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Umwelttechnologien

Letzte Aktualisierung: 15.6.11

1. Die Branche in NRW


Marktüberblick Umwelttechnologien
Die Umwelttechnikbranche ist in den letzten Jahren zu einer globalen Schlüsselindustrie herangewachsen. Die Branche umfasste im Jahr 2007 ein Weltmarktvolumen von 1.400 Mrd. Euro. Dieses Wachstum hält an: Laut aktuellen Prognosen wird sich bis 2020 der Umsatz auf 3.100 Mrd. Euro mehr als verdoppeln.
 Nordrhein-Westfalen nimmt im Wachstumsmarkt Umwelttechnologien eine im Bundesvergleich starke Position ein. Mit ca. 45 Mrd. Euro Umsatz im Bereich Umwelttechnologien ist NRW das erfolgreichste Bundesland in dieser Branche.

Die Entwicklung und Verwendung neuer Umwelttechnologien hat dabei nicht nur positive Effekte auf die Umwelt, sondern ist auch ein Wachstumstreiber und Beschäftigungsmotor für NRW. Bereits heute bietet die Branche mit 250.000 Beschäftigten mehr Menschen einen Arbeitsplatz als die in NRW traditionell starke Chemie- und Kunststoffbranche.

Die Akteure in der nordrhein-westfälischen Umwelttechnik haben sich in dieser Schlüsselbranche gut positioniert. Die lokalen Unternehmen haben einen Schwerpunkt auf das Thema Ressourceneffizienz gesetzt und sind so in einem Leitmarkt der Umwelttechnik mit zukunftsweisenden Technologiefeldern vertreten. Im Wassersektor ist NRW seit jeher führend. Besonders deutlich wird dies in den Themenfeldern Wasserfiltrationstechniken, Membrantechniken und Techniken zur Elimination von organischen Spurenstoffen jeweils für Trink- und Abwasser.

 

Standortfaktoren
Die Stärke Nordrhein-Westfalens zeigt sich auch im bundesdeutschen Vergleich der Standortfaktoren. NRW bietet Unternehmen eine große Nachfrage nach Umwelttechnikdienstleistungen und -produkten, sehr gut ausgebildete Fachkräfte und eine hervorragende Infrastruktur. Damit nimmt NRW hinsichtlich dieser drei zentralen Standortfaktoren im bundesdeutschen Vergleich eine Führungsposition ein und zeigt sich als hochattraktiver Standort für Unternehmen.

Die Unternehmen in NRW stehen jedoch vor neuen Herausforderungen. Viele Unternehmen planen derzeit den Ausbau ihrer internationalen Aktivitäten. Im Fokus stehen insbesondere die wichtigen Zukunftsmärkte West- und Osteuropa sowie Russland. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen erfordert eine starke Innovationskraft.

Hier setzt die Arbeit des Clustermanagements an: Seine Aufgabe ist es, die Unternehmen bei diesen Herausforderungen umfassend zu unterstützen. Durch eine vielfältige Vernetzung der Branchenakteure wird das Clustermanagement die Innovationskraft der Unternehmen erhöhen und die Standortattraktivität Nordrhein-Westfalens weiter steigern.

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2. Ziele und Aufgaben des Clustermanagements

Das Clustermanagement hat am 19. Mai 2009 im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes NRW (MUNLV) seine Arbeit aufgenommen. Es soll die bereits heute hervorgehobene Position Nordrhein-Westfalens in der Umwelttechnologie stärken und hat sich hierzu folgende übergeordnete Ziele gesetzt:

  •  Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und Schaffung hochwertiger und innovativer Arbeitsplätze
  • Stärkung der Außenwirtschaft für Umwelttechnologien aus NRW
  • Förderung des integrierten Umweltschutzes als Alternative zu nachsorgenden Ansätzen
  • Aufbau einer eigenen Identität der Umwelttechnologie als Branche und Steigerung der Wahrnehmung von außen

Das Clustermanagement will diese Ziele in enger Zusammenarbeit mit den Netzwerken, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen in NRW realisieren. Erst durch eine gemeinsame Gestaltung kann der größtmögliche Nutzen für alle Beteiligten erzielt werden.

