durch Weiterentwicklung der Managementprozesse. Insbesondere sollen die clusterorientierten Dienstleistungsangebote (z. B. Organisation von Austauschprogrammen zur Intensivierung der Kooperation zwischen den Clusterakteuren, Unterstützung bei der Entwicklung von Schutzrechts- und Finanzierungsstrategien) sowie die Methoden zur Fortschrittsbewertung der Clusterentwicklung und Fortentwicklung der Clusterstrategie verbessert werden.

Hierzu sollen Wissenschaft und Wirtschaft in enger Abstimmung und Zusammenarbeit Strategien formulieren, die auf den jeweiligen Stärken der Cluster aufsetzen und auf die Ausschöpfung noch ungenutzter Entwicklungspotenziale ausgerichtet sind. Die Umsetzung der Strategien soll durch geeignete Maßnahmen und Projekte der Clusterakteure erfolgen und sichtbar werden. Auf diese Weise soll der Innovations- und Wirtschaftsstandort Deutschland nachhaltig gestärkt werden.

Es sind insgesamt drei Wettbewerbsrunden in einem zeitlichen Abstand von etwa bis zu eineinhalb Jahren vorgesehen. Pro Runde stellt das BMBF Fördermittel in einer Höhe von bis zu 200 Mio. Euro für bis zu fünf Spitzencluster zur Verfügung. Die Förderung für jeden einzelnen Cluster erstreckt sich über einen Zeitraum von maximal fünf Jahren.

Cluster, die das Potenzial haben, sich zu einem Spitzencluster im Sinne des Wettbewerbs zu entwickeln, aber die Voraussetzungen für eine erfolgversprechende Teilnahme noch nicht vollständig erfüllen, können die Zeit bis zur dritten Wettbewerbsrunde gezielt nutzen, um sich strategisch weiterzuentwickeln und ihre Erfolgsaussichten bei einer späteren Bewerbung zu verbessern. 

 

Ansprechpartner

Technologische und regionale Innovationen (TRI)
Dr. Labruier
Wilhelm-Johnen-Straße
52428 Jülich
Telefonnummer: 02461 61-4046
Faxnummer: 02461 61-8047 
d.labruier(at)fz-juelich.de
www.fz-juelich.de/ptj/spitzencluster/

AKTUELL

Quantitative Angaben zum Clusterprofil und Clusterpartner

In diesem Dokument sind zwei Tabellen enthalten, die von den Bewerbern zwingend mit der Skizze bis zum 15. April 2009 abzugeben sind.