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3. Zentrale Arbeitsgebiete, Partner und Aktivitäten

Die Umweltwirtschaft umfasst eine Vielzahl unterschiedlicher Technologien. Um eine zielgenaue Arbeit zu ermöglichen, setzt das Clustermanagement Themenschwerpunkte. In einem zweidimensionalen Ansatz beschäftigt es sich auf der einen Seite mit Technologiebereichen, die in NRW besonders relevant sind. Auf der anderen Seite werden technologieübergreifende Themen abgedeckt.

Die Akteure in der nordrhein-westfälischen Umwelttechnik haben sich in dieser Schlüsselbranche gut positioniert. Die lokalen Unternehmen haben einen Schwerpunkt auf das Thema Ressourceneffizienz gesetzt und sind so in einem Leitmarkt der Umwelttechnik mit zukunftsweisenden Technologiefeldern vertreten. Im Wassersektor ist NRW seit jeher führend. Besonders deutlich wird dies in den Themenfeldern Wasserfiltrationstechniken, Membrantechniken und Techniken zur Elimination von organischen Spurenstoffen jeweils für Trink- und Abwasser.

Die Wertschöpfungskette Umweltwirtschaft ist unterschiedlich und in der Regel breit definiert. Sie hat in vieler Hinsicht Querschnittscharakter. Für das Landescluster ist eine Verbindung von thematischen und technologischen Aspekten wesentlich. Im Mittelpunkt stehen die Aspekte Wasser, Boden, Luft, Abwasser und Abfall, wobei der Fokus auf integrierten, vorsorgenden Umwelttechnologien und –dienstleistungen liegt.

 

Quer dazu liegen sieben Technologiebereiche:

  • Wasser- und Abwassertechnologien
  • Zukunftsorientierte Entsorgungstechniken
  • Luftreinhaltetechnologien
  • Bodensanierungstechniken
  • Mess- und Regeltechniken
  • Branchenbezogene Ressourceneffizienztechnologien und -dienstleistungen
  • Umweltfreundliche Produkte

Hinzu kommen Querschnittsthemen wie Nano- und Biotechnologien, die Einsparung von Rohstoffen ermöglichen und schadstoffhaltige Prozesse ersetzen können.

Als übergreifende Themen stehen die Verfügbarkeit von Fachkräften sowie der Zugang zu Finanz- und Fördermitteln als wichtige Voraussetzungen für Wachstum im Vordergrund.

Bei der Themenfindung des Clustermanagements werden Trends in ausländischen Wachstumsmärkten berücksichtigt. Internationale Kooperationspartner werden – soweit dies sinnvoll ist – in die Clusterprojekte eingebunden, außerdem regt das Clustermanagement die Zusammenarbeit von nordrhein-westfälischen Unternehmen bei Internationalisierungsvorhaben an. Das Clustermanagement fördert außerdem die Präsenz der Umwelttechnikbranche auf internationalen Veranstaltungen, wie z.B. der Fachmesse Pollutec in Paris.

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4. Beispielhafte Kooperations- und Wettbewerbsprojekte

Die zur Förderung der NRW-Umwelttechnik vom Umweltcluster initiierten und organisierten Kooperationsprojekte lassen sich wie folgt den Schwerpunkt-Technologiebereichen zuordnen:

  • Wasser- und Abwassertechnologien
    Kooperationsprojekte zu den Themen "Plasmaverfahren in der Abwasserreinigung", "Elektrokoagulation zur Abwasserreinigung", "Membrantechnik in der Papierindustrie", "Mikroalgenreaktoren", sowie als deutsch-niederländische Gemeinschaftsprojekte zu den Themen "Spurenstoffelimination" und "Neuartige Sanitärsysteme" (NASS)
  • Luftreinhaltetechnologien
    Kooperationsprojekt zur Reduzierung von Feinstäuben bei Hausbrandanlagen in der Pilotstadt Aachen
  • Mess- und Regeltechniken sowie branchenbezogene Ressourceneffizienztechnologien und -dienstleistungen
    Kooperationsprojekte zu "Nachhaltigen und intelligenten Gebäuden"sowie "Rationelle (Ab)Wärmenutzung"
  • Zukunftsorientierte Entsorgungstechniken
    Kooperationsprojekt zum Thema "Urban Mining" (Rückgewinnung von Rohstoffen aus Abfallaufkommen, z.B. Kupfer aus Elektroschrott).

Zu folgenden weiteren Themen wurden auf der Umweltcluster-Jahrestagung Ansätze für Kooperationsprojekte identifiziert:

  • Bio-Hydrauliköl: Gewinnung von Hydrauliköl aus nachwachsenden Rohstoffen
  • Heterogene Photokatalyse: Effizientes Verfahren u.a. zur Wasser- und Luftaufbereitung
  • HTC (Hydrothermale Carbonisierung): Innovatives chemisches Verfahren zur Herstellung erneuerbarer Rohstoffe (z.B. Biokohle) aus Bioabfällen

Im Rahmen des Ziel2-Wettbewerbs Ressource.NRW sind folgende Projekte entstanden:

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5. Highlights und Erfolgsgeschichten

Feinstaubreduzierung: Aachen dank Pilotprojekt Vorreiter

 

Umwelttechnologien.NRW - Das Cluster Umwelttechnologien.NRW führt gemeinsam mit der Stadt Aachen ein Pilotvorhaben zur ersten bundesweiten Brennstoffverordnung durch. Ziel des Projekts ist es, in der besonderen Aachener Talkessellage Feinstaubpartikel aus den Emissionen von Kleinfeuerungsanlagen zurückzuhalten.


 

Urban Mining mindert die Umweltbelastungen

 

Umwelttechnologien.NRW - Der Verbrauch metallischer und mineralischer Rohstoffe ist weltweit wegen des enormen Wachstums der Schwellenländer und der Entwicklung neuer Zukunftstechnologien stark gestiegen. Bereits heute kommt es bei der Versorgung mit Mineralien und Metallen zu Engpässen. Die globale Nachfrage nach Spezial-Metallen und seltenen Erden wird sich nach Expertenschätzungen bis 2030 verdreifachen.


 

Anwendung neuartiger Sanitärsysteme

 

Umwelttechnologien.NRW - Die in Deutschland übliche Siedlungsentwässerung mit zentralen Entwässerungssystemen auf Grundlage der Schwemmkanalisation und gemeinsamer zentraler Behandlung des häuslichen Schmutzwassers, des gewerblich-industriellen Abwassers und des Niederschlagswassers vor Einleitung in Gewässer steht vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, des Klimawandels, steigender Rohstoff- und Energiepreise, Wassermangel und Hunger in vielen Teilen der Welt auf dem Prüfstand.


 

Kooperation NRW/Niederlande zum Thema Wasserqualität

 

Umwelttechnologien.NRW - Zur langfristigen Sicherung einer hohen Wasserqualität besteht grundsätzlich Handlungsbedarf zur Reduktion der Einträge von Spurenstoffen in Gewässer und damit zum Schutz der Ressource Wasser. In den letzten Jahren konnten vermehrt Mikroverunreinigungen (wie z.B. organische Spurenstoffe) in der aquatischen Umwelt nachgewiesen werden.


 

Neuer Branchenkreis „Grüne Logistik“

 

Logistik.NRW - Am 09. Juni 2010 startete der neu gegründete Branchenkreis „Grüne Logistik“ im LogistikCluster NRW. In Zusammenarbeit mit dem last mile logistik netzwerk trafen sich im Innovations- und Gründerzentrum Herne interessierte Unternehmen aus der Logistikbranche sowie aus logistikaffinen Branchen, die das Thema Green Logistics für sich identifiziert haben.


 
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6. Cross-Innovations-Aktivitäten

Cross-Innovations-Aktivitäten des Cluster Umwelttechnologien

 

Mit den Clustern Produktion, NanoMikro, Kunststoff, Chemie sowie Energie hatte der Cluster Umwelttechnologien.NRW im zweiten Halbjahr 2010 gleich fünf Partner bei erfolgreich durchgeführten clusterübergreifenden Projekten:

  • Durchführung der Planungen zur Ausrichtung eines Fachforums zum Thema "Ressourceneffizienz" auf der ExzellenzNRW-Jahresveranstaltung im März 2011, in Kooperation mit dem Cluster Produktion. In diesem Forum soll das Thema Ressourceneffizienz u.a. mittels Impulsvorträgen der Cluster Produktion, NanoMikro, Kunststoff, Chemie und Umwelt aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet und Kooperationspotentiale ausgelotet werden.

  • Durchführung der Veranstaltung "Nachhaltige und intelligente Handels- und Logistikimmobilien" mit etwa 100 Teilnehmern (Veranstaltungstermin ist der 29. September 2010), in Kooperation u. a. mit dem Cluster EnergieRegion.NRW

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Grüne Logistik

Potenziale und Wege für Nachhaltigkeit in der Logistikwirtschaft

 
 

„Grüne Logistik ist derzeit ein TOP-Thema der gesamten Logistikbranche. Dabei hat das Themenfeld für diese Querschnittsbranche eine Masse an verschiedensten Facetten. Maßnahmen, die die Logistik „grün“ machen können, reichen von den Themenfeldern „Elektromobilität“ bis zu „nachhaltigem Bau von Logistikimmobilien“ oder der besseren „Organisation von Warenströmen“ (Supply-Chain-Management).


 

Elektromobilität

Nordrhein-Westfalen auf dem Weg zur ersten großräumigen Modellregion für Elektromobilität Europas

 
 

Der Masterplan Elektromobilität Nordrhein-Westfalen legt die Bedeutung und Chancen der Elektromobilität in Nordrhein-Westfalen dar, beschreibt konkreten Handlungsbedarf bzgl. der genannten Handlungsfelder, umreißt ein Umsetzungskonzept, mit denen die oben genannten Ziele erreicht werden können.


 

Bioraffinerie

Nachwachsende Rohstoffe nachhaltig nutzen

 
 

Seit 15 Jahren ist die stoffliche und energetische Nutzung in Bioraffinerien Thema in Forschung und Entwicklung. Eine neue Branche entlang der Wertschöpfungskette nachwachsender Rohstoffe erschließt sich den Wachstumsmarkt für nachhaltige Dienstleistungen und Produkte. Welche Chancen bieten integrierte Bioraffenerie-Konzepte der Wirtschaft in NRW?


 

Ressourceneffizienz

Umweltschutz und wirtschaftlicher Wettbewerbsvorsprung zugleich

 
 

Der Bedarf an ökologischen Innovationen und an ressourcen- und energieeffizienten Produkten und Produktionstechniken ist immens. Durch die optimale und effiziente Nutzung der natürlichen Ressourcen können im Unternehmen hohe Einsparpotentiale erzielt und zukunftsfähige Entwicklung ermöglicht werden.


 

nANO meets water

Nanotechnologie in der Wasser- und Abwassertechnik

 
 

Nanotechnik ist eine der chancenreichsten Schlüsseltechnologien, Wassertechnik sind die wichtigsten Schlüsselthemen für die Weltbevölkerung. Denn Wasserknappheit und -qualität stellen die wesentlichen globalen Herausforderungen in den kommenden 20-30 Jahren dar.


 

7. Regionale Cluster und Netzwerke

Es gibt in NRW eine Vielzahl lokaler, regionaler und landesweiter Initiativen mit Bezug zur Umwelttechnik. Der Cluster hat eine Bestandsaufnahme von Aktivitäten, öffentlichen Netzwerkprojekten und kommunalen Projekten sowie Institutionen aus dem Umfeld erstellt.

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8. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit und internationale Vernetzung

Das Clustermanagement unterstützt die Unternehmen in NRW, ihre Wettbewerbsfähigkeit im Ausland weiter auszubauen. Im Kern seiner Internationalisierungsstrategie engagiert sich der Cluster Umwelttechnologien initiativ auf Auslandsveranstaltungen und in der Identifikation von ausländischen Kooperationspartnern. Zudem stellt der Cluster Konsortien mit KMU´s aus NRW für eine gemeinsame Akquise von Großprojekten im Ausland zusammen.

 

Internationale Kooperationspartner werden – soweit dies sinnvoll ist – in die Clusterprojekte eingebunden, außerdem regt das Clustermanagement die Zusammenarbeit von nordrhein-westfälischen Unternehmen bei Internationalisierungsvorhaben an. Das Clustermanagement fördert außerdem die Präsenz der Umwelttechnikbranche auf internationalen Veranstaltungen, wie z.B. der Fachmesse Pollutec in Paris.

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Clustermanagement

Ralph Büchele
Roland Berger Strategy Consultants

Dr. Heinrich Herbst
Grontmij Deutsche Projekt Union GmbH

Umwelttechnologien.NRW
c/o Roland Berger Strategy Consultants
Karl-Arnold-Platz 1
40474 Düsseldorf

Tel: +49 (211) 4389-2183
Fax: +49 (211) 9702-2183
info(at)umweltcluster-nrw.de
www.umweltcluster-nrw.de 

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